Einen Tag nach den Dreharbeiten für „Mein Lokal, Dein Lokal“ des Fernsehsenders Kabel Eins im Forchheimer Restaurant „Zum Alten Zollhaus“ heißt es für Wirt Christopher Kraus erstmal durchatmen. Er und sein Team haben ihr Bestes gegeben. Nun darf er sich in der Rolle des Jurors zurücklehnen und die Kreationen seiner Mitstreiter bewerten. Bevor es so weit ist, berichtet er uns jedoch exklusiv, wie er den Drehtag in seiner eigenen Küche erlebt hat.
„Mein Lokal, Dein Lokal“: Kamera erhöht Druck
„Das war nicht das erste Mal, dass wir ein Kamerateam bei uns zu Besuch hatten“, berichtet er. Vor knapp zwei Jahren habe der BR schonmal im Alten Zollhaus gedreht. „Mein Lokal, Dein Lokal“ sei jedoch ein vollkommen anderes Format und werde von einem deutlich größeren Publikum geschaut. Folglich sei die Aufregung schon vorab groß gewesen.
„Es ist etwas vollkommen andres, einen vollen Saal über einen ganzen Abend zu bedienen oder die Gerichte für einen einzelnen Tisch bis Punkt 18 Uhr absolut perfekt herauszubringen, wenn eine Kamera auf einen gerichtet ist“, betont er. Auch jahrelange Routine im Restaurant könne einen darauf nicht vorbereiten. „Man hat im Fernsehen jederzeit die Gelegenheit, sich wunderbar zu blamieren“, erklärt Kraus. Ein kleiner Fehler genüge hierfür.
Forchheimer Gastronom ist zufrieden
„Überrascht war ich, wie real das Format tatsächlich ist“, berichtet er. Kein Moment, sei gestellt worden. Die Kameraleute hätten jedoch sehr viele Momente eingefangen. „Ich bin schon gespannt, welche davon es letztendlich in die Sendung schaffen“, erklärt er.
Das Team des Alten Zollhauses habe sich in seinen Augen sehr gut geschlagen. „Ich glaube, dass wir ganz gut vorgelegt haben“, betont er. Dabei habe der Wettbewerb für die Forchheimer eigentlich unter erschwerten Bedingungen stattgefunden.
Anfrage vom Sender Kabel Eins
„Die Anfrage des Senders, ob wir mitmachen wollen, kam erst knapp vier Wochen vor dem Drehtermin“, berichtet der Inhaber. Ihn habe das überrascht, denn er habe sich im Vorfeld nicht für eine Teilnahme beworben. Die Möglichkeit, zu zeigen, was er könne, habe er nicht jedoch ausschlagen wollen.
Dennoch sei das Angebot zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen. Nur einen Tag zuvor habe er einen Kurzurlaub für seine Familie auf Kreta gebucht. „Ich überlegte sofort, wie ich diesen Urlaub noch absagen kann“, erinnert er sich. Letztendlich sei die Familie dann aber doch in den Urlaub gefahren.
Neue Speisekarte im „Zum Alten Zollhaus“
„Während des ganzen Urlaubs war ich permanent am Telefon, um alles für den Dreh vorzubereiten“, erklärt der Wirt. So habe er etwa seine Lieferanten kontaktiert, aber auch Handwerker beauftragt, um das Restaurant zu renovieren. „Schließlich wollten wir vor der Kamera so gut aussehen, wie möglich“, betont er.
Außerdem habe er lediglich drei Tage vor dem Termin seine neue Saisonspeisekarte fertiggestellt. „Manche der Gerichte wurden in der Sendung tatsächlich zum allerersten Mal einem Gast serviert“, berichtet Kraus. Und tatsächlich habe – so wie er es sich zuvor auf Instagram gewünscht habe – jemand auch die Jakobsmuscheln bestellt.
Ausstrahlung im TV auf Kabel Eins vermutlich im November
Am Mittwoch geht der Wettbewerb in Bamberg weiter. Diesmal im neapolitanischen Restaurant Henrietta mitten im Weltkulturerbe. Christopher Kraus weiß schon ganz genau, welches Gericht er hier testen möchte.
Wenn die Dreharbeiten abgeschlossen sind, wird es übrigens vermutlich noch einige Zeit bis zur Ausstrahlung dauern. Wann genau es so weit sei, wüssten auch die Kandidaten nicht. „Ich rechne aber frühestens im November damit“, erklärt der Forchheimer. Sobald er Genaueres erfahre, würde er dies jedoch umgehend in den Sozialen Medien mitteilen.
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