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Hundshaupten
Wisente fühlen sich pudelwohl
Wisente fühlen sich in Hundshaupten wohl.
Wisente fühlen sich in Hundshaupten wohl. // Andreas Wolfger
Hundshaupten – Zwei Wisentkühe und ein kleiner Bulle nennen den Wildpark Hundshaupten seit Ende des vergangenen Jahres ihr Zuhause. Bald bekommen sie vielleicht Mitbewohner.

Seit Ende des vergangenen Jahres verfügt der Wildpark Hundshaupten wieder über Wisente. Zwei Kühe und ein Bullenkalb aus haben ihre neue Heimat unweit. Inzwischen haben sich die drei gut eingewöhnt und mittelfristig werden sie in ihrem Gehege wohl auch nicht alleine bleiben.

Wisente haben sich gut eingelebt

„Sie fühlen sich pudelwohl und halten sich die meiste Zeit auch im Sichtbereich der Besucher auf“, erklärt Lisa Winzer, stellvertretende Leitung des Wildparks. Tatsächlich seien sie für Wisente sogar vergleichsweise neugierig und munter. Und auch gegenüber den Mitarbeitern des Parks würde sich das Trio geradezu vorbildlich verhalten.

„Sie hören sogar auf die ihnen gegebenen Namen“, berichtet Winzer. Rufe man eines der Tiere kämen alle drei aus Neugier angetrabt. „Das ist ein wenig wie bei Kindern, die sofort wissen wollen, was die anderen möglicherweise bekommen“, scherzt die Tierexpertin. Aus diesem Grund müssten die Namen, um Missbrauch zu vermeiden, leider Geheimsache bleiben.

Gruppe soll sich noch verändern

Eigentlich leben Wisente in größeren Familienverbänden. „Für den Anfang wollten wir jedoch erstmal mit einer kleineren Gruppe starten“, sagt sie. Langfristig werde sich deren Zusammensetzung jedoch verändern.

„Im Gegensatz zu ihren amerikanischen Verwandten, den Bisons, leben Wisente in relativ kleinen Gruppen. Diese können aber immerhin bis zu 20 Tiere umfassen“, sagt die stellvertretende Wildparkleiterin. Ganz so viele von den Riesen plane man wohl jedoch nicht nach Hundshaupten zu hohlen. Dennoch hoffe man, die aktuelle Gruppe im Rahmen des Aufzuchtprogramms noch zu vergrößern - etwa um einige Kühe und einen Bullen.

Anderthalb Jahre bis zur Geschlechtsreife

Außerdem müsse das Bullenkalb, sobald es ausgewachsen sei, den Wildtierpark Hundshaupten wohl wieder verlassen. Wohin er dann letztendlich umziehe, sei derzeit jedoch noch nicht bekannt. „Bis es so weit ist, wird es aber noch etwa anderthalb Jahre dauern“, erläutert Winzer. So lange könnten die Wildparkbesucher dem „Kleinen“ beim Großwerden zuschauen.

Neben den Wisenten seien mittelfristig auf der Anlage jedoch auch eine weitere Tierart eingeplant. So hätten in dem Gehege, bevor die Wildrinder gekommen seien, unter anderem Esel gelebt. Diese sind seit der Ankunft des Trios vorerst in ein Nebengehege umgezogen.

Vergesellschaftung zweier Tierarten

„Die Wisente sollten zunächst die Gelegenheit erhalten, sich einzugewöhnen“, erklärt Winzer. Mit ausreichend Rückzugsraum für die Esel sei eine Vergesellschaftung jedoch möglich. „Durch den Zaun hatten die beiden Arten schon die Gelegenheit, einander zu beschnuppern“, berichtet die stellvertretende Leiterin des Parks. Inzwischen sei die erste Aufregung über die neuen Parkbewohner bereits verflogen. Sobald der kleine Bulle etwas größer sei, dürften die Esel, wenn alles gut ginge, folglich zusammen mit den Wisenten auf die Anlage – so wie es früher auch üblich gewesen sei.

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