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Forchheimer bei Racing-Olympia
„Alles ziemlich cool“: Löhner schwärmt von Motorsport Games
Moritz Löhner war mit Sim-Racing-Kollege Niklas Houben Teil der deutschen Delegation bei den FIA Motorsport Games.
Moritz Löhner war mit Sim-Racing-Kollege Niklas Houben Teil der deutschen Delegation bei den FIA Motorsport Games. // Thomas Urbany/DMSB
Forchheim/Valencia – Viele Eindrücke hat Moritz Löhner bei den FIA Motorsport Games in Valencia gewonnen. Der Sim-Racer aus Forchheim erklärt, warum er lieber an der Rennstrecke als vor der spektakulären Kulisse der „Stadt der Künste und Wissenschaften“ angetreten wäre.

Die FIA Motorsport Games in Valencia endeten für den Forchheimer Moritz Löhner nicht mit dem erhofften Erfolg – er verpasste nach Unfällen im Viertelfinale und im Last-Chance-Rennen den Einzug ins Halbfinale. Doch der 25-Jährige ist um eine wertvolle Erfahrung reicher geworden. Denn die Spiele, die in diesem Jahr in Spanien stattfanden, gelten als „Olympiade des Rennsports“.

Und ein bisschen olympisches Flair ist bei Löhner am vergangenen Wochenende tatsächlich aufgekommen. Diesen Eindruck bekommt man zumindest, wenn Löhner seine Eindrücke vom Sonntag schildert, als die Sim-Racing-Wettbewerbe schon beendet waren. „Da sind wir zur Rennstrecke gefahren und haben uns ein bisschen umgeschaut“, erzählt er.

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Der Circuit Ricardo Tormo, benannt nach dem 1998 verstorbenen Motorrad-Weltmeister, befindet sich rund 20 Kilometer vor den Toren Valencias. Ein Großteil der Wettbewerbe fand auf dem dortigen Areal statt. „Vom Aufbau her war es super. Man hatte auf der einen Seite den Drift-Wettkampf auf dem Parkplatz und auf der anderen Seite GT- und Formel-Autos auf der Strecke“, sagt Löhner.

Moritz Löhner: FIA Motorsport Games wählten ungünstige Location

Der Forchheimer weiter: „Das war schon cool, weil man alles gleichzeitig gesehen hat. In der einen Stunde schaust du dir die GT-Fahrzeuge an, und dann gehst du 100 Meter auf die andere Seite der Strecke und schaust dir die Drift-Wettbewerbe an, was ziemlich cool war. Und eine halbe Stunde später fahren Rallye-Autos im Head-to-Head gegeneinander. Das war schon alles sehr cool.“

Weniger cool fand Löhner, dass die Sim-Racing-Wettbewerbe mehr oder weniger abgeschottet von allen anderen Events stattfanden: „Weil sich fast alles bei den FIA Motorsport Games an der Rennstrecke abgespielt hat, waren da natürlich auch die meisten Leute und die meisten Zuschauer. Es wäre wohl viel besser gewesen, wenn man alles im Fahrerlager der Rennstrecke aufgebaut hätte.“

Stattdessen wurden die virtuellen Rennen in einer Halle der berühmten „Stadt der Künste und Wissenschaften“ im Stadtzentrum ausgetragen. Damit traten Löhner und Co. zwar vor einer spektakulären Kulisse an, doch der Zuschauerandrang ließ spürbar zu wünschen übrig. Und auch die Location war von den Organisatoren ungünstig gewählt, wie der Forchheimer ausführt.

Sim-Racing-Wettbewerbe in Valencia fernab vom Geschehen

„Die Bühne war unterhalb eines Glasdachs aufgebaut“, berichtet Löhner. „Das heißt, die wenige Sonne, die wir in den letzten Tagen hatten ... Wenn sie mal rauskam, dann hatten wir sie beim Fahren ein wenig im Gesicht. Das war nicht so gut, weil man dann gegen die Sonne gefahren ist und fast nichts gesehen hat.“ Trotz der ungünstigen Voraussetzungen – die Stimmung war gut.

Löhner freute sich, in Valencia nicht nur auf alte Bekannte aus den virtuellen Rennen zu treffen, sondern auch auf die neuen Konkurrenten. Gerade sie sorgten für eine festliche Atmosphäre: „Das hat es fast noch interessanter gemacht, weil man viele neue Gesichter gesehen hat. Es gab auch einige Überraschungen. Es gab Fahrer, die aus dem Nichts kamen und vorne mitmischten.“

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Im virtuellen GT-Finale drückte Löhner dann seinem Kumpel Niklas Houben die Daumen. Und brachte ihm Glück: Houben gewann Silber für das Motorsport Team Germany. Er hatte damit den Erfolg eingefahren, den sich Löhner selbst im virtuellen Formel-4-Rennen erhofft hatte.

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