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Kunstrad
WM: Kohl will es sich und den anderen Sparten zeigen
Lukas Kohl will auch in Glasgow die Zuschauer von seinem einzigartigen Talent überzeugen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Lukas Kohl will auch in Glasgow die Zuschauer von seinem einzigartigen Talent überzeugen. // Wilffried Schwarz
Signet des Fränkischen Tags von Justus Posern
Kirchehrenbach – Showdown in Glasgow: Der „Lukinator“ ist noch immer hungrig und peilt den siebten Weltmeistertitel in Folge an. Dass die WM erstmals als Großereignis stattfindet, will er für seine Sportart nutzen.

Bleibt er das Maß aller Dinge? Lukas Kohl greift diesen Samstag nach seinem siebten Weltmeistertitel in Glasgow. Der Kunstradspezialist bestreitet im Rahmen der UCI-Radsport-Weltmeisterschaften, die seit dem 3. und noch bis 13. August in der schottischen Stadt stattfinden, seine siebte Weltmeisterschaft. „Es ist offensichtlich, dass ich als Favorit in den Wettkampf gehe, der Druck ist vorhanden, allerdings freue ich mich sehr auf die bevorstehende Herausforderung“, betont der 27-Jährige vom RSV Kirchehrenbach.

Schärfster Konkurrent aus Deutschland

Das Abschlusstraining und die vergangenen Wettkämpfe liefen sehr gut, daher blicke er zuversichtlich in Richtung Schottland. „Meine einzigen Gegner sind das Fahrrad, die Schwerkraft und ich selbst, alles andere kann ich nicht direkt beeinflussen“, erklärt Kohl. Der deutsche WM-Neuling Philipp-Thies Rapp aus Tailfingen stellt nur 2,1 Punkte weniger als Kohl auf und sollte ebenfalls das Finale erreichen.

Komplettiert wird das Favoriten-Trio im Einer der Männer vom für Spanien startenden Herrenberger Emilio Arellano, der mit 207,6 Zählern ins Rennen gehen wird. Zum Vergleich: Kohls Weltrekord steht bei 216,4. Rapp und Arellano seien die stärksten Konkurrenten und werden den Weltmeistertitel zusammen mit dem „Lukinator“ unter sich ausmachen, vermutet der Ebermannstadter.

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Erstmals finden fast alle Radsport-Disziplinen in einer gebündelten WM an einem Ort und zum gleichen Zeitpunkt statt. „Ich finde das eine Super-Sache für den Hallen- und Radsport. In Glasgow hoffe ich, viele Leute mit meinem Können zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass unsere Sportart zu unrecht unterschätzt wird“, sagt Kohl über das neue Format. Während der Vorbereitung hatte der 27-Jährige über mehrere Wochen einen Athleten aus Macau als Trainingsgast, der sich mit ihm zusammen auf den Wettbewerb vorbereitete.

„Es ist wichtig, den neuen Nationen aufzuzeigen, wie man sich gezielt verbessert, um diese auf längere Sicht betrachtet konkurrenzfähiger zu machen“, schildert Kohl, der seit 2018 mit der Nationaltrainerin Macaus und ihren Athleten in Kontakt steht. Er sehe es als ein gutes Projekt, das er ehrenamtlich neben seiner beruflichen Tätigkeit als Controller ausübt.

Lukas Kohl schaut in Glasgow andere Disziplinen an

Von Schottland und Glasgow selbst werde er nichts zu Gesicht bekommen, da er sich ausschließlich auf den Wettkampf fokussieren wolle. „Zwischen meinen Trainings und dem Wettbewerb schaue ich mir andere Disziplinen im Kunstradsport an, ansonsten versuche ich aber, mich auf mich selbst zu konzentrieren, um die bestmögliche Leistung abrufen zu können“, sagt der Dominator der vergangenen Jahre.

Schon seit Mittwoch befinde er sich mit dem deutschen Kunstradteam in Glasgow. „Am Donnerstag habe ich jeweils fünf Minuten, um auf der Trainings- und Wettkampffläche zu trainieren“, führte der Ebermannstadter am Ankunftstag aus. Die Vorrunde der Elite-Einer-Männer beginnt in Kleingruppen am Freitagmittag deutscher Zeit, Kohls fünfminütige Kür ist für Samstagmittag angesetzt. Das Finale der besten Vier soll am Samstagabend (21.20 Uhr) über die Bühne gehen. Am Montag – so der Plan – fährt Kohl mit WM-Titel Nummer 7 im Gepäck mit dem Team zurück nach Deutschland.

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