Konservative nehmen Angela Merkel ihren Satz vom 31. August 2015 bis heute übel.
„Wir schaffen das“ verkündete die damalige Bundeskanzlerin und meinte damit, die vielen Geflohenen erfolgreich in Deutschland zu integrieren.
Dieses Versprechen – das zumindest könnte man ihr übel nehmen – löste sie nicht ein. Ihre Regierung nicht und auch nicht ihre Nachfolger von der Ampel.
Noch immer müssen Geflüchtete monatelang warten, bis sie arbeiten dürfen. Noch immer sind die Wartelisten für Sprachkurse zu lang. Noch immer ist Integration in unser Bildungssystem nicht mehr als eine schicke Worthülse.
Geflüchtete, Bewohner, Behörden sind Leidtragende
Die Leidtragenden sind die Geflüchteten selbst. Abgesehen von einer Minderheit Unwilliger wird der große Rest in seinem Integrationswillen ausgebremst.
Die Leidtragenden sind auch die deutschen Bürger. Sie fühlen sich überfordert und alleine gelassen mit der gigantischen Aufgabe, aus den Fremden neben ihren Haustüren neue Freunde zu machen. Stets angestachelt durch tumbe Angsterzählungen ultrarechter Kräfte wie der AfD, welche das Heil des deutschen Volkes einzig im abgeriegelten Nationalstaat wähnen.
Die Leidtragenden sind auch die Verantwortlichen vor Ort, welche das wichtige Grundrecht auf Asyl tatsächlich umsetzen müssen.
Überforderte Verwaltungen, unterbesetzte Polizeiinspektionen und Verbände, denen die Ehrenamtlichen ausgehen. Dabei sind es gerade Letztere, ohne die bisherige Integrationserfolge – und davon gibt es viele – nicht möglich wären.
Alleine werden sie es aber nicht mehr lange stemmen können. Sie brauchen Geld, Personal, Unterstützung aus den Nachbarschaften und endlich ein ehrlich gemeintes „Wir schaffen das“.
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