Am heutigen Dienstag trifft sich im Bamberger Landratsamt der Planungsverband Oberfranken West. Auf der Tagesordnung steht da auch die Lange Meile zwischen Eggolsheim und Ebermannstadt. Die beiden Gemeinden haben beantragt, die Bergkuppe rund um den Feuerstein zum Vorranggebiet für Windkraftanlagen zu erklären und dafür das entsprechende Verfahren einzuleiten.
Für Windräder gibt es nur noch eine Umweltprüfung
Nach den mittlerweile gültigen Gesetzen, ist dies die einzige Umweltprüfung, bevor Windräder gebaut werden. Laut der Gemeinde Eggolsheim liege für rund ein Drittel der Flächen, auch schon die Zustimmung der Eigentümer vor.
Die Bürgerinitiative (BI) Pro Naturpark Fränkische Schweiz stellt dagegen nun fest: „Viele Grundstückseigentümer werden ihre Flächen nicht zur Verfügung stellen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Naturschützer. Für 54 Hektar im Kernbereich des Gebietes oberhalb von Gotzendorf und Tiefenstürmig lägen der Bürgerinitiative Unterschriften von Eigentümern vor, die das Projekt Windkraft auf der Langen Meile nicht wollen.
Bürgerinitiative will keine Windräder im Landschaftsschutzgebiet
Die Regierung von Oberfranken habe zugesichert, nicht „selbst aktiv in ein Landschaftsschutzgebiet zu planen“, es sei denn die Gemeinde wolle das ausdrücklich. Die Bürger von Eggolsheim stünden aber nicht so hinter dem Projekt, wie die Gemeinde behaupte, sagt Christian Amende von der BI, der selbst in Tiefenstürmig wohnt und dessen Familie auch Flächen auf der Langen Meile besitzt. Vielmehr plane die Gemeinde Eggolsheim über die Köpfe der Bürger hinweg.
„Es heißt immer, alle seien dafür“, kritisiert Amende. „Aber die Realität sieht anders aus.“ Das Gebiet rund um den Feuerstein sei seiner Meinung nach schützenswert – dafür spricht auch, dass das komplette Gebiet Landschaftsschutzgebiet ist. Auch gebe es bislang kein Konzept für die nötige Infrastruktur. So gebe es keine Stromleitungen, die die gewonnen Energie aufnehmen könnten. Auch fehle es an Straßen, um die Windräder und den Beton für die Fundamente an Ort und Stelle zu bringen. „Oder will man das mit dem Helikopter da rauf fliegen?“, fragt Amende. Er selbst nennt schnell andere Gebiete, etwa am Neuseser Berg bei Ebermannstadt , die wesentlich besser geeignet seien, aufgrund der dort bereits bestehenden Infrastruktur.
In der ursprünglichen Version hatten wir Christian Amende falsch und unvollständig wiedergeben. Er hat nie vorgeschlagen, Windräder in der Nähe von Neues an der Regnitz aufzustellen. Wir haben den Fehler korrigiert.
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