Update vom 17.04. um 13:30 Uhr:
Auch die Forchheimer FDP hat sich derweil schon auf einen Kandidaten für die kommende Bürgermeisterwahl entschieden. Während im Vorhinein der ein oder andere Name schon im Spiel war, trifft die Entscheidung der Partei nun ihren derzeitigen Ortsvorsitzenden Tino Reichardt.
FPD stellt Kandidaten auf
Der 46-jährige Unternehmer und Stadtrat will den kommenden Wahlkampf besonders bürgernah führen. „Forchheim kann mehr. Und ich bin bereit, es anzupacken“, erklärt er in seiner Ankündigung.
Die ganze Ankündigung auf fraenkischertag.de:
Originaler Artikel vom 15.04. um 15:00 Uhr:
Die CSU macht es vor: Die Forchheimer Christsozialen haben sich auf Martina Hebendanz als Oberbürgermeister-Kandidatin geeinigt und somit den Wahlkampf und das Rennen um den OB-Sessel offiziell eröffnet. Sie muss zwar noch am 30. April von der gesamten CSU-Stadtversammlung gewählt werden, gilt aber in Parteikreisen als so gut wie gesetzt.
Während sich eine Partei also bereits entschieden hat, fällt der Blick nun auf die anderen sechs Parteien, die sich in Forchheim im kommenden Jahr um die Bürgermeisterrolle buhlen. Wann entscheiden sich SPD, Grüne, AfD, FDP, JB und Freie Wähler für ihre Kandidaten?
Forchheim: SPD geht mit OB Kirschstein erneut ins Rennen
Wer sich bei der SPD um den Sitz im Bürgermeisteramt bemüht, sollte eigentlich schon klar sein, eine offizielle Nominierung steht aber noch aus. Derzeit stellen die Sozialdemokraten mit Uwe Kirschstein bereits den Oberbürgermeister.
Im Sommerinterview mit fraenkischertag.de erklärte das derzeitige Stadtoberhaupt auch bereits, dass er seine Arbeit als OB gerne weiterführen möchte: „Projekte, die ich anfange, möchte ich beenden, das war schon immer in meinem Berufsleben so. Es gibt einige laufende Themen, die sogar über den Wahltermin 2026 hinausreichen, wie das Haus der Begegnung. Deshalb sage ich auch gleich, gerne noch einmal das Amt bekleiden zu wollen. Darüber werden dann allerdings die Wählerinnen und Wähler entscheiden.“
Auch innerhalb seiner Partei gibt es den Wunsch, mit dem bisherigen Amtsinhaber weiterzumachen. „Ich würde es mir schon wünschen, dass er weiter macht“, erklärt der SPD-Stadtratsvorsitzende Reiner Büttner auf Nachfrage. Offiziell machen wollen es die Sozialdemokraten aber wohl erst nach der Sommerpause im Stadtrat. „Dann wird offiziell gewählt“, führt Büttner fort.
Die Grünen Forchheim: Entscheidung am 10. Mai
Auch die Grünen sind im Rathaus aktuell mit ihrer Bürgermeisterin bereits vertreten und stellen mit Annette Prechtel die Dritte Bürgermeisterin. Die Forchheimer Grünen befinden sich derzeit aber noch in der Findungsphase für die kommende Kommunalwahl, so gebe es wohl mehrere Kandidaten, die für die Partei potenziell ins Rennen geschickt werden könnten. „Wir wollen am 10. Mai in unserer Mitgliederversammlung über unsere Entscheidung beraten. Dann werden wir auch zeitnah verkünden, wer es werden soll“, erklärt die grüne Ortsverbandssprecherin Andrea Hecking auf Nachfrage.
Wen die Partei dieses Mal ins Rennen schicken wird, ist noch unklar. Mit ihrer Erfahrung als dritte Bürgermeisterin wäre es aber sicherlich nicht zu weit gedacht, dass auch Annette Prechtel erneut ein Auge auf den Titel des Stadtoberhaupts werfen könnte. Bei der ersten Überlegung wäre auch Fraktionsvorsitz Gerhard Meixner ein Kandidat. Er möchte sich allerdings nicht aufstellen lassen: „In meinem Alter und mit dreißig Jahren im Stadtrat lasse ich da lieber den jüngeren den Vortritt“, erklärt Meixner auf Nachfrage der Redaktion. Er nennt die Nominierung von Martina Hebendanz „respektabel“.
FDP verkündet Kandidaten in Kürze
Trotz letztlicher Rückschläge vor allem auf Bundesebene arbeitet auch die FDP an einer Kampagne, um vielleicht künftig den Bürgermeister oder die Bürgermeisterin zu stellen. Wer die Liberalen dann ins Rathaus führen soll, soll sich bereits morgen klären. „Am Mittwoch haben wir unsere Versammlung, wo dann auch aller Wahrscheinlichkeit nach jemand gewählt wird“, erklärt Kreisvorsitzender Tobias Lukoschek auf Nachfrage. Wer genau zur Wahl stehen wird, will Lukoschek allerdings nicht beantworten. Offiziell soll das Ergebnis dann im Anschluss bekanntgegeben werden.
Bei den Forchheimer Liberalen sticht eigentlich, wie so oft, wenn es um die FDP geht, nur ein Gesicht raus, das wohl am ehesten um den Bürgermeistertitel kandidieren würde. Nämlich der ehemalige Bundestags- und Landtagsabgeordnete Sebastian Körber. Zuletzt wollte er sich aber nicht über eine mögliche Kandidatur äußern.
Geht die AfD mit mehreren Kandidaten ins Rennen?
Auch die AfD macht sich Hoffnungen auf einen möglichen Sieg bei der Kommunalwahl und will auch entsprechend mindestens einen Kandidaten aufstellen. Das hat die Forchheimer Kreisvertretung bereits im Mai gegenüber dem FT bestätigt. Obwohl die in Teilen rechtsextreme Partei spätestens mit dem Austritt ihres einzigen Stadtrats-Mitglieds Matthias Machts im Mai 2024 über kein prominent vertretenes Mitglied mehr verfügt, wolle man laut dem Kreisvorsitzenden Oliver Hammrich sogar „nicht nur einen Kandidaten“ stellen.
Bis Redaktionsschluss hat die AfD auf Nachfrage noch kein aktuelles Statement zu ihren Plänen für die Kommunalwahl und die Aufstellung eines OB-Kandidaten abgegeben.
Forchheimer Junge Bürger bleiben außen vor
Auch die Forchheimer Jungen Bürger sind sich bereits im Bilde, wie sie sich auf die kommende Kommunalwahl vorbereiten. Dabei ist allerdings inzwischen auch klar, dass die Fraktion tatsächlich keinen Bürgermeisterkandidaten aufstellen wird. „Aktuell passt eine Bürgermeisterkandidatur einfach zu niemandem in der Fraktion. Sicherlich kann sich das Ganze innerhalb von einer Legislaturperiode ändern, aber 2026 wird unsere Partei keinen Kandidaten stellen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Philipp Blümlein auf Nachfrage.
Freie Wähler Forchheim: Entscheidung steht weiter aus
Während alle anderen Parteien bereits eine klare Entscheidung getroffen haben, ob sie denn jemanden als OB-Kandidaten aufstellen, steht über den Freien Wählern in Forchheim noch ein Fragezeichen. „Wir haben noch nicht ausgeschlossen, einen Kandidaten aufzustellen. Natürlich ist es für uns nur hilfreicher, auch zu sehen, wen denn die anderen Parteien aufstellen“, erklärt der erste Vorsitzende der Freien Wähler in Forchheim Manfred Hümmer. Ob die Partei einen Kandidaten aufstellt, soll sich endgültig bei der Jahreshauptversammlung im Mai entscheiden.
Wenn sich die Partei aber dazu einigt, einen Kandidaten aufzustellen, könnte sicherlich auch Hümmer selbst im Gespräch sein. Als erfahrener Stadtrat tritt auch er regelmäßig als Kritiker des derzeitigen Amtsinhabers Kirschstein auf und stand auch 2016 schon zur OB-Wahl. Zu möglichen Kandidaten wollte Hümmer sich aber noch nicht äußern.
So ging die letzte OB-Wahl in Forchheim aus
Bei den letzten zwei Oberbürgermeister-Wahlen konnte sich Uwe Kirschstein jeweils bei der Stichwahl gegen seine jeweiligen Gegner behaupten. Bei der vergangenen OB-Wahl 2020 kandidierten er, Udo Schönfelder (CSU), Annette Prechtel. Kirschstein erzielte im ersten Wahlgang mit 38,75 Prozent die meisten Stimmen, musste aber mit dem Zweitplatzierten, Schönfelder (er errang 33,25 Prozent) in die Stichwahl. Annette Prechtel hatte die Stichwahl verpasst. Sie erreichte 28 Prozent.
















