Viele kleinere Themen standen auf der Tagesordnung der jüngsten Marktgemeinderatssitzung im Rathaus. Eine Mitteilung von Bürgermeister Marco Trautner (FW/CSU) ließ jedoch aufhorchen. In das ehemalige Haus der Markt-Apotheke in der Ortsmitte von Muggendorf ziehen Asylbewerber ein, berichtete der Rathauschef.
Aus welchen Ländern die Asylbewerber kommen und wie viele Personen in der ehemaligen Marktapotheke untergebracht werden, dazu machte Trautner keine näheren Angaben.
Es handele sich um eine private Anmietung, auf die die Gemeinde keinen Einfluss habe.
Keine Angaben vom Landratsamt
Der Marktgemeinderat hatte sich in der Vergangenheit darüber beschwert, dass im Markt Wiesenttal überproportional viele Flüchtlinge untergebracht werden. So gibt es in Muggendorf drei und in Streitberg eine größere Asylbewerberunterkunft in einem ehemaligen Hotel.
Aus dem Landratsamt heißt es dazu auf Anfrage unserer Zeitung, der zuständige Abteilungsleiter sei im Urlaub, sein Stellvertreter könne dazu nichts sagen und der zuständige Sachbearbeiter im Sozialamt sei krank.
„Daher kann ich Ihnen derzeit leider nicht weiterhelfen“, teilt Pressesprecher Holger Strehl mit.
Weitere Themen der Gemeinderatssitzung
Der Schausteller für die Muggendorfer Kirchweih hat abgesagt. „Das enttäuscht mich schon sehr“, sagt Bürgermeister Marco Trautner Trautner und bittet darum, sich bei ihm zu melden, wenn jemand einen Ersatz für den Schausteller kennt.
Das Ortsschild von Neudorf ist schon wieder gestohlen worden. Der Schilderdieb hatte dafür das viel kleinere Ortsschild an den Pfosten geschraubt, das zuvor gestohlen wurde. Ähnliches wird aus Unterleinleiter berichtet. Trautner verweist darauf, das dies kein Kavaliersdelikt, sondern ein Straftatbestand ist.
Windpark
Gerhard Kraus (BBS) kritisierte den beabsichtigten Bau des Windparks auf der Langen Meile und bezweifelt, dass der Wind dort das ganze Jahr so bläst, dass sich dies rechnet. „Wenn wegen der Energiekrise die Landschaft der Fränkischen Schweiz dauerhaft verschandelt wird, habe ich damit ein Problem“, so Kraus.
Einstimmig beschloss der Rat schließlich keine Einwände vorzubringen und keine Stellungnahme abzugeben.
Neues aus der Schule
Weiter teilte Trautner mit, dass die sogenannten Jeki-Beiträge für die Muggendorfer Grundschüler in den kommenden Schuljahren schrittweise erhöht werden müssen, da im vergangenen Schuljahr ein Defizit von rund 4800 Euro festgestellt wurde.
Im vergangenen Schuljahr nahmen 37 Grundschüler am Jeki-Unterricht teil. Jeki steht für „Jedem Kind ein Instrument“. Grund für das Defizit sind die gestiegenen Kosten für die Neuanschaffung von Musikinstrumenten und die gestiegenen Kosten für die Musiklehrer. Seit zehn Jahren wurde der Jeki-Elternbeitrag nicht mehr angepasst.
Gestiegene Beiträge für Musikschule
Ab dem Schuljahr 2024/2025 steigt der Jahresbeitrag pro Musikschüler von 80 auf 100 Euro, was für die Eltern eine monatliche Mehrbelastung von 1,67 Euro bedeutet. Ab dem Schuljahr 2025/2026 erhöht sich der Jahresbeitrag auf 115 Euro. Die monatliche Mehrbelastung beträgt dann 2,29 Euro gegenüber dem heutigen Beitrag.
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