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Kita, Windkraft, Wohngebiet
Bürgerversammlung in Burk: Wohin mit dem Kindergarten?
Uwe Kirschstein (SPD), Oberbürgermeister Forchheims, stellte während der Bürgerversammlung im Stadtteil Burk den Fortschritt verschiedener Baupläne vor.
Uwe Kirschstein (SPD), Oberbürgermeister Forchheims, stellte während der Bürgerversammlung im Stadtteil Burk den Fortschritt verschiedener Baupläne vor. // Foto: Manuel Bogdahn
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Forchheim-Burk – Kindergarten, Windpark, Neubaugebiet? Die Entwicklung des Ortsteils wurde auf der Bürgerversammlung in Burk kritisch diskutiert. Welche Projekte laut OB Kirschstein stagnieren und wo es weitergeht.

Forchheim – Am Freitag (30. Mai) stellte sich Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein den Fragen der Bürger im Ortsteil Burk. Während der Bürgerversammlung blieb vor allem die Kita ein Dauerbrenner, aber auch bei anderen Themen kam Frust auf.

Nachdem sich bereits die Bewohner in den Ortsteilen Reuth und Kersbach zu Bürgerversammlungen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Forchheim, Uwe Kirschstein (SPD), austauschen konnten, war diesmal Burk an der Reihe. 

Windkraftanlagen für das Stromnetz Forchheim

Neben Kirschstein waren Vertreter des Stadtrates und Annette Prechtel (Die Grünen), dritte Bürgermeisterin Forchheims, anwesend. Diskutiert wurden die aktuellen Entwicklungen im Ortsteil, insbesondere die Themen Windenergie, Wohnungsbau, Schulerneuerung und der Bau des Kindergartens. 

Laut Kirschstein soll in dem Waldgebiet zwischen Burk, Buckenhofen und Hallerndorf eine Flächennutzung für Windenergie ausgewiesen werden, da diese weit genug von Siedlungsfläche entfernt wäre. Für dieses Vorhaben wären bereits Absprachen mit den Staatsforsten getroffen worden. Jene verwalten einen Teil des Waldgebietes.

Im Gebiet untere Markt sind sechs Windkraftanlagen geplant. Der Strom soll in die Anlagen des Forchheimer Netzes eingespeist und „dort verbraucht werden, wo er produziert wird“, wie Kirschstein erklärte.

Sanierungsbedarf bei Schule und Turnhalle

Bei dem Thema Turnhallensanierung gab es Fortschritte zu vermelden: Die Turnhalle der Schule in Burk solle noch Ende des Jahres fertiggestellt werden und mit einem neuen Energiekonzept, basierend auf Geothermie und Solarwärmepumpen, ausgestattet sein. Doch hier kam in der offenen Fragerunde schon die erste Kritik: Bürger wünschten sich auch eine Sanierung des Schulgebäudes selbst, insbesondere der Sanitäranlagen.

„Das Thema ist wirklich noch die katastrophalen Toiletten. Kann man da nicht etwas machen? Mein Sohn geht in die Schule und der verkneift sich den Toilettengang. Wenn es schlimm geht, sechs Stunden lang. Er rennt nach Hause und aufs Klo“, macht eine Anwohnerin ihrem Ärger Luft. Hier machte der Oberbürgermeister Hoffnung, dass die Toiletten verbessert werden könnten.

Burk: Wohin mit dem neuen Kindergarten?

Das Hauptdiskussionsthema, der Kindergarten Burk, brachte Kirschstein selber mit in die Runde. Geplant sei laut OB ein Kindergarten mit drei Krippengruppen und drei Kindergartengruppen für über hundert Kinder. Die Planungen am Standort Seetal wären jedoch gescheitert. Aufgrund des dortigen Überschwemmungsgebietes hätte kein Baurecht erteilt werden können.

Kirschstein brachte diesbezüglich einen älteren Vorschlag wieder auf den Plan: Die Kita könne auf der Freifläche der Schule entstehen. Unter den Anwesenden stieß diese Lösung auf wenig Zuspruch, da bereits einiges an Geld in die Planungsleistung für das Seetal-Gebiet geflossen sei. „Ich höre das jetzt so, dass hier Geld verbraten wird. Das hätte man sparen und für andere Projekte nutzen können“, ärgerte sich ein Burker. Ein anderer zeigte sich ebenfalls verständnislos: „Ich verstehe nicht, warum wir diese historische Chance verdaddelt haben“, erklärte er mit Blick auf die Baumöglichkeit im Seetal. 

Kirschstein räumte ein, dass der Parallelweg zu Beginn der Planungen im Jahr 2022 noch richtig erschien. Damals hätte die Stadt noch volle Kassen gehabt.

Plan für Neubaugebiet stagniert

Daneben geht es auch mit der Planung für ein Neubaugebiet nicht weiter. „Ich habe in der Hinsicht das Gefühl, dass der Ortsteil Burk vernachlässigt wird“, erklärte ein Anwohner.

Kirschstein gab offen zu, dass sich hier gegen eine Beschleunigung für die Planung und Genehmigung des Baugebietes entschieden wurde.

Bei dem Thema Lärmschutz zur A73 bot der Oberbürgermeister offen seine Hilfe an. Einige Burker finden den Lärmschutz nicht ausreichend. Das sei eine Sache des Landkreises, gab Kirschstein zu verstehen, erklärte sich aber bereit zu vermitteln.

„Ich würde es so sagen: Der normale Bürger ist eigentlich schon resigniert. Insofern waren einige interessierte Leute da - aber zufrieden geht keiner raus“, fasste Edmund Kainer, ehemaliger zweiter Vorstand des FC Burk, die Stimmung nach der Versammlung zusammen.

 

 

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