Auf dem 6700 Quadratmeter großen Areal einer ehemaligen Ziegelei in Unterstürmig soll auf Wunsch einer Eigentümergemeinschaft ein neues Baugebiet mit sieben Wohnhäusern entstehen. Der Marktgemeinderat Eggolsheim machte sich vor Ort ein Bild von dem Gelände und dem geplanten Bauvorhaben.
Als Baulücke präge das seit vielen Jahren brachliegende ehemalige Ziegeleigelände den Bereich entlang der Ziegeleistraße, erklärte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB). Bereits 2004 habe der Marktgemeinderat beschlossen, einen Bebauungsplan mit Grünordnungsplan „An der Ziegelei“ aufzustellen. Die Planungen wurde damals nicht weitergeführt.
Bebauungsplan „An der Ziegelei“
Die Eigentümergemeinschaft möchte nun mit den Planungen fortfahren und auf dem Gelände sieben Bauplätze für Wohnhäuser entstehen lassen. Im vergangenen Jahr sei dem Marktgemeinderat der Vorentwurf des Bebauungsplans „An der Ziegelei“ mit integrierter Grünordnung und die Änderung des Flächennutzungsplans für diesen Bereich durch das Planungsbüro TB Markert aus Nürnberg vorgestellt worden.
Hermann Klar erklärte in der aktuellen Sitzung des Marktgemeinderats, dass die Gebäudeoberkante unterhalb von zehn Metern liegen werde und die Gebäude entsprechend maximal zwei bis zweieinhalb Geschosse haben werden. Satteldächer seien zulässig und angepasst an die umliegende Wohnbebauung. Bebaut werde nur die Hälfte der Fläche, und eine 400 Quadratmeter große artenschutzrechtliche Ausgleichsfläche werde im Südosten vorgehalten und sei bereits erbracht.
Vor Ort in Unterstürmig stellten das Planungsbüro TB Markert aus Nürnberg, vertreten durch Herrmann Klar und Matthias Fleischmann, den aktuellen Planungsstand vor. Geladen waren neben dem Vertreter der Eigentümergemeinschaft Unterstürmig GBR, Lukas Schultheiß, der Firmeninhaber der angrenzenden Firma SE-Elektro, Günter Secknus, und die Geschäftsführerin der Umweltstation Lias-Grube, Ulrike Schaefer.
Nachbarschaft und Emissionen
Claus Schwarzmann wollte wissen, ob die nachbarschaftlichen Themen geklärt seien. Der Firmeninhaber fragte nach, wie sich das Mischgebiet, auf dem sich seine Firma befindet, und das nun neu angrenzende Wohngebiet nebeneinander vereinbaren ließen, da die Emissionsgrenzen unterschiedlich seien. „Bin ich dann eingeschränkt?“, fragte er nach.
Dies gelte auch für die angrenzende Lias-Grube, fügte der Bürgermeister hinzu. „Hat die Firma Bestandsschutz – zum Beispiel bei Sonntagsarbeiten?“, fragte Ulrike Nistelweck (FW) nach. „Was, wenn sich die Emissionen ändern?“, wollte Josef Arneth (WG EUK) wissen. Die Planer von TB Markert erklärten, dass die Behörden eingebunden seien und das angrenzende Mischgebiet im Vertrag berücksichtigt werde.
Beteiligungsverfahren geplant
Bürgermeister Schwarzmann bestätigte, dass es dafür ein anschließendes Beteiligungsverfahren gebe, an denen alle Bedenken vorgebracht werden könnten. „Was geschieht mit den Altlasten, die gefunden werden?“, wollte Martin Distler (Bündnis 90/Grüne) wissen.
Lukas Schultheiß erklärte dazu, dass aktuell das gesamte Gelände nach Altlast durchsucht und diese entsorgt und anschließend das Areal begutachtet würde. Für alle vorbereitenden Maßnahmen einschließlich der Entsorgung und dem Anlegen eines Reptilienmeilers würde die Eigentümergemeinschaft gerade rund 200.000 Euro investieren.
Der angrenzende Wanderweg bleibe erhalten und das Gelände könne nicht als Durchgangsstraße befahren werden, erklärten die Planer auf Nachfrage. Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, den Aufstellungsbeschluss von 2004 zu ändern, und billigte die Vorentwürfe.
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