Der Bebauungsplanentwurf für Unterstürmig „An der Ziegelei“ durch Hermann Klar vom Planungsbüro TB Market sorgte im Marktgemeinderat Eggolsheim zu diversen Nachfragen vor allem bei den jüngeren Ratsmitgliedern. Dort sei der Wunsch der Eigentümer, auf einem Entwurf von 2004 aufzusetzen und eine Wohnbebauung in zwei Reihen auszuführen.
„Mir ist es wichtig, dass die Zufahrt zu Lias-Grube nicht tangiert wird“, betonte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) mit Blick auf die Umweltstation. Zudem wollte er geklärt wissen, ob der angrenzende Betrieb selbst noch Weiteres vorhabe. Georg Eismann (CSU) äußerte Bedenken wegen möglicher Emissionen.
Zudem habe man damals die Firma extra ausgesiedelt, um frei von Nachbarschaft zu sein, ergänzte Schwarzmann. Die Zufahrt sei als gemischte Verkehrs- und Wegefläche vorgesehen, erklärte der Planer. Maßnahmen zum Emissionsschutz seien dann baulich im Wohngebiet umzusetzen.
„Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich diese Dimensionen gesehen habe“, brachte Martin Albert (JB) ein und regte an, sich das Gelände vor Ort anzusehen. Der Marktgemeinderat beschloss 19 Jahre nach der ersten Anfrage, sich die Örtlichkeiten anzusehen und den Aufstellungsbeschluss zunächst zu verschieben.
Rossmann und Aldi im Gespräch
„Warten wir mal ab, wie sich das weiterentwickelt.“ So kommentierte Bürgermeister Claus Schwarzmann den Sachstand zur Bauvoranfrage eines Verbrauchermarktes. Sowohl Aldi als auch die Firma Rossmann hatten Interesse bekundet. Aber weder Rossmann noch Aldi hätten sich „weiter gemeldet“, sagte Schwarzmann.
Zur Erinnerung: Die Regierung von Oberfranken hat bereits entschieden, dass für den Neubau eines Verbrauchermarktes mit weniger als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche kein Sondergebiet ausgewiesen werden müsse. Aldi hatte das Bauvorhaben auf dem Gelände des abgerissenen Autohauses gegenüber des Lidl-Verbrauchermarkts geplant. Daraufhin waren im Gemeinderat Stimmen laut geworden, die einen Drogeriemarkt einem zweiten Supermarkt vorziehen würden.
2,24 Millionen Euro eingeplant
Deutlich konkreter ist die Planung des Abwasserkanals in Richtung Schwedengraben: Wolfgang Harrer vom Ingenieurbüro Sauer und Harrer erläuterte dem Marktgemeinderat den Planungsstand. Der bisherige Mischwasserkanal würde zu einem Regenwasserkanal umfunktioniert und ein neuer, kleiner dimensionierter Schmutzwasserkanal in offener Bauweise erstellt werden.
Die 2018 errechneten Baukosten von mehr als eine Million Euro lagen damals mit 26,7 Prozent über den veranschlagten, weshalb die Ausschreibung 2019 aufgehoben worden sei. Nach den Preissteigerungen in den letzten Jahren liege die aktualisierte Kostenberechnung nun bei 2,24 Millionen Euro. Dazu würden noch notwendige Straßensanierungskosten von nahezu 1,7 Millionen Euro kommen, führte der Planer aus.
Bürgermeister Schwarzmann erklärte, dass die Wiederherstellung der Straße nach den Kanalmaßnahmen liegen gelassen werde und im Haushalt für 2026 zu berücksichtigen sei. Aber die Maßnahmen würden in die zukünftigen Gebühren einfließen, bestätigte Schwarzmann auf Nachfrage von Stefan Pfister (BB).
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