In weniger als einem Jahr ist es wieder so weit. Dann wählen die Gemeinden in ganz Bayern wieder ihre kommunalen Gremien und damit auch ihre neuen Rathauschefs. Gewählt werden dann die Bürgermeisterposten und Gemeindevertretungen der 29 Kommunen im Landkreis sowie der Kreistag selbst. Nicht überall wird der derzeitige Amtsinhaber gewinnen oder überhaupt zur Wiederwahl stehen. Wir haben also nachgefragt: Welche Bürgermeister wollen es nochmal wissen und welche Rathauschefs machen den Sitz freiwillig frei?
Kommunalwahl Forchheim: Diese Bürgermeister treten wieder an
Forchheim: Uwe Kirschstein
Die größte Kommune des Landkreises gleich zu Anfang: In der großen Kreisstadt Forchheim will Amtsinhaber Uwe Kirschstein seine seit 2016 bestehende Rolle weiterführen. Der 48-Jährige wird aller Voraussicht nach auch erneut von der Forchheimer SPD zum Spitzenkandidaten gekürt. Damit geht Kirschstein Stand jetzt gegen Martina Hebendanz (CSU), Manfred Hümmer (Freie Wähler) und Tino Reichardt (FDP) ins Rennen um den Ratshaussessel.
Neunkirchen am Brand: Martin Walz
Auch in Forchheim am zweitmeisten besiedelten Gemeinde besteht bereits eine klare Vorstellung, wie es weitergehen könnte. In Neunkirchen am Brand will sich Bürgermeister Martin Walz (CSU) erneut zur Wahl aufstellen lassen. „Ich sage ganz klar ‚Ja‘ zu einer erneuten Wiederwahl“, erklärt der 44-jährige gebürtige Neunkirchener auf Nachfrage von fraenkischertag.de. In seiner Heimatstadt leitet er seit der vergangenen Kommunalwahl 2020 die Gemeindegeschäfte.
Heroldsbach: Benedikt Graf von Bentzel
Gleiches gilt für Benedikt Graf von Bentzel (CSU), seines Zeichens Bürgermeister von Heroldsbach. Er möchte sich definitiv wieder zur Wahl aufstellen lassen. „Der Plan ist, der Gemeinde und ihren Bürgern auch weiterhin meine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen“, sagt er. Der 57-Jährige gewann 2020 ebenfalls die Kommunalwahl in Heroldsbach und ist seitdem Bürgermeister. Gleichzeitig ist er seit 2001 Eigentümer, Inhaber und Schlossherr des Erlebnisparks Schloss Thurn. Sowohl von Benzel als auch Walz waren zuletzt immer wieder für eine CSU-Kandidatur um den Landratsposten gehandelt worden. Dem Anschein nach wollen sich die beiden CSU-Männer aber doch lieber der Arbeit in der eigenen Kommune widmen.
Gräfenberg: Ralf Kunzmann
Quasi am anderen Ende des Landkreises gibt es auch schon eindeutige Erkenntnisse. In Gräfenberg will Bürgermeister Ralf Kunzmann (FW), wenn es der Wähler denn gestattet, sein Amt weiterführen. „Es ist ein sehr schönes Amt, das ich auch ab 2026 weiterführen möchte. Ich denke, es würde der Stadt auch einfach eine gewisse Beständigkeit geben“, sagt Kunzmann auf FT-Nachfrage.
Pinzberg: Elisabeth Simmerlein
Ebenfalls seit 2020 im Amt ist Elisabeth Simmerlein (FW) in Pinzberg. Die 35-Jährige ist eine von fünf Frauen in einem Bürgermeisteramt im Landkreis Forchheim. Nach ihrer ersten Wahlperiode will sie auch geschlossen weitermachen. „Ich habe die Lust an diesem Amt noch auf keinen Fall verloren“, bekräftigt Simmerlein im Gespräch mit der Redaktion.
Diese Bürgermeister werden 2026 ebenfalls wieder antreten (Stand 2. Juli)
- Edmund Ulm (CSU) – Markt Igensdorf
- Marco Trautner (FW) – Markt Wiesenttal
Eggolsheim, Weißenohe, Kirchehrenbach: Dienstälteste treten ab
Kirchehrenbach: Anja Gebhardt
Eine langjährige Kommunalpolitikerin aus dem Landkreis will ihr Amt dagegen ab 2026 nicht mehr weiterführen. „Nach dann 18 Jahren im Amt gebe ich den Titel im kommenden Jahr ab“, bestätigt Kirchehrenbachs Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD). Die 53-Jährige leitet seit 2008 die Geschäfte in der rund 2.200 Einwohner großen Gemeinde. Für sie wäre der Zeitpunkt nun passend, einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin das Bürgermeisteramt abzugeben.
Eggolsheim: Claus Schwarzmann
Ähnlich ergeht es auch Eggolsheims Bürgermeister Claus Schwarzmann. Fünfmal wurde Schwarzmann auf den Bürgermeistersessel gewählt. „Fünf erfolgreiche Wahlgänge sind eine besondere Ehre, doch nun ist es Zeit für einen Wechsel“, sagt Schwarzmann auf Nachfrage. 2026 wird seine Amtszeit also zu Ende gehen. Mit dreißig Jahren im Amt gehört er damit zu den dienstältesten Bürgermeistern im Landkreis Forchheim.
Weißenohe: Rudolf Braun
Genauso lange übt auch schon Rudolf Braun (FW) das Bürgermeisteramt in Weißenohe aus. Erst vor kurzem feierte er seinen 75. Geburtstag. Nach ebenfalls fünf erfolgreichen Wahlperioden will Braun nach der Kommunalwahl 2026 das Amt an seinen Nachfolger oder Nachfolgerin abgeben.
Landkreis Forchheim: Fragezeichen bei zwei Bürgermeisterinnen
Kleinsendelbach: Gertrud Werner
Noch kein klares Bild über die eigene Zukunft gibt es in Kleinsendelbach. Amtierende Bürgermeisterin Gertrud Werner hat sich bislang noch nicht entschieden, ob sie auch 2026 den Bürgermeisterposten in ihrer rund 1500 Einwohner großen Gemeinde weiter ausüben will. In ihrer Wählergruppe will man sich aber demnächst über das weitere Verfahren austauschen.
Ebermannstadt: Christiane Meyer
Aus ganz anderen Gründen ist in Ebermannstadt derzeit noch unklar, wie es mit der eigenen Zukunft weitergehen soll. Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) wartet indes noch auf die Entscheidung anderer Gremien, um mehr über die eigene Zukunft sagen zu können. „Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, doch bis an anderen Stellen nicht alles eindeutig ist, kann ich, was meine Zukunft in der Kommunalpolitik angeht, nichts Genaues sagen“, bekräftigte die 53-Jährige auf Nachfrage vergangene Woche.
Zwischen den Zeilen gelesen ist damit wohl von der Aufstellung der Kandidaten zur Landratswahl die Rede. Als eine der prominenteren Politikerinnen der Freien Wähler, wird sicher auch Meyers Name auf der Liste der möglichen Landratskandidaten stehen. Aktuell halten sich aber bis auf die CSU, die vergangene Woche drei mögliche Kandidaten für das Landratsamt vorstellte, noch alle restlichen Parteien sehr bedeckt, was die Kandidatenwahl angeht.
Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.





















