„Millionengrab“, „Steuerverschwendung“, „BER 2.0“, wer sich in den sozialen Medien mal hin und wieder über das Forchheimer Rathaus und dessen Sanierung informiert, wird zumeist auf Kritiken in dieser Richtung treffen. Denn die Kosten für die Sanierung des historischen Gebäudes schießen weiter in die Höhe. Inzwischen liegt der Preis für die Sanierung bei stolzen 45 Millionen Euro, vor zehn Jahren wurde dagegen noch eine Summe von rund zehn Millionen Euro veranschlagt.
Forchheim präsentiert Baustellenfortschritt
Für diese Kostenexplosion landete das Sanierungsprojekt erst kürzlich im Schwarzbuch der Steuerverschwendung des Bunds der Steuerzahler (der FT berichtete). Doch trotz Kritik und Schwarzmalerei wird das Rathaus weiterhin von oben bis unten saniert. Umso schöner sind für die Stadt dann sicherlich Termine, wie an diesem Freitag, bei denen sie den aktuellen Baufortschritt fast schon feierlich vorstellen. Bei einer Tour der Baustelle für Medienvertreter und Stadträte informierten die Bau-Zuständigen über den Fortschritt der Sanierungen.
Bauarbeiten im Zeitplan
Die beste Nachricht zuerst: Aktuell sind die Stadt und die entsprechenden Bauherren guter Dinge, die Bauarbeiten zum Jahresende 2026 abzuschließen. „Aktuell sieht alles danach aus, dass wir den Bau Ende 2026 abschließen und dann zum Jahresanfang mit dem Betrieb starten können“, erklärt Projektsteuerin Claudia Stumpf, die die Tour der Baustelle durchführt.
Auch so gehen die Arbeiten an der Baustelle gut voran. „Bis Winteranfang wollen wir die Fenster einsetzen, damit der Innenraum zeitnah wetterfest wird“, führt Stumpf fort. Eines der neuen Fenster hängt bereits in einem zukünftigen Präsentationsraum des Oberbürgermeisters als Muster. „Wenn das geschafft ist, können die Innenarbeiten auch ohne Probleme über den Winter weiter laufen“, so Stumpf.
Erste Gerüste verschwinden
Im Winter sollen dann auch schon die ersten Gerüste an der Baustelle weichen, vor allem im Inneren der Baustelle, zwischen der St. Martins Kirche und dem Rathausbau. „Hier sind die Fassadenarbeiten schon gut fortgeschritten“, berichtet Stumpf auf ihrer Baustellen-Tour.
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