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Hohe Gefahr in der Region
Wie Forchheims Förster Waldbrände verhindern wollen
Im Markwald bei Baiersdorf kam es in dieser Woche zu einem Waldbrand. Wie schützen Forchheimer Förster ihre Wälder vor der Gefahr?
Im Markwald bei Baiersdorf kam es in dieser Woche zu einem Waldbrand. Wie schützen Forchheimer Förster ihre Wälder vor der Gefahr? // Foto: Kreiswehr Erlangen-Höchstadt/ Weber
LKR Forchheim – Mit der aktuellen Hitze steigt Brandgefahr. In den Forchheimer Wäldern ist nun höchste Vorsicht gebunden. Wie die Förster gegen die Brandgefahr arbeiten.

Wegen enormer Hitze, wenigen Niederschlägen und heftiger Sonneneinstrahlung stehen die Wälder der Region auch in diesem Jahr unter extremen Bedingungen. Schon ein einzelner Funken kann bei diesen Bedingungen Dutzende Quadratmeter Wald entzünden. Entsprechend sind auch die für die Forchheimer Wälder zuständigen Förster in höchster Alarmbereitschaft. Auch in den heimischen Wäldern könnte es in jedeerzeit zu heftigen Bränden, wie zuletzt im Tennenloher Forst und in der Nähe von Baiersdorf, kommen. Die zuständigen Staats- und Stadtförstereien unternehmen indes ihr Möglichstes, um die Gefahr kleinzuhalten.

Wie Forchheims Förster Waldbrände verhindern wollen

„Komplett aufhalten kann man einen Waldbrand leider nie“, erklärt Stephan Keilholz. Er leitet den Forstbetrieb Forchheim, der für die Staatswälder von Erlangen bis Bamberg zuständig ist. In einem dieser Staatswälder kam es am Montag zu einem Waldbrand,in der Nähe von Baiersdorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt). „Durch diese extreme Trockenheit und die Hitze leiden die Wälder sowieso schon sehr“, berichtet Keilholz weiter.  

Stattdessen können die Förster aber ihre Wälder möglichst vor Bränden schützen und im Ernstfall auf die Situation richtig vorbereitet sein. „Was besonders hilft, ist einfach ein diverser Wald mit verschiedenen Baumarten“, sagt Keilholz weiter. So wären reine Nadelwälder sehr viel anfälliger für hohe Temperaturen und Brände. „Wenn in diesem Wald aber auch Laubbäume stehen, entsteht auch mehr Schatten und der Boden kann nicht so sehr austrocknen und aufheizen“, erklärt der Forstbetriebsleiter.

Stadtförsterei baut Wälder um

Auch in den Forchheimer Stadtwäldern kümmert sich die Stadtförsterei bereits darum, die Wälder langfristig auf die sich wandelnden Klimaverhältnisse anzupassen. So werden auch hier vermehrt Laubbäume gepflanzt. „Gleichzeitig gibt die Stadtförsterei bevorzugt dürres Holz entlang der Forststraßen regelmäßig an die Bevölkerung ab, um möglichst breite Schneisen gegen die Ausbreitung eines Feuers zu erzielen“, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Hohe Gefahrstufe in Forchheim

Trotz dieser diversen Vorkehrungen steht die Waldbrandgefahr derzeit auf Stufe vier von fünf in Forchheim. Im Nachbarlandkreis Erlangen-Höchstadt, für den der Forstbetrieb Forchheim ebenfalls zuständig ist, ist sogar die maximale Warnstufe erreicht. „Am Boden können wir ansonsten nicht viel tun. Einen Waldbrand erspäht man am ehesten aus der Luft“, sagt Keilholz. Beobachtungsflüge werden besonders an den Wochenenden in beiden Landkreisen durchgeführt.

Forstbetrieb Forchheim: Vorsicht für Waldbesucher

Waldbesucher sollten in der derzeitigen Situation auch ganz besonders auf ihr Verhalten achten, um eben nicht selbst einen Waldbrand auszulösen. „Am allerwichtigsten ist da natürlich das Rauchverbot“, erklärt Keilholz. Ein glühender Zigarettenstummel kann schnell zum Auslöser eines Waldbrands werden.

Die Forchheimer Stadtförsterei erlaubt indes das Parken von Autos nur auf befestigten Flächen. Heiße Autoteile könnten nämlich trockenes Gras in Brand setzen.

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