Am Donnerstag verwandelte sich die Wendeschleife in der Konrad-Ott-Straße in Forchheim in den Treffpunkt einer ambitionierten Umweltschutzaktion, organisiert durch den Verein „Forchheim for Future“.
Mit tatkräftigem Einsatz und einer klaren Mission kamen zahlreiche Freiwillige zusammen, um die wachsenden Müllmengen in der Stadt zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen. Diese regelmäßigen Aktionen – durchgeführt an jedem zweiten Donnerstag im Monat – sind mittlerweile fester Bestandteil des Vereinskalenders und richten sich an alle, die etwas für die Umwelt tun möchten.
Siemens Healthineers unterstützt Clean-up-Day in Forchheim
Besonderes Augenmerk verdient die Gruppe von Siemens Healthineers. Zehn engagierte Volontäre trugen zusammen mit ihrer Gruppenleiterin Sigrun Klein maßgeblich zum Erfolg der Aktion bei. Die Initiative wird durch ihren Arbeitgeber unterstützt, der die Mitarbeitenden monatlich acht Stunden für ehrenamtliches Engagement freistellt – ein Zeichen gelebter sozialer Verantwortung.
Clean-up-Day in Forchheim: Motivierte Gruppe
Die Motivation der Gruppe war deutlich zu spüren: Jeder Teilnehmer brachte nicht nur Energie, sondern auch spürbaren Teamgeist und Überzeugung mit. Felix Noack, Initiator der Aktion und Vertreter der Naturschutzjugend (Naju) im Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV), äußerte sich kritisch zur aktuellen Entwicklung in Forchheim.
„Während wir in ländlichen Gebieten wie Dormitz positive Veränderungen feststellen, steigt die Müllmenge in der Stadt besorgniserregend an.“ Das verdeutlicht die Bedeutung solcher Aktionen, die nicht nur der Reinigung der Umgebung dienen, sondern auch Bewusstsein schaffen.
Dies unterstreicht auch die Anwesenheit eines Kamerateams des Bayerischen Rundfunks (BR) an diesem Nachmittag. Innerhalb kürzester Zeit sammelten die freiwilligen Helfer beachtliche Mengen an Müll ein. Besonders ins Auge stachen Plastikflaschen, Verpackungen, Glasflaschen und Zigarettenkippen – letztere stellen aufgrund ihrer Schadstoffbelastung und der extrem langen Zersetzungszeit eine besondere Gefahr dar.
Kippen sind echte Gefahr für die Umwelt in Forchheim
Deshalb hat der Verein in Zusammenwirken mit den ortsansässigen Schützenvereinen eine Aktion gestartet: Leere Dosen für Luftgewehrmunition werden zu mobilen Aschenbechern umfunktioniert. Sie werden im Büro des Vereins „Forchheim for Future“ in der Sattlertorstraße 6 in Forchheim abgegeben.
Die monatlichen Einsätze des Vereins haben nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die Sauberkeit der Stadt, sondern verfolgen langfristige Ziele: Durch die kontinuierliche Sensibilisierung der Bevölkerung und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen sollen nachhaltige Strukturen geschaffen werden.
Der Verein plant zukünftig auch Projekte, die sich gezielt mit der Renaturierung von Lebensräumen und der Förderung der Artenvielfalt befassen. Workshops und Bildungsprogramme, speziell für Kinder und Jugendliche, stehen ebenfalls auf der Agenda.
Jede kleine Tat zählt bei der Forchheimer Aktion
Die jüngste Umweltschutzaktion zeigt, dass der Kampf gegen Umweltverschmutzung durch Engagement und Zusammenhalt entscheidend vorangetrieben werden kann. Jede noch so kleine Tat zählt, und gemeinsam können große Veränderungen erreicht werden.













