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Bürgerbeteiligung angestrebt
Besondere 15 Hektar große PV-Anlage bei Sollenberg geplant
Eine Anlage wie diese soll bei Sollenberg entstehen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Eine Anlage wie diese soll bei Sollenberg entstehen. // Animaflora PicsStock – adobestock.com
Gräfenberg – Bei Sollenberg soll eine Solaranlage mit rund 15 Hektar entstehen. Das Besondere an dieser Agri-PV-Anlage: Unter den Photovoltaikflächen soll weiterhin Landwirtschaft betrieben werden können.

Eine 15-Megawatt-PV-Freiflächenanlage möchte die Firma MRplangroup zwischen Gräfenberg und Sollenberg errichten und fragte bei der Stadt an. „Es ist eine ziemlich große Anlage. Die Rede ist von einer Agri-Anlage“, erklärte Zweiter Bürgermeister Hans Derbfuß (CSU) und redete von einer dafür benötigten Fläche von fast 15 Hektar Land.

Sollenberg: 15 Hektar große Agri-PV-Anlage geplant

Derbfuß regte an, die Firma einzuladen, gebe es doch viele Fragen. Beispielsweise, ob es eine Blendwirkung zu dem Baugebiet West III in Gräfenberg gebe. Die angefragte Fläche betrifft Gemarkungen Lilling und Gräfenberg.

Geteilter Meinung

Wegen der PV-Flächen und der Anfrage seien auch die Bürger der Orte Sollenberg und Lilling geteilter Meinung. Grünen-Stadtrat Matthias Striebich stimmte dem Vorschlag zu und regte an, der Firma vorab schon Fragen und wichtige Gesichtspunkte für ein Konzept zu schicken. „Agri-PV ist ein guter Ansatz“, fügte Striebich noch hinzu.

Allerdings stehe hinter einer der genannten Gemarkungen eine Streuobstwiese. Diese sollte nicht mit PV vollgestellt werden. „Die Bäume sollen bleiben“, betonte Striebich. Die Fläche könne mit gepachtet werden, aber als Ausgleichsfläche ausgespart werden. Wichtig war Striebich ebenfalls, die Bürgerbeteiligung auf die Agenda zu setzen. Er erhoffe sich damit mehr Akzeptanz der PV-Fläche in der Bevölkerung.

Bürgerbeteiligung war auch für Werner Wolf (FW) das Stichwort. Doch während Striebich mit Bürgerbeteiligung eine finanzielle Beteiligung meinte, dachte Wolf an die rechtzeitige Bekanntmachung und Veröffentlichung des Vorhabens im Amtsblatt, bevor ein Bebauungsplan in die Wege geleitet werde. Trotzdem hatte Werner Wolf Bedenken.

Zum einen handele es sich um gute landwirtschaftliche Flächen, zum anderen gehe es bei der angefragten Freiflächenanlage um eine Agri-Anlage, die kostenintensiver sei. Alles Fragen und Kriterien, die von der Firma im neuen Jahr beantwortet werden sollten.

Nicht im PV-Flächenkonzept

Zwiegespalten war CSU-Fraktionsvorsitzender Lars Laufer. Zum einen ging die Initiative nicht von den Grundstückseigentümern, sondern von der Firma aus, zum anderen habe man schon in Kasberg und Rangen große PV-Flächen. Zudem sei die nun angefragte Fläche nicht im PV-Flächenkonzept. Wenn man zu den im Konzept festgelegten Flächen die nun angefragte hinzunehme, würde die Gesamtfläche um ein Vielfaches den Ort Sollenberg übertreffen.

Die Bürgerbeteiligung findet er besonders wichtig, nicht nur wegen des großen Naherholungsgebiets. Zudem: „Die Energiewende in Deutschland wird nicht daran scheitern, wenn Gräfenberg 15 Hektar weniger PV-Fläche hat.“

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