Tipp des Tages
Der geheime Blick hinter die privaten Gartentüren
Der ressourcenschonende Garten der Familie Schmitt liegt in Forchheim im Ortsteil Burk.
Der ressourcenschonende Garten der Familie Schmitt liegt in Forchheim im Ortsteil Burk.
Foto: Landratsamt Forchheim
LKR Forchheim – Am "Tag der offenen Gartentüre" können Besucher vier verschiedene Gartenarten im Landkreis Forchheim bewundern. Die wichtigsten Infos im Überblick.

Die Veranstaltung „Tag der offenen Gartentüre“ findet nach zweijähriger Pause wieder statt. Die Gärten im Landkreis Forchheim sind jeweils am Sonntag, 26. Juni, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Eröffnung findet um 14 Uhr durch Landrat Hermann Ulm und dem Kreisvorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau, Reinhardt Glauber, bei Brigitte und Günther Eichler in Sollenberg bei Gräfenberg statt. Die nachfolgenden Gärten können besichtigt werden.

1. Der Künstlergarten

Der am Rüsselbach gelegene Hanggarten in Kirchrüsselbach besticht durch viele Natursteinmauern und angelegten Terrassen. Die liebevoll zusammengetragenen und aufgeschichteten Mauern bieten viel Platz für eine kleinstrukturierte und wechselhafte Bepflanzung.

Die reiche Pflanzenvielfalt und Baumvielfalt ist beeindruckend. Im gesamten Garten wird auf den Einsatz von Chemie verzichtet. So werden Kulturschutznetze gegen Gemüsefliegen eingesetzt.

Rüsselbach begrenzt den Garten

Durch den Garten hindurch kommt man am unteren Ende zum Rüsselbach, der den Garten unterhalb begrenzt. Dieser Bereich wird besonders extensiv bewirtschaftet und bleibt bis auf wenige Ausnahmen naturbelassen. Eine reiche Auswahl an Obstbäumen und -sträuchern ist ebenso vertreten wie auch die unterschiedlichsten Baumformen. Diese reiche Auswahl an Obst und Gemüse dient der Familie zur gesunden Ernährung als Selbstversorger.

Besonderheit: Es werden Bilder des Künstlers Rudolf G. Meier ausgestellt.

Anfahrt: Kerstin und Rudolf Ott, Kirchrüsselbach 5 a; nach dem Ortseingang in Kirchrüsselbach, links den kleinen geschotterten Weg nehmen (zu Fuß); Parken: entlang der Hauptstraße in Kirchrüsselbach.

2. Der ressourcenschonende Garten

Der naturnahe Stadtgarten der Familie Schmitt liegt in Forchheim im Ortsteil Burk. Bereits im Vorgarten fällt einem die markante Linde auf. Hinter dem Haus eröffnet sich eine weitläufige Rasenfläche, welche zur Schonung von Nützlingen nur partiell gemäht wird.

Blühflächen für Insekten

Blühflächen für Insekten und Schmetterlinge runden das schöne Gesamtbild ab. Obstbäume verschiedenster Arten ergänzen den Garten zu einen kleinen Paradies. Besonders der große, alles überragende Nussbaum prägt das Gesicht des Gartens.

Ein eingewachsener Gartenteich stellt gerade in sehr trockenen Sommern eine Erfrischung für die Tierwelt dar. Auch für die Erholung stehen zahlreiche Sitzmöglichkeiten zur Verfügung. Gartenabfälle werden direkt kompostiert.

Kein Leitungswasser wird zum Gießen verwendet

Besonderen Werte legt Familie Schmitt aus eine schonende Trinkwasserverwendung. So wird im gesamten Garten kein Leitungswasser zum Bewässern der Beete und des Rasens verwendet. Im ganzen Garten befinden sich Regentonnen, welche über ein ausgeklügeltes System miteinander verbunden und an den Dachflächen zur Sammlung von Regen angeschlossen sind.

Besonderheit: Regenwasserspeicherung von über 5000 Litern.

Anfahrt:  Annelore und Reinhold Schmitt, Frankenau 21, Forchheim-Burk; über die Adenauer-Brücke (Kanal), zweite Straße rechts Tannenweg, am Ende vom Tannenweg (nach 250 Metern) das erste Anwesen rechter Hand. Kennzeichen: große Linde vor der Doppelgarage; Parken: In der Frankenaustraße oder angrenzenden Straßen.

Der Garten von Brigitte und Günter Eichler ist besonders vogelfreundlich.
Der Garten von Brigitte und Günter Eichler ist besonders vogelfreundlich.
Foto: Landratsamt Forchheim

3. Der vogelfreundliche Garten

Der Garten von Brigitte und Günter Eichler hat eine stolze Größe von 1800 Quadratmetern. Im blühenden Staudengarten befinden sich über 175 verschiedene Rosenarten und -sorten. So wird man bereits am Eingang von einer dunkelroten Kletterrose mit einer gewaltigen Blüten- und Farbenpracht begrüßt.

Am Scheunengiebel befinden sich über 20 Nistkästen für Stare. Im weiteren Verlauf eröffnet sich ein wahres Blütenmeer. Neben dem Ziergarten gibt es auch Blühflächen für Insekten. Ein Totholzberg sowie verschiedene Natursteinskulpturen stellen Oasen und Rückzugsorte für verschiedenste Tierarten dar.

Viele verschiedene Obstarten

Ein Naturteich mit Bachlauf und Wasserfall sorgt für ein gutes Klima im Garten und stellt eine Trinkstelle für Vögel dar. Im Obst- und Gemüsegarten gibt es eine große Auswahl an den verschiedensten Obstarten. Um sich zu entspannen, gibt es neben einem Pavillon und der Fachwerklaube weitere Sitzmöglichkeiten. Der Garten stellt eine hervorragende Kombination aus Nutz- und Ziergarten mit ökologischer Ausrichtung da.

Besonderheit:   Garten mit vielen Nistkästen für verschiedene Vogelarten

Anfahrt: Brigitte und Günther Eichler, Sollenberg 11 a; Anfahrt: von Gräfenberg die erste Straße rechts in Sollenberg, dann nach circa 100 Metern auf der rechten Seite; Parken: im gesamten Ort und am Feuerwehrhaus

Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Leutenbach pflegen diesen naturbelassenen Garten.
Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Leutenbach pflegen diesen naturbelassenen Garten.
Foto: Landratsamt Forchheim

4. Der Vereinsgarten Leutenbach

Der naturbelassene Zier- und Nutzgarten wird durch die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Leutenbach gepflegt und unterhalten. Der im Talgrund nahe am Bach befindliche Garten wartet mit einen einladenden Besucherschild auf und ist auch sonst frei zugänglich. Zwei Ginkobäume empfangen die Gäste.

Im weitflächigen Garten befindet sich ein mit Kletterrosen und Clematis bewachsener Pavillon. Alte Apfelbäume flankieren den Garten zur gegenüberliegenden Seite, der Bergseite hin. Ein imposanter, alter Nussbaum überragt große Teile des Hanges.

Rarität: Apfelsorte im Konzentrationslager gezüchtet

Als Rarität steht eine Nachzucht des Korbiniansapfels, welcher von Pfarrer Korbinian Aigner im Konzentrationslager Dachau gezüchtet wurde. Außerdem ein alter Hochstamm Sanddorn, eine Esskastanie sowie eine Leutenbacher Mehlbeere, von den es nur noch wenige Exemplare gibt.

Lesesteine sind zu Haufen aufgeschüttet und stellen Rückzugsorte für Eidechsen dar.

Anfahrt: Am Mühlweiher, an der Kirche Richtung Ortsmitte/Sportplatz abbiegen, nach 100 Metern gerade voraus; arken: Parken: im Umfeld sind Parkplätze vorhanden oder im Ort.

 

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