Ella ist sehr hübsch. Sie hat stahlblaue Augen, ein seidig glänzendes schwarzes Fell, ist sehr zutraulich und drei Jahre alt. Die Mischlingshundedame aus Husky und Border Collie mit Namen Ella aus Wichsenstein hat ein wahres Martyrium hinter sich, was die meisten Hunde nicht überleben.
Wie sich Husky-Mischling Ella zurück ins Leben kämpfte
Ella ist einer der ganz seltenen Hunde, die dank ihres Frauchens, Katja Ringler, eine Tetanus-Infektion, also eine Blutvergiftung, überlebt haben. Für Katja Ringler ist es wichtig, Hundebesitzer zu sensibilisieren und ihr Tier nicht aufzugeben, wenn es diese äußerst seltene Krankheit bekommt. Rund 3000 Euro hat sie die Behandlung ihrer geliebten Hündin gekostet, bis sie nach einem langen Kampf gegen den Tod sich mit dem Haustier wieder freuen kann. Aber es sei jeden Cent wert gewesen, wie Katja Ringler sagt, die ein Tagebuch über den Kampf zur Rettung von Ella geführt hat.
Wir schreiben Montag, den 6. Januar 2025 – ein Feiertag: Dreikönig. Während in Pottenstein die größte Lichterprozession in der Fränkischen Schweiz stattfindet, unternimmt Katja Ringler mit Ella einen Ausflug nach Baiersdorf auf den dortigen Hundeplatz. Dort können Hunde toben und sich frei bewegen. Danach hinkt Ella, hält die linke Vorderpfote hoch.
Zustand wird immer schlimmer
Zwei Tage später wird ihr Zustand schlimmer. Ein Besuch beim Tierarzt bringt keine neuen Erkenntnisse. „Nur an einem Ballen war Ella empfindlich, sie bekommt eine Bandage und ein Schmerzmittel“, schreibt Katja Ringler in ihr Hundetagebuch.
Neun Tage später erneuter Termin beim Tierarzt. „Die Augen fallen immer mehr zu und sie röhrt so komisch beim Schnüffeln“, schreibt Katja Ringler. Der Tierarzt röntgt die Pfote, aber es ist alles in Ordnung. „Wir dachten, es ist eine allergische Reaktion auf das Schmerzmittel“, berichtet Ringler. Daraufhin bekommt Ella ein paar Tage später in der Annahme auf eine allergische Reaktion auf das Schmerzmittel eine Cortisonspritze, einen Tag später noch eine. Die Symptome werden aber immer schlimmer.
Am 21. Januar vermerkt Katja Ringler in ihrem Tagebuch: „Der Kopf schwillt an, der Gang wird unsicher und sie speichelt und zittert.“ Einen Tag danach wieder beim Tierarzt. Die Symptome haben sich drastisch verschlechtert, Ella kann kaum mehr laufen, die Pupillen sind geweitet, sie nimmt ihre Umwelt nicht mehr wahr.
Also ab in eine Tierklinik nach Nürnberg. Dort fällt dann zum ersten Mal das Wort „Tetanus“. Ella kommt gleich auf die Intensivstation der Tierklinik. Die Diagnose der Tierärztin dort lautet eindeutig Tetanus. Ella bekommt Penicillin, auch Toxine und Infusionen. „Wir fahren wieder nach Hause, ohne Ella“, vermerkt Katja Ringler in ihrem Tagebuch sehr traurig.
Warten auf Anruf aus Tierklinik
Dann wartet sie immer wieder auf einen Anruf von der Tierklinik. Fünf Tage später können die Ringlers erstmals in der Tierklinik ihre geliebte Hündin wieder besuchen. Ella hat eine Nasensonde und eine Halskrause, die hechelt und ist sehr aufgeregt. „Karl und ich haben uns so sehr gefreut, Ella wiederzusehen“, vermerkt Katja Ringler in ihrem Tagebuch. Karl ist ihr Mann. Einen Tag später darf Ella wieder mit nach Hause nach Wichsentein.
Die Ringlers legen sie ins Kinderbett und wachen die ganze Nacht über. „Wir hoffen und beten“, schreibt Katja Ringler ins Tagebuch. Ella erholt sich dank guter Pflege zunehmend.
Am 15. Februar vermerkt Katja Ringler: „Endlich bellt Ella wieder. Was vorher genervt hat, ist jetzt richtig schön.“
Die Aufzeichnung endet dann ein paar Tage später mit den Worten: „Wir sind so dankbar und froh, diese schlimme Krankheit überwunden zu haben.“ Ella wurde nur deshalb gerettet, weil sie von ihren Hundebesitzern nie aufgegeben wurde und die behandelnden Tierärzte alles für ihre Genesung gegeben hätten.













