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Die Gewinner und Verlierer
Kommt bessere Busverbindung zwischen Forchheim und Erlangen?
Ein Linienbus des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) ist auf Dienstfahrt unterwegs.Forchheim & Fränkische Schweiz
Ein Linienbus des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) ist auf Dienstfahrt unterwegs. // Foto: Sandra Kupfer
Signet des Fränkischen Tags von Sandra Kupfer
LKR Forchheim – Die Busverbindung zwischen dem südlichen Landkreis Forchheim und Erlangen soll verbessert werden. Daraus könnten sich einigen Änderungen geben – zum Nachteil einer Gemeinde im Landkreis.

Der Öffentliche Personennahverkehr (kurz ÖPNV) beschäftigt die Landkreise Forchheim und Erlangen-Höchstadt sowie die Stadt Erlangen weiterhin. „Der Landkreis Erlangen-Höchstadt ist offen für Veränderungen, sofern die Stadt Erlangen sich mit an den Kosten beteiligt“, berichtet Lena Seitz (im Landratsamt Forchheim mit zuständig für den ÖPNV), im Mobilitätsausschuss des Landkreises Forchheim.

Busse Forchheim nach Erlangen: Das soll sich ändern

Hier mache jedoch die angespannte Haushaltslage der Stadt Erlangen teilweise einen Strich durch die Rechnung. Erlangen versuche die Kosten so gering wie möglich zu halten. „Gestern habe ich lange mit der Stadt Erlangen und den Stadtwerken Erlangen telefoniert“, berichtet Lena Seitz. Das Ergebnis des Anrufs sei das gemeinsame Interesse, die Buslinien 209 (Erlangen – Neunkirchen – Eschenau), 209E (Erlangen – Eschenau) und 210 (Erlangen – Weiher – Heroldsberg) besser aufeinander abzustellen. Sollte dies zustande kommen, gebe es künftig eine Verbindung von Weiher nach Erlangen in zehnminütigem Rhythmus.

Auch die Linie 280 (Buckenhof – Tech-Fak Uni – Büchenbach) solle im Zwanzigminutentakt verkehren, und somit besser auf den Umstieg am Busbahnhof in Spardorf angepasst sein.

Neunkirchen am Brand hätte das Nachsehen

Das Nachsehen hätte, sollten die Fahrpläne wie besprochen verändert werden, Neunkirchen am Brand. Zwar sei die Verbindung in den Erlanger Süden dann besser, allerdings würden die Busse künftig nicht mehr viertelstündlich, sondern im 10-10-20-Takt fahren. Hieraus ergebe sich eine Unregelmäßigkeit der Abfahrtszeiten (Beispiel: 8.10 Uhr, 8.20 Uhr, 8.40 Uhr, 8.50 Uhr, 9 Uhr, 9.20 Uhr usf.).

Der Neunkirchener Bürgermeister Martin Walz (CSU) merkt dazu an: „Das sind unzuverlässige Zeiten. Die weiß man nicht auswendig.“ Walz appelliert: „Die feste Minutentaktung sollte beibehalten werden.“

„Könnte man nicht eine 10-20-10-20-Taktung einführen?“, schlägt Matthias Striebich (Grüne) vor und ergänzt: „Dann wäre die Minutentaktung wieder fix.“

Dieter Els (Tiefbauamt Landkreis Forchheim) erinnert daran: „Mit Erlangen ist gerade nicht mehr möglich.“ Er bezieht sich damit auf die angespannte Haushaltslage der Stadt Erlangen. Els weiter: „Wenn Erlangens finanzielle Situation wieder besser ist, sollen wieder vier Busse stündlich zwischen Neunkirchen und Erlangen verkehren. Die Buslinie 280 sollte dann verlängert werden.“

Vermehrt Gelenkbusse im Einsatz

Matthias Striebich merkt an, dass einige Busse zu den Stoßzeiten überfüllt seien. Die 10-10-20-Taktung könnte diese Problematik noch verstärken. Lena Seitz sagt: „Es ist geplant, vermehrt Gelenkbusse einzusetzen.“ Martin Walz gibt zu bedenken: „Die deutliche Verdichtung der eingesetzten Busse zur Rushhour muss unbedingt beibehalten werden. Im Moment fahren die Busse morgens fast alle fünf Minuten.“ Weiter führt er aus: „Alleine aus Neunkirchen werden täglich 400 Schüler nach Erlangen gebracht.“

Hier kann Els die Ausschussmitglieder beruhigen, denn an dieser Stelle sei keine Änderung der Fahrplangestaltung vorgesehen. Lena Seitz verweist darauf, dass die Planungen noch nicht abgeschlossen und alles noch in der Schwebe sei. Gemeinsame Interessensbekundungen wurden von beiden Landkreisen und der Stadt Erlangen abgegeben. Wie die Fahrplananpassungen letztendlich aussehen werden, wird nicht nur den Mobilitätsausschuss des Landkreises Forchheim noch etwas beschäftigen.

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