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Stadtrat sagt Ja
Stadtbuskonzept Forchheim: 15-Minuten Takt kann kommen
Ab 2025 soll die Taktung der Busse in Forchheim deutlich enger werden.Forchheim & Fränkische Schweiz
Ab 2025 soll die Taktung der Busse in Forchheim deutlich enger werden. // Amelie Karl
Forchheim – Künftig sollen mehr Autofahrer auf den Bus umsteigen. Dabei helfen soll das neue Stadtbuskonzept der Kreisstadt. Dieses sieht auch vor, Außenbezirke besser anzubinden.

Update vom 25. Mai 2023, 16:20 Uhr

Stadtrat segnet Stadtbuskonzept einstimmig ab

Am Donnerstag, 25. Mai, hat der Forchheimer Stadtrat das neue Stadtbuskonzept einstimmig beschlossen. Grünes Licht hatte der Planungs- und Umweltausschuss bereits am 9. Mai gegeben. 


Ursprünglicher Artikel vom 11. Mai 

Das sieht das Stadtbuskonzept für Forchheim vor

Mit dem ÖPNV in Forchheim geht es voran. Ab 2025 soll ein neues Stadtbuskonzept im Gebiet der Kreisstadt anlaufen und eine attraktive Alternative zum Privatauto bieten. Damit das gelingt, hat das Konzept nun eine weitere Hürde genommen. Am Dienstagnachmittag hat der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt, nachdem es dem Gremium bereits im April vorgestellt wurde, nun einstimmig grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Damit empfiehlt der Ausschuss dem Stadtrat, das Konzept ebenfalls zu befürworten und so zu ermöglichen, dass es plangerecht vergeben und rechtzeitig umgesetzt werden kann.

Gebraucht wird ein neues Stadtbuskonzept, da das bisherige Konzept in seinen Grundzügen noch aus dem Jahr 2007 stammt. Zwar gab es seither Ausweitungen und Fahrplanwechsel des bestehenden Konzepts, dennoch besteht laut Beschlussvorlage inzwischen ein deutlicher Verbesserungsbedarf. Gerade in Hinblick auf aktuelle bundesweite verkehrspolitische Entscheidungen, die Klimakrise sowie Entwicklungen innerhalb der Stadt Forchheim selbst, müsse das Angebot angepasst werden.

Mehr Busse für Burk und Buckenhofen

„Die zentralen Aspekte des neu entwickelten Konzeptes sind die Beschleunigung der Linien, die Erschließung bisher nicht angebundener Gebiete mittels Kleinbussen sowie die Einführung eines 15-Minuten-Taktes“, heißt es in der Beschlussvorlage. Bisher fahren die Linien bestenfalls in einem 30-Minuten-Takt. Durch die Taktverdichtung soll nicht nur eine fußgängerfreundliche Infrastruktur, sondern auch eine automatische Verbesserung der Übergänge auf den Bahnverkehr ermöglicht werden.

Angedacht ist auch eine deutlich verbesserte Erschließung von Gebieten, die bislang vom Stadtbus eher schlecht angefahren wurden, wie etwa Burk, Buckenhofen, der nördlichen Altstadt sowie dem Demenzzentrum. So soll Burk künftig auch am Wochenende durchgehend befahren werden. Unter der Woche hingegen soll der Busverkehr für Arbeitnehmer deutlich attraktiver werden. So etwa soll die Linie 224 von Forchheim nach Neunkirchen künftig im Halbstundentakt vom ZOB und dem Paradeplatz abfahren und nah am Forchheimer Siemensstandort vorbei geführt werden.

Stadt will sich stärker an Kosten beteiligen

Kosten wird der ÖPNV in Forchheim mit dem neuen Konzept laut Schätzung der Nahverkehrsberatung Südwest vermutlich rund 1,4 Millionen Euro – deutlich mehr als bisher. Durch die bessere Nutzung infolge der Taktung erwartet die Stadt jedoch auch höhere Einnahmen. Um die Umsetzung des Konzepts zu ermöglichen signalisierte die Stadt deshalb bereits, sich nach Abzug aller Einnahmen mit etwa 50 Prozent an den Kosten zu beteiligen. Derzeit zahlt man eine pauschale Kostenbeteiligung, die etwa einer Höhe von 25 Prozent entspricht.

In Anbetracht der steigenden Kosten schlug Holger Lehnhart (CSU) im Ausschuss vor, die Strecke regelmäßig zu evaluieren, um sicherzustellen, dass die neue Streckenführung angenommen werde. Dem stimmte auch Manfred Hümmer (Freie Wähler) zu. „Wir müssen neuen Strecken aber auch eine Chance geben. Mitunter dauert es vielleicht, bis neue Linien angenommen werden“, betonte er. Sinnvoll sei es eine Auswertung in seinen Augen nach fünf Jahren – wenn die Linien neu ausgeschrieben werden müssten.

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