Die Sitzung findet am Dienstag, 16. Januar, im Rathaus von Hallerndorf statt. Punkt Nummer 3 der Tagesordnung lautet schlicht „Vorstellung der Fa. Lina Thera GmbH“. Wer den Firmennamen googelt, landet auf einer denkbar knappen Internetpräsenz, die fast nur aus rund zehn Zeilen Text in englischer Sprache und einer Adresse in Erlangen besteht. Aus dem Text geht hervor, dass Lina Thera einen Standort zur Produktion von Radionukliden in Deutschland etablieren will.
Fragen an das Unternehmen blieben unbeantwortet
Außerdem ist von der Produktion von radioaktiven Metallen für medizinische Zwecke und von Radiopharmazeutika die Rede. Mit diesen können etwa Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper sichtbar gemacht werden, zum Beispiel bei einer radiologischen Untersuchung. Radiopharmazeutika können sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie verwendet werden.
Die Produktion von Lina Thera in Deutschland soll laut den Angaben auf der Internetseite im Jahr 2028 starten. Das Unternehmen erklärt dort zudem, dass es über erfahrene Profis für die Planung und die Ausführung von großen Infrastrukturprojekten verfüge. Eine Anfrage des Fränkischen Tags, warum sich die Lina Thera GmbH in Hallerndorf vorstellen will und ob und wenn ja, welche Art von Betrieb sie in Hallerndorf errichten will, blieb bislang unbeantwortet. Auch die Frage, welche Größe ein potenzieller Betrieb haben soll und welche Produkte man dort genau herstellen will, beantwortete Lina Thera nicht.
Gemeinde entwickelt Konzept für das Gebiet
Hallerndorfs Bürgermeister Gerhard Bauer erklärte, das Unternehmen habe sich bei der Gemeinde für einen Standort im Gewerbegebiet zwischen Pautzfeld und Schlammersdorf beworben. Dort residieren bereits das Blähtonwerk von Liapor und die Erdbau- und Transportfirma Barthelme. Die Gemeinde sei gerade dabei, ein Konzept für die noch freien Flächen dieses Gebiets zu entwickeln, so Bauer weiter. Lina Thera sei ein Anbieter für Medizintechnik und wolle sich am Dienstag vor dem Gemeinderat für eine Ansiedlung dort bewerben.
Für alle weiteren Informationen verwies Bauer auf die Sitzung am Dienstag. Entschieden sei in dieser Sache noch nichts: „Wir schauen uns das mal an und dann sehen wir weiter.“
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