Dienstagmorgen um 8.30 Uhr scheint die Forchheimer Innenstadt noch zu schlafen. Nur wenige Forchheimer sind auf den Straßen anzutreffen. Die meisten Geschäfte sind noch geschlossen. An der Baustelle am Rahthaus kommt der Schreiner Falko Marschick hinter dem Bauzaun hervor, um die Straße abzusperren. Dies ist nötig, damit sich hier keine Passanten unter den schwebenden Lasten aufhalten.
Sanierung des historischen Forchheimer Rathauses geht voran
Am Dienstag wurde ein weiterer Meilenstein bei der Sanierung des historischen Rathauses genommen. In das Gebäude aus dem Jahr 1402 wurden die Hängewerke, große Stahlträger, in den Dachstuhl eingebaut. Die neuen Bauteile werden dafür sorgen, dass sich der Dachstuhl nicht mehr verschieben kann, heißt es von der Pressestelle der Stadt. Auch werden sie die Lasten im Dachstuhl nach unten ableiten.
Hier gibt es die Bildergalerie zu den Arbeiten am Forchheimer Rathaus:
Bei einem Hängewerk werden die Lasten über Streben abgetragen. Allerdings ist es hier wesentlich, dass die Last unter der abstützenden Konstruktion liegt und an einer Hängesäule aufgehängt wird. Das bedeutet, dass in der Hängesäule eine Zugkraft wirkt. Damit ist der Raum unterhalb des Brückenträgers weitgehend frei von Bauteilen.
Über der Forchheimer Fußgängerzone
Dafür wurde das Schutzdach im jeweiligen Bereich geöffnet, und die Stahlteile nacheinander mit dem Kran von Osten aus in den Dachstuhl eingefädelt. Da sich der Schwenkbereich des Krans über der Fußgängerzone befand, und sich unter schwebenden Lasten keine Personen befinden sollten, war eine zeitweise Vollsperrung des Bereichs erforderlich.
Sperrungen noch am Mittwochmorgen möglich
Am Mitwochmorgen kann es in dem Bereich um die Rathausbaustelle noch zu vorübergehenden Sperrungen kommen. Ende Oktober soll der zweite Teil der Hängewerke eingebaut werden, teilt die Stadt Forchheim mit.
Die Gewerbetreibenden im betroffenen Bereich seien laut Stadtpressestelle vom städtischen Citymanagement darüber informiert worden, dass während der unmittelbaren Kranarbeiten nur eine eingeschränkte Anlieferung möglich ist. Im Schwenkbereich des Krans sollten in dieser Zeit keine Kleiderständer in die Fußgängerzone gestellt werden. Der Zugang zu den Geschäften ist zeitweise, während der unmittelbaren Kranarbeiten, nicht möglich.
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