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Konflikt
Wohnbaupläne stoßen in Eggolsheim auf Kritik
Rot gekennzeichnet ist der geplante Standort des Wohnbauprojektes in Eggolsheim.Forchheim & Fränkische Schweiz
Rot gekennzeichnet ist der geplante Standort des Wohnbauprojektes in Eggolsheim. // Markt Eggolsheim
Signet des Fränkischen Tags von Johannes Theiler
Eggolsheim – Eggolsheim plant, mit dreigeschossigen Gebäudekomplexen neuen Wohnraum zu schaffen. Aus Sicht der Gegner wurden ihre Bedenken vom Gemeinderat nicht wahrgenommen.

Die Gegner der aktuellen Projektplanung zum Wohnbauprojekt am Sportfeld in Eggolsheim äußern sich enttäuscht über die Abstimmung ihres Marktgemeinderates. Die Bedenken vonseiten der Anwohner, aber auch vonseiten des angrenzenden Sportvereins DJK, wurden aus ihrer Sicht nicht wahrgenommen. Die Einwände wurden vom Gemeinderat zwar gewürdigt, hatten jedoch keinen Erfolg.

Laut Pressemittelung der Marktgemeinde konnten am Ende alle vorgebrachten Einwendungen positiv abgewogen werden. Der Marktgemeinderat fasste die Beschlüsse zur Billigung und Auslegung zur zweiten Änderung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes „Sport- und Freizeitanlagen“ einstimmig mit 21:0.

Tennisspieler fürchteten Einschränkungen

Laut der Mitteilung sei der Beschluss notwendig, um der Realisierung eines von der Projekt Bauart, Forchheim, entwickelten Wohnbauprojekts am Sportfeld in Eggolsheim mit insgesamt 42 geförderten Wohneinheiten im Mietsegment voranzubringen. Da der DJK Eggolsheim in unmittelbarer Nachbarschaft einen Tennisplatz mit drei Spielfeldern betreibt, von dem eine sportspezifische Lärmentwicklung ausgeht, hinterfragten die Gegner deshalb kritisch, ob aufgrund der etwaigen Wohnbebauung künftig der Sportbetrieb mit Einschränkungen rechnen müsse.

Weitere Kritikpunkte von Anwohnern wurden bezüglich der Einfügung der modernen und größtenteils dreigeschossigen Flachbauwerke ins Ortsbild, der zu erwartenden Verkehrsentwicklung rund um das Quartier, der Situierung der möglichen künftigen Bewohner und einer grundsätzlich fehlenden Einbindung der Bürger in den bisherigen Planungsprozess laut.

Die Gebäudekomplexe in Eggolsheim sollen ähnlich wie diese hier in Höchstadt aussehen.  Diese baut dort derzeit der gleiche Investor.Forchheim & Fränkische Schweiz
Die Gebäudekomplexe in Eggolsheim sollen ähnlich wie diese hier in Höchstadt aussehen. Diese baut dort derzeit der gleiche Investor. // privat

Anwohner: Bisher kein Größenvergleich möglich

Werner Fechner, ein Anlieger des geplanten Wohnbauprojekts, untermauerte in einem Gespräch mit dem FT seine weiterhin bestehenden Bedenken. Beispielsweise habe die Marktgemeinde vor der Sitzung keine Information herausgeschickt.

Ihm gegenüber äußerten sich Nachbarn der angrenzenden Grundstücke und Bauplätze verunsichert, wer dort einziehen werde und es bestehe die Sorge über den Wertverlust der umliegenden Grundstücke. Obwohl um eine 3D-Ansicht im Größenvergleich zur umliegenden Bebauung gebeten wurde, läge diese noch nicht vor. Er glaube, dass der Wohnblock sich deutlich abheben werde, da die anderen Häuser tiefer lägen. Für ihn war besonders ärgerlich, dass die Bedenken des Sportvereins DJK Eggolsheim, unter anderem wegen Licht- und Lärmemissionen, quasi in der Sitzung wieder zurückgezogen wurden.

Größenvergleich ist überfällig

Ein direkter Nachbar ist Werner Schulz, dessen Haus und Grundstück unmittelbar an den geplanten Wohnkomplex angrenzt. Aus seiner Sicht habe der Gemeinderat einstimmig einer maximalen Verdichtung zugestimmt, das sei ein demokratischer Prozess gewesen. Aber auch er beklagt, dass die Bedenken der Bürger bisher abgeschmettert wurden. Bisher habe, so auch seine Meinung, noch niemand die visuelle Darstellung im Größenvergleich zu der umliegenden Bebauung gesehen, wie alle Gesamtobjekte auf dem Gelände aussehen werden. Für ihn stellt sich die Frage, ob der Standort der richtige sei.

Werner Schulz habe dennoch nichts dagegen, dass gebaut wird, sondern nur gegen die Höhe der Wohnblöcke. „Ein Kompromiss wäre, dort nur zweigeschossig zu bauen“, aber auf diesen Vorschlag sei man bis jetzt nicht eingegangen, äußerte Schulz. Bisher habe er auch noch keinen Bauantrag gesehen. „Hier wird der Bebauungsplan für den Investor gemacht“, so die Sicht von Werner Schulz.

Schwarzmann: „Schritte eingehalten“

Laut der Mitteilung der Gemeinde zeigte Bürgermeister Schwarzmann auf, dass sämtliche rechtliche Beteiligungsschritte gewissenhaft eingehalten und sogar übererfüllt wurden. In den Bürgerversammlungen 2021 wurde die Wohnbebauung bereits frühzeitig thematisiert.

In den Versammlungen vom Herbst 2022 wurde dann konkret informiert und die Art der Bebauung vorgestellt. Nachbarschaft und DJK wurden in mehreren Gesprächsrunden auf dem Laufenden gehalten. Durch den im Vorfeld geführten Austausch fanden bereits Umplanungen statt, die den vorgebrachten Bedenken entgegenkommen.

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