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Trinkwasser
Keine Keime mehr in den Proben
Im Wasserwerk Eggolsheim werden die Proben genommen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Im Wasserwerk Eggolsheim werden die Proben genommen. // Stephan Großmann
Signet des Fränkischen Tags von Johannes Theiler
Eggolsheim – Eggolsheimer und Hallerndorfer kochen seit Anfang Februar ihr Leitungswasser ab. Jetzt ist zwar ein Ende in Sicht, aber die Ursache ist noch immer nicht gefunden.

Ein Ende der Chlorung des Wassers im Gemeindebereich von Eggolsheim sollte bald in Sicht sein. Das sagt zumindest der Bürgermeister von Eggolsheim und gleichzeitig Krisenmanager Claus Schwarzmann bezüglich der notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bürger im Wasserversorgungsbereich von Eggolsheim und Hallerndorf.

Mit Fassung tragen es die Gäste und Inhaber von „Annas Gästehaus“. Die Gäste seien über die Maßnahmen informiert und das wenige Wasser, das für das Frühstück benötigt wird, könne abgekocht werden. Umständlichere Maßnahmen muss dagegen der Inhaber der Gaststätte und Whiskydestillerie „Zur Blauen Maus“ aufwenden. Gut, dass sich die Destillerie noch in der Winterpause befinde und daher nicht betroffen sei. Aber für die Gaststätte seien schon größere Wassermengen notwendig, die mit zusätzlichen großen Gas-Hockerkochern und Töpfen umständlich hergestellt werden müssen, so Thomas Fleischmann.

Vom Gesundheitsamt angeordnet

Eine Abkochverordnung und später auch noch Chlorung des Wasserleitungsnetzes von Eggolsheim wurde vom Gesundheitsamt Forchheim angeordnet, nachdem eine Keimbelastung im Wassernetz festgestellt wurde. Nach Beprobungen des Wassernetzes liegen bereits seit mehr als drei Wochen keine Keimbelastungen mehr vor. Dennoch wurde prophylaktisch auf fachliche Empfehlung hin dem Wasser ein Minimalwert an Chlor zugesetzt und empfohlen, weiterhin das Wasser abzukochen. Der Mindestwert an Chlor sollte im gesamten Netz noch vor Ostern erreicht sein.

Die Ursachenforschung stellt sich im Nachgang als schwierig heraus und alle möglichen Fehlerquellen wurden begutachtet und Maßnahmen eingeleitet, so der Bürgermeister. Aktuell seien noch in zwei Teilbereichen des Leitungsnetzes etwas Eisen und Mangan im Wasser vorhanden. Diese Leitungen werden bis kommenden Sonntag mit verschiedenen Verfahren gespült. Claus Schwarzmann sicherte zu, dass alle Register gezogen worden seien, um sicherzustellen, dass die Qualität des Wassers zeitnah wieder hergestellt werde.

Auf Nachfrage bei der Pressestelle des Gesundheitsamtes Forchheims wurde bestätigt, dass die Chlorung des Wassers noch so lange notwendig sei, bis die Leitungsspülung abgeschlossen sei.

Hoffnung auf Ostern

Es gibt also Hoffnung, dass das Wasser bis Ostern wieder unbedenklich genossen werden kann. Dann schmücken auch in Eggolsheim und Hallerndorf die Menschen wieder die Osterbrunnen – ein uralter Brauch in der Fränkischen Schweiz. Der Schmuck soll auch bewusst machen, wie wertvoll Wasser eigentlich ist. Schmerzlich bewußt ist das vielen seit Wichen: Bereits Anfang Februar wurde die Abkochanordnung erlassen. Betroffen sind insgesamt 25 Ortschaften in den Gemeinden Eggolsheim, Hallerndorf und Buttenheim.

Seitdem lautet die Empfehlung: Leitungswasser nur abgekocht trinken; das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens zehn Minuten abkühlen lassen; für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden ausschließlich abgekochtes Leitungswasser nehmen. Das Leitungswasser kann für die Toilettenspülung sowie zum Duschen oder Händewaschen genutzt werden.

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