Tödlich verletzt
Jäger schießt auf Hund von Touristen
Sie liebten ihr Haustier, ein Jäger aus dem Landkreis Haßberge hat es ihnen für immer genommen.
Sie liebten ihr Haustier, ein Jäger aus dem Landkreis Haßberge hat es ihnen für immer genommen.
Foto: Symbolfoto: Vasyl/Adobe Stock
Knetzgau – Die Urlauber legten ihr Kanu gerade an, als der Hund von Bord sprang und über die Mainwiese lief. Der Jäger schoss. Nun ermittelt die Polizei.

Es geht um einen toten Hund: Die Polizeiinspektion Haßberge bezeichnet den Vorfall als „nicht alltägliches Schadensereignis“. Der Vorfall im Bereich des Mainkraftwerks bei Knetzgau auf der nördlichen Mainseite an der Staustufe Knetzgau zieht polizeiliche Ermittlungen gegen einen Jäger nach sich.

Zuerst war es eine friedliche Kanufahrt auf dem Main

Das österreichische Ehepaar, das im Landkreis unterwegs war, befand sich auf einer Kanufahrt auf dem Main. Beim Schleusen beziehungsweise Anlanden in der Nähe des Kraftwerks sprang der Hund des Ehepaares aus dem Boot und rannte auf die Mainwiese.

Der Revierinhaber hielt sich zu dem Zeitpunkt zufällig an der Schleuse auf

Der Jäger, der sich zufällig in der Nähe aufhielt, schoss auf den Hund und verletzte ihn schwer. Die Hundehalter stiegen an Land und kümmerten sich sofort um ihr verletztes Tier, das einen Durchschuss erlitten hatte. Der Jäger ging einfach weg, ohne sich bei den schockierten Tierhaltern zu melden oder sich um den Hund zu kümmern.

Ein herbeigerufener Tierarzt konnte den durch den Schuss schwer verletzten Hund nicht mehr retten

Trotz der Behandlung durch einen herbeigerufenen Tierarzt starb der Hund infolge der Schussverletzung. Der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Haßfurt konnte den Jagdausübungsberechtigten für diesen Bereich als verantwortlichen Schützen ermitteln. Nun ist zu klären, ob der Jäger ein Recht hatte, den Hund zu erschießen, oder ob er sich strafbar gemacht hat, heißt es im Polizeibericht.

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