Lebensretter
Zentral in Knetzgau ist jetzt ein Defibrillator
Ein Defibrillator in Form von „AED“ (automatisierter externer Defibrillator) wurde für lebensrettende Maßnahmen am Rathausplatz in Knetzgau rechts neben dem Eingangsbereich zur Sparkasse installiert.
Ein Defibrillator in Form von „AED“ (automatisierter externer Defibrillator) wurde für lebensrettende Maßnahmen am Rathausplatz in Knetzgau rechts neben dem Eingangsbereich zur Sparkasse installiert.
Christiane Reuther
F-Signet von Christiane Reuther Fränkischer Tag
Knetzgau – Weil bei einem Herzkreislaufstillstand jede Minute zählt, hat Knetzgau nun in allen Gemeindeteilen ein solches lebensrettendes Gerät.

Jährlich gibt es 405.000 Tote durch Herzkreislauferkrankungen. Jährlich gibt es in Deutschland 260.000 Infarkte, den 77.000 Personen nicht überleben, und jährlich sterben 120.000 Personen durch den „plötzlichen Herztod“. Im Vergleich dazu starben im vergangenen Jahr 2200 Personen durch Verkehrsunfälle.

Diese Daten zeigen, wie wichtig das kleine Gerät ist, das nun am Rathausplatz in Knetzgau rechts neben dem Eingangsbereich zur Sparkasse installiert wurde: ein Defibrillator, im Fachjargon Defi genannt. Die Kosten haben sich der Feuerwehrverein Knetzgau, der Konzern Coca-Cola und die Gemeinde Knetzgau geteilt.

Defi-Initiative des Feuerwehrvereins Knetzgau

Angeschafft werden konnte das 2000 Euro teure medizinische Gerät auf Initiative des Feuerwehrvereins Knetzgau, wie dessen Vorsitzender Dominik Barthelmann bei einem Pressegespräch berichtete. Vorausgegangen war eine Spende von Coca-Cola in Höhe von 1500 Euro an den Feuerwehrverein. Mit dieser Geldzuwendung, die die Gemeinde Knetzgau mit 500 Euro aufstockte, konnte nun ein Defibrillator für die Bevölkerung angeschafft werden.

In Knetzgau wurde in zentraler Lage am Rathausplatz ein Defibrillator AED installiert. Darüber freuen sich (von links) Dominik Barthelmann (Feuerwehrverein), Bürgermeister Stefan Paulus, Bastian Hümmer (Bauamtsleiter), Volker Wielsch (Betriebsleit...
In Knetzgau wurde in zentraler Lage am Rathausplatz ein Defibrillator AED installiert. Darüber freuen sich (von links) Dominik Barthelmann (Feuerwehrverein), Bürgermeister Stefan Paulus, Bastian Hümmer (Bauamtsleiter), Volker Wielsch (Betriebsleiter, Coca-Cola) und Manuel Große (Bauhofleiter).
Christiane Reuther

Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus dankte Coca Cola, dem Feuerwehrverein und den Mitarbeitern im Bauamt und Bauhof. Paulus freute sich über die unbürokratische Zusammenarbeit, um ein medizinisches Gerät für lebensrettende Maßnahmen anzuschaffen.

„Die ersten vier Minuten nach einem Herzkreislaufstillstand sind entscheidend“

„Zeit ist Leben“, so sieht es Karl Weißenberger aus dem Knetzgauer Gemeindeteil Oberschwappach. „Gerade die ersten vier bis fünf Minuten nach einem Herzkreislaufstillstand sind entscheidend“, weiß Weißenberger aus Erfahrung und als Ausbilder in der Ersten Hilfe bei den Johannitern. Ein wichtiger Schlüssel zum lebensrettenden Erfolg ist laut Weißenberger die Form „AED“ (automatisierter externer Defibrillator).

Jede Minute, die bis zum Einsatz eines Defibrillators verloren geht, senke die Überlebenschance um zehn Prozent. Es kommt also auf jede Minute an. Entscheidend ist demnach, dass im entsprechenden Moment ein Defibrillator zur Hand ist und es jemanden gibt, der ihn bedient.

Wie ein Defibrillator funktioniert

Das technische Medizinprodukt hat die Aufgabe, das Herz mit elektrischen Impulsen als Schockgeber zu versorgen. Das Ziel der Impulsgebung ist einerseits die Aktivierung des Herzschlags und andererseits die korrekte Rhythmusherstellung.

Inzwischen gibt es in fast allen Gemeindeteilen von Knetzgau einen frei zugänglichen Defibrillator. Den ersten öffentlich zugänglichen AED hat die Freiwillige Feuerwehr Oberschwappach im Gemeindebereich von Knetzgau bereits seit Anfang 2013 in Bereitstellung. Das Gerät, damals auch das erste im Landkreis Haßberge, wurde bereits mehrfach entnommen und eingesetzt.

Der AED am Rathausplatz in Knetzgau ist in zentraler Lage angebracht

Der AED am Rathausplatz in Knetzgau ist in zentraler Lage angebracht und Tag und Nacht einsatzbereit. Die Handhabung ist einfach: Das Gerät wird geöffnet und sofort erfolgt die Anleitung für eine lebensrettende Maßnahme, einer großen Chance, den plötzlichen Herztod zu besiegen.

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