Jubiläum
Die Lust am Sport wog mehr als die Not
Seit 50 und 60 Jahren halten diese Männer dem Hainerter Sportverein die Treue.
Seit 50 und 60 Jahren halten diese Männer dem Hainerter Sportverein die Treue.
Foto: Christiane Reuther
F-Signet von Christiane Reuther Fränkischer Tag
Hainert – Der Hainerter Sportverein wurde vor 75 Jahren in der schweren Zeit nach dem Krieg gegründet.

Neun junge Männer aus Hainert gründeten am 12. Mai 1947 den Hainerter Sportverein (HSV). Am Samstagabend fand anlässlich des 75-jährigen Bestehens ein Festkommers statt, den die Blaskapelle Hainert musikalisch umrahmte. Im Mittelpunkt des Abends stand die Ehrung verdienter Mitglieder, sowohl seitens des Vereins als auch für Funktionäre durch den Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV).

Im Namen des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) gratulierte dessen Zweiter  Kreisvorsitzender Reinhold Heilmann (rechts) dem Hainerter Sportverein zum 75. Geburtstag und überreichte dem Vorsitzenden Josef Dirschbacher eine Urkunde.
Im Namen des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) gratulierte dessen Zweiter Kreisvorsitzender Reinhold Heilmann (rechts) dem Hainerter Sportverein zum 75. Geburtstag und überreichte dem Vorsitzenden Josef Dirschbacher eine Urkunde.
Foto: Christiane Reuther

Vorsitzender Josef Dirschbacher ehrte gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Paulus die langjährigen HSV-Mitglieder, und Reinhold Heilmann, Zweiter Vorsitzender im BLSV, die langjährigen Funktionäre. Geehrte BLSV-Funktionäre:

Diese Frauen und Männer wurden für 20, 25, 30 und 40 Jahre Mitgliedschaft im Hainerter Sportverein geehrt.
Diese Frauen und Männer wurden für 20, 25, 30 und 40 Jahre Mitgliedschaft im Hainerter Sportverein geehrt.
Foto: Christiane Reuther

Zehn Jahre: Sabine Dirschbacher, Werner Kraus, Markus Storch. 15 Jahre: Sebastian Meisner, Christian Schlosser, Florian Storch. 20 Jahre: Thomas Buhlheller, Thomas Dirschbacher, Detlef Ruck, Marika Schwemmlein. 25 Jahre: Heinz Buhlheller, Günther Klemenz. 35 Jahre: Michael Böhner, Josef Dirschbacher. 45 Jahre: Klaus Ritter und Bruno Warmuth.

Als Funktionäre wurden diese Frauen und Männer durch den Zweiten  BLSV-Kreisvorsitzenden Reinhold Heilmann (links), HSV-Vorsitzenden Josef Dirschbacher (rechts) und Bürgermeister Stefan Paulus (Dritter von rechts) ausgezeichnet.
Als Funktionäre wurden diese Frauen und Männer durch den Zweiten BLSV-Kreisvorsitzenden Reinhold Heilmann (links), HSV-Vorsitzenden Josef Dirschbacher (rechts) und Bürgermeister Stefan Paulus (Dritter von rechts) ausgezeichnet.
Foto: Christiane Reuther

Drei Ehrenmitglieder wurden ernannt

Ehrenmitglieder sind Peter Raab, Klaus Ritter und Bruno Warmuth. Desweiteren wurden zahlreiche Frauen und Männer für 20, 25, 30, 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft im Hainerter Sportverein geehrt.

Es mangelte nach dem Krieg an Essen und Heizmaterial

Josef Dirschbacher, der seit 24 Jahren an der Spitze des Vereins steht, legte anschaulich dar, welches Engagement und Leistungen von einzelnen Idealisten erbracht wurden, um den HSV zu gründen und aufrecht zu erhalten. Die heutige Zeit sei aus seiner Sicht eine ähnlich schwierige Zeit wie es in der Gründungszeit der Nachkriegsjahre war. Die politische Lage war damals angespannt, an sportlichen Meisterschaften durfte Deutschland als Kriegsverursacher nicht teilnehmen. Außerdem mangelte es an Nahrungsmittel und Heizmaterial. Trotzdem wollten sich die Hainerter die Lust am Sport nicht nehmen lassen und gründeten ihren HSV.

Meisterschaften und Talfahrten liegen hinter dem HSV

Fußballerisch waren die Kicker viele Jahre an erster Stelle. Vor allem in den 1970/80er Jahren folgten Aufstiege, und Meisterschaften konnten eingefahren werden, wie etwa der Aufstieg in die damalige A-Klasse. Aber auch Talfahrten mussten hingenommen werden bis hin zum Einstellen des Spielbetriebes 2014. Erfolge verbuchte der HSV mit seiner Korbballmannschaft und dem damaligen Aufstieg in die Landesliga. Eine Tischtennisabteilung und eine Gymnastikgruppe wurden ins Leben gerufen. Die Abteilung Fahren mit Pferden und Kutschen fand damals wie heute großen Zulauf.

Die Geselligkeit wurde stets gepflegt. Sei es durch das beliebte „Hainerter Seefest“, oder bei Faschingsveranstaltungen, Ski-Wochenenden, Treffen ehemaliger Spieler und diversen Ausflügen.

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