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Fasching in den Haßbergen
Kulturring Ebern: Narrenabend mit Promis
Die Gruppe „Das Original“ ließ sogar den Papst über die Bühne schweben. Später kam noch Markus Söder dazu.
Die Gruppe „Das Original“ ließ sogar den Papst über die Bühne schweben. Später kam noch Markus Söder dazu. // 
Signet des Fränkischen Tags von Rudolf Hein
Ebern – Ein über fünfstündiges Programm hat der Eberner Kulturring den Narren bei seinen Bunten Abenden beschert. Zwischen Tänzen gab es Spitzen zum Wahlkampf und sogar Auftritte mehrerer Prominenter.

„Rock ’n’ Roll, die Hippies lachen – Ebern lässt es wieder krachen“ – das war das Motto bei der 49. Auflage der Bunten Abende des Kulturrings Ebern in der wieder einmal ausverkauften Frauengrundhalle. So zogen die Elferräte stilecht als Paul Stanley von Kiss, in bunten Hippiegewändern, als Elvis, Elton John oder Petticoatmädchen ein. Das Programm dauerte – auch schon traditionsgemäß – bis weit nach Mitternacht.

Insgesamt neun Tanzgruppen aus Heubach und aller Welt entführten das Publikum in die Arktis, nach Mallorca, in den Wilden Westen (die Flying Mumus in Höchstform) und in die Zauberwelt des Tarot. Die Minis I aus Heubach waren thematisch am nächsten dran: 23 Mädchen tanzten sich bei ihrem ersten Ausflug in die Welt von Show und Glamour durch den Rock ’n’ Roll.

Das Männerballett „Flying Mumus“ entführte in den Wilden Westen – inklusive Werbung für den „Superperforator“.
Das Männerballett „Flying Mumus“ entführte in den Wilden Westen – inklusive Werbung für den „Superperforator“. // Rudolf Hein

Die erste Bütt gehörte Winnie Geuß, der kommunalpolitisch doch einiges zu bemängeln hatte und zur Einsicht kam, dass es heute mehr denn je gelte, „klare Intoleranz gegen Intoleranz zu zeigen“. Langer Applaus des Publikums nicht nur dafür, sondern auch für die akrobatischen Tanzeinlagen des Redners.

Funkenmariechen Annalena hat schon beim „Coburger Mohr“ trainiert.
Funkenmariechen Annalena hat schon beim „Coburger Mohr“ trainiert. // 

Die „Fierschder Schnapsbrennera“, (Janina Reuter-Schad) hatte aufmerksam die Lokalzeitungen und Social-Media-Beiträge durchforstet und Blüten wie „Email Töpfe“ und „Quitten zum selbst pflügen“ ausgegraben, daneben teilte sie bissig gegen die Leute aus, „die uns bei Problemen helfen, die wir ohne sie nicht hätten“. Politiker, wer sonst.

Gab Wahlkampftipps: „Mr. Nobody“ David Pfeufer.
Gab Wahlkampftipps: „Mr. Nobody“ David Pfeufer. // 

Die Gruppe „Das Original“ thematisierte Bauprojekte und Schwalbenschutz und bat sogar Ministerpräsidenten Söder nebst dem Papst auf die Bühne, um die noch fehlenden Unterschriften für die Baumaßnahmen beizubringen.

David Pfeufer glänzte als „Wahlkampfmanager Mr. Nobody from Texas, USA“ mit Ratschlägen an die drei „lame ducks“, die Kandidaten im Kampf um den Job des Stadtoberhaupts. Freibier und Unabhängigkeit vom Landkreis waren die eher noch harmlosen Vorschläge.

Elferrat Thomas Limpert in der Maske von Kiss-Sänger Pauls Stanley.
Elferrat Thomas Limpert in der Maske von Kiss-Sänger Pauls Stanley. // 

Last, but not least, die „Gipfelstürmer“. „Ebern sucht den Superbürgermeister“ war der Titel ihrer fulminanten Show. Ein kenntnisreiches Castingteam um Hella von Sinnen bewertete die Kandidaturen des bald entamteten Landrats Wilhelm Schneider, von Philipp Arnold im Team mit Thomas Wagner oder gar von Gabriele Rögner aus Ruppach. Ergebnisoffen, das Ganze.

Janina Reuter-Schad nahm die Eberner Medien unter die Lupe.
Janina Reuter-Schad nahm die Eberner Medien unter die Lupe. // 

Für Kulturringsvorsitzenden Walter Ulrich und Elferrat Thomas Limpert waren es die letzten Bunten Abende. Sie wurden am Samstag verabschiedet. Die Jubiläumsausgabe der Bunten Abende nächstes Jahr verantwortet dann ein neues Team. Man darf gespannt sein.

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