Dorferneuerung
Dreh- und Angelpunkt des dörflichen Lebens
Der neue Dorfplatz von Holzhausen ist fertig und wurde eingeweiht.
So sieht der neue Dorfplatz von Holzhausen aus: Groß war das Interesse an der Einweihung und Übergabe des neuen Dorfplatzes.
Foto: Gerold Snater
Holzhausen in Bayern – Ein einsturzgefährdetes Anwesen kam weg, das ehemalige Rathaus wurde saniert und noch viele Arbeiten mehr: Jetzt ist die Mitte von Holzhausen fertig.

Dass die Holzhäuser ihren neuen Dorfplatz begrüßen und in Zukunft nutzen werden, das zeigten sie an diesem Sonntagvormittag. Denn der neue Ortsmittelpunkt des Königsberger Stadtteils war bei der offiziellen Einweihung und Übergabe fast komplett besetzt.

Die Feier anlässlich der Fertigstellung des Holzhausener Dorfplatzes war genau gegliedert

Die Feier begann mit einem von Pfarrer Mátyás Beke geleiteten Gottesdienst, gefolgt von der offiziellen Übergabe und einem gemütlichen Beisammensein mit Verpflegung und Bewirtung durch Mitglieder der Holzhäuser Vereine.

Der neue Dorfplatz von Holzhausen ist fertig und wurde eingeweiht.
Mit einem von Pfarrer Mátyás Beke geleiteten Gottesdienst wurde der neue Dorfplatz geweiht.
Foto: Gerold Snater

Pfarrer Beke ging in der Predigt auf Plätze im Altertum und im Mittelalter ein, die Zentren für Entscheidungen waren. Sie seien „sprudelnde Quellen“ von Begegnungen und Gemeinschaften gewesen. „Dies soll auch der neue Dorfplatz in Holzhausen werden.“

Dorfplatz-Einweihung mit vielen künstlerischen Aspekten

Anschaulich und passend ausgeschmückt wurde der Gottesdienst mit einer gespielten Szene durch Kinder des Kindergottesdienstes. Die musikalisch hervorragende Ausgestaltung lag in Händen des mit befreundeten Musikern verstärkten Holzhäuser Posaunenchores unter Leitung von Erich Haßfurther.

Der neue Dorfplatz von Holzhausen ist fertig und wurde eingeweiht.
Das Rathaus wurde außen und innen nach den Vorschriften der Denkmalschutzbehörde und den Plänen von Architekt Gert Bayer aus Königsberg renoviert.
Foto: Gerold Snater

Bürgermeister Claus Bittenbrünn erzählte von den Anfängen. Nach dem Abriss eines einsturzgefährdeten landwirtschaftlichen Anwesens sei die Gelegenheit ergriffen worden, neben dem dadurch frei gewordenen Platz das ehemalige Rathaus zu sanieren und barrierefrei zu gestalten. Der neue Platz sowie das alte Rathaus seien mit viel Engagement, finanzieller Förderung und mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger von Holzhausen zu einem attraktiven Treffpunkt umgestaltet worden. Nach jahrelanger Planung und Bautätigkeit liege ein Ergebnis vor, von dem man mit Freude behaupten könne, „dass sich alle Müh’ und Arbeit mehr als gelohnt haben“.

Der neue Dorfplatz von Holzhausen ist fertig und wurde eingeweiht.
Das Rathaus wurde außen und innen nach den Vorschriften der Denkmalschutzbehörde und den Plänen von Architekt Gert Bayer aus Königsberg renoviert.
Foto: Gerold Snater

Den Anschub gab 2014 Wolfgang Reuther mit seiner zweckgebundenen, großzügigen Spende. Das Amt für Ländliche Entwicklung in Würzburg hat eine hohe Förderung von 78 Prozent in Aussicht gestellt. So stimmte der Stadtrat der Stadt Königsberg trotz der damals schwierigen finanziellen Situation im Februar 2015 für die Durchführung des Projekts. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,1 Millionen Euro. Es habe noch weitere Zuschüsse gegeben, sagte Bittenbrünn. Das Stadtoberhaupt hob auch den persönlichen Einsatz vieler Holzhäuser Bürgerinnen und Bürger heraus.

Landrat Wilhelm Schneider: ein Beweis für ein gutes Miteinander in Holzhausen

Dieser neue Dorfplatz sei ein Beweis für ein gutes Miteinander in Holzhausen, meinte wie der Bürgermeister auch Landrat Wilhelm Schneider. Nach seinem kurzen Grußwort sagte Schneider: „Ihr könnt stolz darauf sein!“

Der neue Dorfplatz von Holzhausen ist fertig und wurde eingeweiht.
Bezüglich Holzhausen stellte Jürgen Eisentraut, Direktor des Amtes für Ländliche Entwicklung in Würzburg, die Stadt Königsberg mit dem Abbruch des leerstehenden Gebäudes und mit dem Umbau und der Sanierung des ehemaligen denkmalgeschützten Rathauses als öffentliches Vorbild heraus.
Foto: Gerold Snater

Jürgen Eisentraut, Direktor des Amtes für Ländliche Entwicklung in Würzburg, hob in seiner Rede auch die Bedeutung der Dorferneuerung heraus, die es in Bayern seit 2001 gebe und nach über 20 Jahren überaus rege genutzt werde. In Unterfranken würden zur Zeit über 240 umfassende und einfache Dorferneuerungen in rund 330 Ortschaften durchgeführt. Bezüglich Holzhausen stellte er die Stadt Königsberg als öffentliches Vorbild heraus. Er lobte den Mut des Bürgermeisters und des Stadtrates seinerzeit, das Projekt das Projekt anzupacken.

Der neue Dorfplatz von Holzhausen ist fertig und wurde eingeweiht.
Bürgermeister Claus Bittenbrünn und Ortssprecher und 2. Bürgermeister Alexander Krauser (rechts) bedankten sich bei dem großzügigen Spender Wolfgang Reuther (Mitte) mit einem Gemälde des Rathauses.
Foto: Gerold Snater

Das Schlusswort hatte der Zweite Bürgermeister, Ortssprecher und Stadtrat von Holzhausen, Alexander Krauser. Sein besonderer Dank galt Wolfgang Reuther, einem gebürtigen Holzhäuser und nun in München lebend, der mit seiner Spende das ganze Projekt erst richtig ins Rollen gebracht habe. Zusammen mit Bürgermeister Bittenbrünn überreichte Krauser Reuther ein Gemälde, das das Holzhäuser Rathaus zeigt.

Der neue Dorfplatz von Holzhausen ist fertig und wurde eingeweiht.
Krauser bedankte sich besonders bei Bürgermeister Claus Bittenbrünn: „Er hat die Notwendigkeit erkannt und dieses Projekt von Anfang an unterstützt.“
Foto: Gerold Snater

Dass der Dorfplatz lebt sehe man daran, dass sich auf ihm seit seiner Fertigstellung an verschiedenen Tagen Gruppen träfen, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Krauser vergaß auch nicht, sich bei Bürgermeister Claus Bittenbrünn zu bedanken: „Er hat die Notwendigkeit erkannt und dieses Projekt von Anfang an unterstützt.“ Für ihn hatte Krauser ein kleines Präsent vorbereitet.

Die Beteiligten danken den Beteiligten für die Realilsierung des Projektes Dorfplatz in Holzhausen

Geschenke gingen hin und her. Bürgermeister Bittenbrünn bedankte sich mit Präsenten bei Monika Komurka und Alexandra Ach vom OGV Holzhausen, der sich um die Bepflanzung und Pflege des Areals kümmert, sowie bei Jürgen Eisentraut und Horst Büttner vom Amt für Ländliche Entwicklung, bei Christoph Krauser vom Planungsbüro ISE, bei Architekt Gert Bayer aus Königsberg und bei Georg Burger von Johannes Burgerbau aus Steinach. Schließlich übergab Bittenbrünn wiederum an Alexander Krauser ein Geschenk, um ihm für sein unermessliches Engagement für den neuen Dorfplatz seines Heimatdorfes zu danken.

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