Mittelschule Ebern
Unter der Erde wird gebaut
Von außen ist nicht erkennbar, dass sich in der Mittelschule derzeit eine Großbaustelle befindet.
Von außen ist nicht erkennbar, dass sich in der Mittelschule derzeit eine Großbaustelle befindet.
Helmut Will
F-Signet von Helmut Will Fränkischer Tag
Ebern – Auf der Großbaustelle ist auf den ersten Blick kaum etwas zu sehen. Nach der Sanierung wird es vor Ort wohl mehr Schüler geben als bisher.

Von außen sieht man noch nichts, aber innen tut sich einiges in der Mittelschule Ebern. Über den aktuellen Stand der Großbaumaßnahme im Schulgebäude informierten dieser Tage Stefan Hofmann, Mitarbeiter im Bauamt und Rektor Philipp Arnold die Mitglieder des Schulverbandes. Hofmann gab einen Überblick: Bei der vergangenen Sitzung waren nach seinen Worten 1,5 Millionen Euro verbaut, derzeit sei man bei 2,6 Millionen. Der gesamte Umfang der Sanierungsmaßnahme für das Schulgebäude belaufe sich auf etwa 5,8 Millionen Euro.

Probleme mit dem Boden

Als Problem habe sich herausgestellt, dass es schwierig gewesen sei, einen Sanitärunternehmer zu finden. Wie Schulverbandsvorsitzender Jürgen Hennemann sagte, habe es mit dem Bodenaufbau in Teilbereichen Probleme gegeben, weil unterschiedliche Höhen festgestellt wurden, die ausgeglichen werden mussten. „Mehrkosten wird es deshalb wohl nicht geben“, sagte Hofmann. Mit dem Baufortschritt sei man noch nicht ganz so weit, wie man es sich erhofft hatte.

Arnold zeigte sich bei seinen Ausführungen zur praktischen und technischen Abwicklung der Sanierung als profunder Kenner der Thematik. „Jetzt geht der Bau erst richtig los, bisher passierte quasi alles im Untergrund“, sagte er. Eine Menge Heizkörper seien geliefert worden, die in der Schule zwischengelagert werden. Das habe man zusagen müssen, um bei späterer Lieferung möglichen Kostensteigerungen zu begegnen.

Logistische Herausforderungen an der Eberner Mittelschule

Ausschreibungen für weitere Bauabschnitte können auf den Weg gebracht werden. Die Vergabe wird im kleinen Kreis genehmigt. Der Rektor wies darauf hin, dass Deckenstrahler angebracht werden sollen. Die seien notwendig, falls die Fußbodenheizung, die man erhalten will, einmal ausfallen sollte.

Der Schulleiter wies auf die großen logistischen Anforderungen hin, die er und sein Kollegium zu schultern hätten, um den Unterrichtsbetrieb aufrechtzuerhalten. So nutze man derzeit Räume in der Mittelschule in Maroldsweisach und hoffe, ab Januar/Februar welche in der Realschule Ebern nutzen zu können. „Das ist schon ein logistischer Kraftakt“, sagte der Rektor.

Mehrere Regierungsbezirke beteiligt

Zuwachs hat die Mittelschule bekommen, denn die Gemeinde Itzgrund ist dem Schulverband Ebern beigetreten. Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern, weil zwei Regierungsbezirke beteiligt sind, wie Verbandsvorsitzender Hennemann sagte.

Auch die Regierung von Oberfranken habe sich für den Beitritt der Gemeinde ausgesprochen. Es müsse aber alles noch satzungsmäßig geregelt werden. Verwaltungstechnisch sei noch nicht alles vollzogen, erläuterte Geschäftsleiter Dirk Suhl von der VG Ebern.

Initiative kam aus dem Itzgrund

Nina Liebermann, Bürgermeisterin der Gemeinde Itzgrund, war erstmals in der Runde der Schulverbandsversammlung dabei. Sie sagte, dass die Initiative für den Beitritt zum Schulverband Ebern von der Gemeinde selbst ausging. Das wäre einfacher für die Schüler der Itzgrundgemeinde, als verschiedene Schulen im Bereich Coburg besuchen zu müssen. „Die Eltern der Kinder sind mit dieser Lösung sehr zufrieden“, sagte die Bürgermeisterin.

Notwendige Beschlüsse zum Beitritt der Itzgründer zum Schulverband Ebern konnten, wie Jürgen Hennemann sagte, noch nicht gefasst werden. Hier müsse noch auf Unterlagen der Regierungen Unter- beziehungsweise Oberfrankens gewartet werden. 

Lesen Sie auch: 

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen:
Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: