Die Szenerie ähnelt einem Alptraum: Den Bereich zwischen Heizkraftwerk und Logistikzentrum der Herzowerke hat eine Explosion erschüttert, im Lager ist ein Brand ausgebrochen und mehrere Personen sind dort eingeschlossen. Es gibt Vermisste, schwer verletzte Personen, die teilweise unter Trümmern eingeklemmt sind, auch Todesopfer sind zu beklagen.
Die Aufgabenstellung ist vielschichtig. Zum Beispiel müssen auch noch sechs Personen im ersten Stock der Verwaltung gerettet werden, denen der Fluchtweg durchs Haus versperrt ist. Und ein Verkehrsunfall in der Einfahrt zum Logistikzentrum versperrt die Zufahrt, ebenso wie Trümmer und brennende Teile.
Geübt wird bei dem Großszenario auch der Einsatz der Drehleiter. Unter anderem muss ein Monteur am Dach des Logistikzentrums gerettet werden, der abgestürzt ist und verletzt in der Sicherung hängt. Auch die Rettung der Personen aus dem ersten Stock erfolgt über die Drehleiter. Und die Tanks am Heizkraftwerk müssen mit mehreren Strahlrohren und zusätzlich vom Wasserwerfer der Drehleiter gekühlt werden.
Erschwert wird der Einsatz durch eine plötzliche Zusatzaufgabe: Während der Brandbekämpfung und Personensuche im Logistikzentrum verunglücken mehrere Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr und müssen gerettet werden. Die Handlungsweise wird durch ein Rettungskonzept bei verunfallten Atemschutzgeräteträgern geregelt.
Weitere Schwerpunkte der Übung sind: Personenrettung aus dem dem verunglückten Auto in der Einfahrt, Ablöschen der brennenden Trümmerteile und deren Entfernen, Riegelstellung zwischen Logistikzentrum und Heizkraftwerk, Wasserversorgung über mehrere Hydranten.
Wegen des großen Wasserbedarfs musste eine etwa tausend Meter lange Schlauchstrecke aus einem Weiher an der Skaterbahn bis zum Logistikzentrum gelegt werden. Unterwegs waren mehrere Verstärkerpumpen notwendig.
Hinzugerufen wurden Einsatzkräfte des BRK Erlangen-Höchstadt und der Bereitschaft Herzogenaurach fürs Einrichten einer Verletztenablage, einschließlich Notarzt. Diese Zusammenarbeit war genauso wichtig wie das Zusammenspiel mehrerer Feuerwehren und die Koordination mehrerer Atemschutztrupps. Getestet werden konnte der Einsatz mobiler Großraumlüfter der Schaeffler-Werksfeuerwehr.
Die Gesamteinsatzleitung der Großübung hatte der Stellvertretende Kommandant der FFW Herzogenaurach, Sebastian Hagen. An der Übung beteiligt waren des Weiteren die Feuerwehren aus den Ortsteilen Hammerbach, Burgstall, Steinbach, Zweifelsheim-Höfen, Haundorf-Beutelsdorf, Niederndorf und Hauptendorf sowie die Werksfeuerwehr der Firma Schaeffler.
Die Vorbereitung der Übung war durch mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr Herzogenaurach erfolgt.
Lesen Sie auch:























