Update vom 11. November, 16 Uhr:
Nach dem Schuss, der am Sonntagabend in Erlangen-Bruck auf einen 43-Jährigen abgegeben worden war, wurde nun nach Angaben der Polizei auch der zweite Tatverdächtige gefasst. Das Opfer hatte trotz einer Schussverletzung im Gesicht am Sonntag eigenständig die Polizei alarmiert und noch in der Nacht notoperiert, ist inzwischen aber nicht mehr in Lebensgefahr.
Der Mann hatte sich mit zwei weiteren Männern in einem Waldstück getroffen. Angaben, die er noch am Sonntag machte, halfen der Polizei, kurz nach der Tat einen 22-Jährigen festzunehmen. Der zweite Mann war auf der Flucht. In der Nacht auf Dienstag sei er in seiner Wohnung in Nürnberg festgenommen worden, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken nun mit. Auch bei ihm handle es sich um einen 43-Jährigen.
Zu den Gründen für die Tat ist weiterhin nichts bekannt, auch die Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft werden weitergeführt, heißt es in der Meldung es Präsidiums.
Ursprünglicher Artikel vom Montag, 10. November:
Mann in Erlangen angeschossen: Das ist bisher bekannt
Wegen einer Schussverletzung im Gesicht hatte ein 43-jähriger Mann in Erlangen-Bruck am frühen Sonntagabend den Notruf alarmiert. Inzwischen ist klar: Nach einer Operation ist der Mann außer Lebensgefahr, er liegt derzeit auf der Intensivstation. Viele andere Fragen rund um die Tat sind jedoch noch offen, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken auf Nachfrage von fraenkischertag.de erklärt.
So nahmen die Beamten zwar kurz nach der Tat bereits einen 22-Jährigen fest, der als Tatverdächtiger gilt und noch im Laufe des Montags einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden soll. Die Hintergründe der Tat sind jedoch noch unklar. Dennoch gehe man von einem versuchten Tötungsdelikt aus.
Schussverletzung in Erlangen: 43-Jähriger im Krankenhaus
Was die Polizei bisher weiß, ist, dass das Opfer sich mit zwei Männern in einem Waldstück nordöstlich des Eggenreuther Wegs getroffen haben muss. Einer der beiden Männer habe mutmaßlich den Schuss abgesetzt – offen sei jedoch, welcher von beiden. Der zweite Mann ist noch auf der Flucht.
Mit einer Gefahr für die Öffentlichkeit, die von dem flüchtigen Tatverdächtigen ausgehen könnte, rechnet die Polizei derzeit nicht. „Nach unserer Einschätzung schließen wir eine Gefährdung aus“, bestätigt ein Sprecher des Polizeipräsidiums. „Es war ein gezieltes Treffen dieser Männer, der Mann war kein Zufallsopfer.“ Alle drei Männer sollen übrigens aus dem Raum Erlangen kommen.
Tatverdächtiger auf der Flucht
Worum es bei dem Treffen gegangen und weshalb dabei ein Schuss gefallen ist, sei noch unklar. Auch wisse man nicht, wie genau die drei Männer zueinander stehen, ob es etwa ein familiäres Verhältnis gegeben habe. Mit großer Wahrscheinlichkeit habe aber eine Beziehung zwischen ihnen bestanden. „Wegen der Vorbeziehung gehen wir nicht von einer Gefährdung für Unbeteiligte aus, weder gestern während der Tat, noch in der Folge“, erklärt der Sprecher.
Für die polizeilichen Ermittlungen sei vor allem eine ausführliche Befragung des Opfers wichtig. „Er wird vermutlich der Schlüssel sein. Der Mann konnte uns einige Hinweise liefern, die zur Festnahme des 22-Jährigen geführt haben“, erklärt der Sprecher. Wegen seiner Verletzung und seines aktuellen Zustandes sei es aber noch nicht möglich gewesen, mehr Details von dem 43-Jährigen in Erfahrung zu bringen.
Polizei bittet mögliche Zeugen um Hinweise
Zum dritten Mann, der bei dem Treffen im Wald dabei gewesen sein soll, gibt es bislang keine Angaben, nach ihm fahndet die Polizei. Beamte werden am Montag auch Anwohner befragen und mit Suchhunden vor Ort im Einsatz sein. „Vielleicht hat jemand etwas gesehen, das uns weiterbringen kann, ein verdächtiges Fahrzeug oder Kennzeichen zum Beispiel“, sagt der Sprecher des Präsidiums.
Die Polizei erlebe oft, dass Zeugen ihre Wahrnehmungen für unwichtig halten und sich deswegen nicht an die Beamten wenden. „Aber für uns kann alles wichtig sein, auch eine kleine Wahrnehmung“, ermutigt der Sprecher potenzielle Zeugen. „Kleine Hinweise können uns weiterhelfen, auch wenn sie vielleicht nicht direkt zu einer Gesamtauflösung führen.“ Zeugen können ihre Hinweise unter der Rufnummer 0911 2112-3333 mitteilen.













