Pünktlich zur Eröffnung des verkaufsoffenen Sonntags, 9. November, anlässlich der Martinikirchweih hörte um 13 Uhr der Regen in Herzogenaurach auf. Sehr zur Freude der Besucherinnen und Besucher, die sich auf den Weg in die Herzogenauracher Innenstadt gemacht hatten.
Auf der Hauptstraße und am Marktplatz waren mehr als die Hälfte der Geschäfte geöffnet. Bei Dasslers Vinothek zum Beispiel wurden Besucher am Sonderverkaufsstand mit Lebkuchen begrüßt. Aus der Lombar wurde die „Glühbar“. Dort gab es Winzerglühwein aus Dettelbach.
Fahrgeschäfte wie die Schiffschaukel und die Karussells standen vor allem bei kleinen Besuchern hoch im Kurs. Die etwas ruhigere Alternative war das Entenangeln oder Lose ziehen. Für die Eltern oder Großeltern eine schöne Gelegenheit, sich nebenbei zu stärken.
Verkaufsoffener Sonntag in Herzogenaurach: Einzelhandel lockt mit Rabattaktionen
Michaela Drebinger von Spielwaren Ellwanger am Marktplatz freut sich, dass viele Kunden den Sonderrabatt von 20 Prozent auf das Spielzeugsortiment nutzen würden. Bausteine werden gerne als Weihnachtsgeschenke gekauft, meint sie.
Ladeninhaber Thomas Kotzer, bestätigt, dass es sich lohnt, aufzumachen. Für die Mitarbeiterinnen habe er eine gute Regelung gefunden: Zum einen gebe es einen Lohnzuschlag für die Sonntagsarbeit, zum anderen sei die Arbeit gerecht verteilt. Jede Mitarbeiterin würde nur einen verkaufsoffenen Sonntag im Jahr belegen. Man wechselt sich halt ab.
Die schönsten Fotos: Das war los beim verkaufsoffenen Sonntag
Kein Sonntagsverkauf für die Outlets: Einzelhändler kritisieren Gewerkschaft
Kein Verständnis hat Kotzer für die Haltung der Gewerkschaft, den Verkauf in den Outlets zu unterbinden. Gerade bei dem Personalabbau in Herzogenaurach, wie beim Unternehmen Puma, wären die Leute doch froh, wenn sie Arbeit hätten. Die Gewerbesteuereinnahmen der verkaufsoffenen Sonntage wären laut Kotzer gut für die Stadtkasse.
Pop-Up-Möbel-Store in Herzogenaurach
Möbel Fischer hat am Wochenende einen Pop-up-Store auf der Hauptstraße getestet. Die Beratung funktioniert mit Virtual-Reality-Brille. Für Kinder gibt es Luftballons.
Geschäftsführerin Franziska Fischer hatte die Idee für den Verkaufsstand. Zwei Wochen lang dauerten die Vorbereitungen für den Pop-up-Store.
Margit Rudert verkauft Naturtextilien. Am Martinisonntag kämen immer mehr Kunden als sonst. Da hat sie gut zu tun. Gerade stresst sie zudem der Ausverkauf. Es ist ihr letzter verkaufsoffener Sonntag. Weil sie sich zur Ruhe setzen will, wird sie ihr Geschäft bald aufgeben. Es ist nicht einfach, meint sie. Aber irgendwann müsse auch einmal Schluss sein.
Villa Sabatino zum zweiten Mal beim Martinisonntag dabei
Jessica Sabatino hat ihren neuen Laden „Villa Sabatino“ schon zum zweiten Mal am Martinisonntag geöffnet. Am besten gehen an diesem Sonntag die Kleinigkeiten weg, die viele als Weihnachtsgeschenke kaufen, sagt Sabatino. Bei „Welker Schlafkultur“ sind angesichts der Jahreszeit die warmen Winterbetten sehr begehrt, berichten die Mitarbeiter.
Theresia Hauke von Männermodegeschäft Horbaschek findet, Martini sei die schönste Kirchweih. „Bei uns kommen am Sonntag immer die Paare. Da haben sie Zeit, sich in aller Ruhe umzuschauen“, sagt die Inhaberin.





























