Gemütlich bummeln abseits des stressigen Alltags, mit der ganzen Familie von Laden zu Laden schlendern und dazwischen den ein oder anderen Glühwein und gebrannte Mandeln genießen: Das soll auch an diesem Sonntag in Herzogenaurach wieder möglich sein – wie jedes Jahr zur Martinikirchweih.
Doch nicht alles ist so wie im vergangenen Jahr. So werden die Outlets von Adidas und Puma und auch Möbel Fischer nach dem Altstadtfest im Juni schon zum zweiten Mal nicht mehr am verkaufsoffenen Sonntag teilnehmen – zumindest nicht wie gehabt.
Möbel Fischer eröffnet Pop-up-Store in Herzogenaurach
Im Frühjahr hatte eine Rüge des Deutschen Gewerkschaftsbundes dazu geführt, dass zum verkaufsoffenen Sonntag nur noch Läden in der Innenstadt öffnen dürfen. Ganz so einfach will zumindest Möbel Fischer die Entscheidung aber wohl nicht schlucken. „Ein verkaufsoffener Sonntag ohne Möbel Fischer – einem Ladengeschäft, das seit über 100 Jahren in Herzogenaurach ansässig ist? Das wäre dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) wohl recht gewesen“, heißt es in einem Schreiben.
Stattdessen wird das alteingesessene Geschäft an diesem Wochenende mit einem Pop-up-Store in der Innenstadt vertreten sein – eine Idee, die schon erprobt ist, wie sich herausstellt. „Leider standen wir mit unserer Filiale in Forchheim schon vor einigen Jahren vor genau der gleichen Situation“, erklärt Prokurist Tim Bauer.
Verkaufsoffener Sonntag zur Martinikirchweih
Weil das Traditionshaus das so nicht habe hinnehmen wollen, habe das Team in Forchheim einen Pop-up-Store aufgezogen. Bei den Besuchern sei die Idee sehr gut angekommen. „Als wir nun dieses Jahr auch in Herzogenaurach vom verkaufsoffenen Sonntag ausgeschlossen wurden, haben wir sofort mit dem Gedanken gespielt, wieder einmal einen solchen Store ins Leben zu rufen“, so Bauer weiter. Bei der Suche nach einer Location habe die Stadt Herzogenaurach geholfen und auch die Vermieterin der Ladenfläche am Marktplatz 3, wo der Pop-up-Store entstehen soll, sei einverstanden gewesen.
Zwar seien die verkaufsoffenen Sonntage nicht immer unbedingt sehr umsatzstark, gibt Bauer zu. So seien zum Beispiel die Sonntage im Herbst und Winter meist besser besucht, als die im Sommer. „Wichtiger ist aber die Vielzahl an guten Kontakten, die man an solchen Tagen knüpft. Wir hatten an verkaufsoffenen Sonntagen meist mehr Besucher im Laden als an allen anderen Tagen des Jahres“, erklärt der Unternehmenssprecher. „Teils zum Einkaufen, teils einfach nur zum Bummeln – aber alle hatten stets viel Freude und eine gute Zeit. So bleibt man langfristig bei Kunden im Gedächtnis.“
Puma und Adidas Outlets bleiben geschlossen
So mit Sicherheit auch durch diese Aktion am kommenden Wochenende. Ganz genau will das Unternehmen noch nicht offenlegen, was Kunden am Samstag und Sonntag in der Innenstadt erwartet – ein bisschen Überraschung soll noch dabei sein. Dass es verschiedene Leckereien und ein bisschen Spiel und Spaß geben soll, verrät Bauer aber schon einmal. Außerdem soll dank moderner Technik sogar eine Möbelberatung möglich sein.
Ob ein solcher Pop-up-Store auch für die Sportartikelhersteller Adidas und Puma in Frage käme, wollten beide Unternehmen nicht beantworten. Eine Sprecherin von Adidas lässt aber immerhin wissen, dass das Unternehmen die Beschränkung weiterhin bedauere. „Diese Tage beleben die Stadt, stärken den Einzelhandel und wurden von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kundinnen und Kunden gerne genutzt“, erklärt sie.















