Am Donnerstag, 30. Oktober, stellt Puma einen Tag nach dem Rivalen Adidas seine Zahlen für das dritte Quartal des Jahres vor. Wie genau diese aussehen werden, bleibt abzuwarten, doch in den vergangenen Monaten hatte der Sportartikelriese aus Herzogenaurach immer wieder Negativschlagzeilen gemacht.
Job-Abbau, CEO-Wechsel, Aktientief: Das Unternehmen durchlebt ein turbulentes Jahr. Bereits im Juli, zur vorverlegten Quartals-Pressekonferenz, hatte Puma die Erwartungen für 2025 nach unten korrigiert. Statt mit einem Gewinn von 445 bis 535 Millionen Euro (vor Zinsen und Steuern) ging man nun von einem Verlust aus.
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Eine schwache Umsatzentwicklung und große Währungsbelastungen hatte das Unternehmen damals als Gründe für die Verluste genannt, Maßnahmen umfassten zum Beispiel Preissenkungen auf dem US-amerikanischen Markt sowie ein Sparprogramm, unter anderem beim Personal.
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Wirft man einen Blick auf die Mitteilungen, die das Unternehmen in den vergangenen Monaten veröffentlicht hat, könnte man den Eindruck gewinnen, dass der Sportartikelhersteller auch an anderen Ecken Veränderungen vorantreibt, um von den Konkurrenten Adidas und Nike nicht noch weiter abgehängt zu werden.
Schon im Frühjahr hatte Puma angekündigt, getrennte Wege mit CEO Arne Freundt gehen zu wollen. Ersetzt wurde der Chef am 1. Juli durch Arthur Hoeld, ein ehemaliges Adidas-Vorstands-Mitglied. Doch der Posten des CEOs ist längst nicht der einzige, der in diesem Jahr neu besetzt wurde – und auch nicht der einzige, bei dem Puma sich bei der Konkurrenz bedient hat.
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Neubesetzung bei Puma Herzogenaurach
Erst Anfang der Woche gab das Unternehmen bekannt, dass Maria Valdes zur Chief Brand Officerin ernannt wurde. Die 41-Jährige hatte bisher den Posten der Chief Product Officerin inne und ist seit 2023 Mitglied des Vorstandes.
Mit der Neubesetzung will Puma „sein Brand Marketing neu organisieren und eine Struktur schaffen, die Produktentwicklung, Innovation, Go-to-Market und Brand Marketing umfasst, um das Storytelling für seine Produkte zu verbessern und einheitlicher zu gestalten“, heißt es in der Mitteilung. Das Ziel sei es, „authentische und wirkungsvolle Geschichten zu erzählen“ und damit Kunden zu inspirieren. Der Schritt soll helfen, „die nötigen Strukturen zu schaffen, um PUMA gegenüber seinen Wettbewerbern in der Sport-Industrie besser zu positionieren“, so CEO Arthur Hoeld. Produktentwicklung und Storytelling sollen also künftig aus einem Guss erfolgen.
Während diese Änderung laut eigenen Angaben sofort in Kraft tritt, hat das Unternehmen wenige Tage zuvor noch eine weitere Neubesetzung verkündet, die mit einer Umstrukturierung einhergeht und ab dem 1. November gelten soll. „Um das Wachstum zu beschleunigen und seinen Fokus in einem sich schnell verändernden Umfeld zu schärfen, hat Puma seine Organisationsstruktur angepasst und sein Direct-to-Consumer-Geschäft in zwei eigenständige Bereiche aufgeteilt: Global Retail und Global E-Commerce“, heißt es in der Pressemitteilung.
Für den Bereich Global Retail, also den stationären Einzelhandel, soll ab dem 1. November Ronald Reijmers als Vice President zuständig sein. Zuvor war er nach Angaben des Unternehmens sowohl bei Nike als auch bei Adidas tätig. Wer den Bereich E-Commerce leiten soll, soll in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.
Umstrukturierungen beim Sportartikelhersteller
Anfang Oktober hatte Puma außerdem bekannt gegeben, dass Thomas John als neuer Vice President People & Organization verpflichtet wurde – auch er ist eine externe Neubesetzung. Zuletzt sei er bei Landis+Gyr gewesen, „einem globalen Anbieter von Energiemanagement- und Smart-Meter-Lösungen, wo er die Transformation des Unternehmens und die Personalstrategie in mehr als 30 Ländern verantwortete“, schreibt das Unternehmen. Doch auch in Johns Lebenslauf findet sich der Herzogenauracher Nachbar Adidas als ehemaliger Arbeitgeber.
Puma selbst befindet sich wie üblich in den Tagen vor der Quartalsbilanz in der sogenannten quiet period (deutsch: stille Phase) und kommentiert die Wechsel nicht weiter. Wie der Sparkurs der vergangenen Monate sich auf die Zahlen ausgewirkt hat und ob das Unternehmen die Erwartungen für 2025 weiter nach unten schrauben muss, soll dann am Donnerstag, 30. Oktober, bekanntgegeben werden.

















