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Das sind seine Pläne
Kein Unbekannter: Er ist der neue Polizeichef Herzogenaurach
Reiner Schramm
Seit 1. Juli ist Reiner Schramm der neue Polizeichef in Herzogenaurach. // Anna-Lena Reif
Herzogenaurach – Schon jetzt kann Herzogenaurach auf seine Kriminalitätsstatistik stolz sein. Doch der neue Polizeichef Reiner Schramm plant weitere Verbesserungen.

Nürnberg, Garmisch-Partenkirchen, Zirndorf, Fürth, Höchstadt: Reiner Schramm hat in seiner beruflichen Laufbahn schon einige Stationen hinter sich gebracht. Zum 1. Juli ist er nun nach Herzogenaurach gewechselt, wo er die Polizeiinspektion leitet – und das gerne auch die nächsten 20 Jahre, wie Bürgermeister German Hacker bei Schramms offizieller Vorstellung scherzt. 

Polizei Herzogenaurach: Er ist der neue Chef

„Wir sind hier eine Insel der Glückseligkeit“, sagt Hacker weiter – zumindest wohl, was die Kriminalität angeht. Und das, obwohl der Dienstbereich mit Herzogenaurach, Weisendorf, Heßdorf, Großenseebach und Oberreichenbach rund 42.000 Einwohner umfasst. Doch die Anzahl der Straftaten, die die Polizei jährlich erfasst, ist 2024 im Vergleich zum Vorjahr um knapp acht Prozent gesunken, die Aufklärungsquote liegt bei stolzen 64 Prozent. 

Polizei Herzogenaurach: Sehr gute Kriminalitätsstatistik für 2024 

Vor allem zeige sich der Rückgang dort stark, „wo es weh tut“, wie Adolf Blöchl, Polizeipräsident des Bezirks Mittelfranken, erklärt. Die Zahl der Sexualdelikte beispielsweise sei um 27 Prozent gesunken, die der Wohnungseinbrüche sogar um 62 Prozent. Die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner liege bei knapp 2500. In Mittelfranken seien es dagegen über 4000, bayernweit sogar 4200. „In Herzogenaurach lebt es sich also fast doppelt so sicher, wie im Rest von Bayern. Es ist sehr gute Polizeiarbeit, die hier geleistet wird“, sagt Blöchl. 

Reiner Schramm
Polizeipräsident Alfred Blöchl (links) ist glücklich über die neue Besetzung der Polizeiinspektion. Bürgermeister German Hacker (rechts) würde Schramm am liebsten gleich für Jahrzehnte behalten. // Anna-Lena Reif

An diese gute Statistik will Schramm, der in den vergangenen drei Jahren die stellvertretende Dienststellenleitung in Höchstadt innehatte, nun anschließen. „Es erfüllt mich mit großer Freude, aber auch Demut, diese Polizeiinspektion übernehmen zu dürfen“, sagt der 45-Jährige. „Als ich 1997 bei der Polizei angefangen habe, war das für mich unvorstellbar. Ich wollte einfach nur bei der Polizei sein.“ 

Zwischenstopps in Garmisch und Fürth

28 Jahre später sei es jetzt sein Ziel, die Polizeiinspektion in Herzogenaurach „zu prägen“. „Ich habe den Anspruch, zuzuhören, gemeinsam zu gestalten und wo nötig zu führen“, sagt er. Dabei soll ihm auch seine vielseitige Erfahrung in den verschiedenen Stationen helfen, die er bereits auf dem Lebenslauf stehen hat.

Dazu zählen neben der Kriminalpolizei und der einzigen Servicestelle für Asyl in Mittelfranken auch die Eindrücke in eher ländlichen Gegenden. „Einer meiner ersten Einsätze in Garmisch war ein Almabtrieb“, verrät Schramm schmunzelnd. Gebürtig stammt Schramm übrigens aus Fürth, lebt jedoch mit seiner Familie in Neustadt an der Aisch. 

Neuer Polizeichef Reiner Schramm: Vertrauen der Bürger gewinnen 

Auf die Polizei sieht Schramm „vielschichtige Herausforderungen“ zukommen, zum Beispiel Angriffe auf Einsatzkräfte oder neue Formen der Kriminalität. „Es gibt ein Spannungsfeld zwischen Pflicht und Erwartung, zwischen Effizienz und Menschlichkeit“, erklärt er. Besonders wichtig sei seines Erachtens der Respekt im Umgang miteinander – mit den Bürgern, aber auch mit den Behörden. 

„Das Vertrauen der Bürger ist unser allerwichtigstes Kapital“, ist Schramm überzeugt. Und genau dieses will er sich nun in Herzogenaurach verdienen. Auch Hacker betont, dass das Sicherheitsgefühl der Bürger von „der Präsenz der Polizei“ abhängig sei. „Und das Sicherheitsgefühl ist hier sehr gut“, stellt er fest. 

 

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