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Spürhunde im Einsatz
Trafo-Explosion bei Höchstadt: Zweite Spurensuche am Tatort
Die Tür ist deformiert. Im Boden ein Loch. Am Freitag, 14. November, gab es eine Explosion an einem Trafogebäude im Höchstadter Ortsteil Weidendorf. Der örtliche Netzversorger Energie geht von einem Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich aus. Das Bayerische Landeskriminalamt ermittelt wegen Sprengstoff.
Die Tür ist deformiert. Im Boden ein Loch. Am Freitag, 14. November, gab es eine Explosion an einem Trafogebäude im Höchstadter Ortsteil Weidendorf. Der örtliche Netzversorger Energie geht von einem Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich aus. Das Bayerische Landeskriminalamt ermittelt wegen Sprengstoff. // Foto: Fränkischer Tag
Höchstadt – Seitdem ein Trafogebäude in Weidendorf bei Höchstadt gesprengt wurde, ermittelt das LKA. Von einer groß angelegten Spurensuche am Tatort erhofft man sich neue Aufschlüsse.

Etwas mehr als eine Woche ist es her, dass ein Trafogebäude in Weidendorf (Ortsteil von Höchstadt an der Aisch) gesprengt wurde. Warum wurde ausgerechnet der Trafo in Weidendorf zum Ziel? Der Vorgang bleibt weiterhin rätselhaft. Seit der Explosion hat das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen aufgenommen. Eine groß angelegte Spurensuche am Tatort sollte neue Hinweise liefern. Das ist der aktuelle Stand der Ermittlungen.

Gesprengter Trafo bei Höchstadt: Erneute Spurensuche am Tatort

Am Freitagabend, 14. November, war die Trafostation bei Weidendorf zerstört worden. Die Explosion war kilometerweit zu hören. Wie fraenkischertag.de berichtete, gab es in Weidendorf und den umliegenden Gemeinden Lonnerstadt, Sterpersdorf, Greiendorf und Greienmühle fast drei Stunden lang keinen Strom.

Nun haben mehrere Polizeibeamte eine Woche nach der Tat die Umgebung des Trafohäuschens bei Weidendorf nach weiteren Spuren durchsucht. Die Polizeiaktion habe am Freitag, 21. November, stattgefunden. „Rund dreißig Einsatzkräfte waren vor Ort“, bestätigt Fabian Puchelt, Sprecher des LKA, auf Anfrage von fraenkischertag.de.

LKA durchsucht beim zweiten Mal mit Spürhunden 

Das Hauptaugenmerk der Beamten lag während der Spurensuche darauf, eventuelle Sprengteile in der Nähe des Tatorts ausfindig zu machen. Diese könnten sich durch die Wucht der Explosion im Umkreis des Trafos verteilt haben. Bei der Suchaktion waren auch Beamte der Polizei Mittelfranken vor Ort. Die Polizei durchsuchte die umliegenden Felder in der Nähe der Trafo-Station mithilfe von Sprengstoffspürhunden. Während der Suchaktion am Freitagvormittag wurden mehrere Indizien sichergestellt.

Bereits am Tag der Explosion hatte das LKA in München die Ermittlungen über die Trafo-Sprengung in Höchstadt aufgenommen. Ermittler für Waffen- und Sprengstoffdelikte hatten noch in der Tatnacht mit der Spurensuche vor Ort begonnen und Spuren von Sprengstoff am beschädigten Trafo gefunden.

Sprengung und Stromausfall: Motiv weiterhin unklar

Nach Aussage des LKA sind die Analysen über die Sprengstoffproben und -teile derzeit noch nicht abgeschlossen. „Aktuell liegt noch kein neuer Ermittlungsstand vor. Die Untersuchungen laufen noch“, sagt der LKA-Sprecher. Weitere Einsätze vor Ort plane das LKA derzeit nicht. In den kommenden Tagen rechne man mit ersten Erkenntnissen. „Genaue Details oder welche Art des Sprengstoffes es war, werden wir aber nicht bekanntgeben“, so Puchelt.

Auch das Motiv der Trafo-Sprengung liegt weiterhin im Unklaren. „Wir haben noch keinen konkreten Hinweis.“ Vom Dumme-Jungen-Streich mit illegalen China-Böllern, bis zu einem gezielten Akt, könne laut dem LKA-Sprecher noch keine der denkbaren Möglichkeiten ausgeschlossen werden.

LKA entkräftet Mutmaßungen in Sozialen Medien

Während die Polizeibeamten ihren Nachforschungen nachgehen, stellen User in den Sozialen Medien über die Bilder vom zerstörten Trafo in Weidendorf allerhand Vermutungen darüber an, wie und durch was das Trafohäuschen explodiert sein müsse, oder ob es gar „implodiert“ sei. Zumindest diese Klarheit kann Puchelt jetzt schon schaffen: „Sie dürfen sich sicher sein, dass die [User] sich definitiv nicht auskennen. Wir gehen davon aus, dass der Sprengstoff vor dem Trafohäuschen platziert worden ist.“

Trafo-Sprengung: Polizei sucht Zeugen 

Die Polizei bittet weiterhin Zeugen und Personen, die Hinweise geben können oder verdächtige Beobachtungen zu dem Fall gemacht haben, sich an das Bayerische Landeskriminalamt, unter der Telefonnummer 089-12120, zu wenden.

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