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Mehrere Einsatzkräfte verletzt
Waldbrand im Tennenloher Forst: Die Lage am Samstag
Seit Mittwochabend, 30. April 2025, brennt es im Tennenloher Forst bei Erlangen.
Seit Mittwochabend, 30. April 2025, brennt es im Tennenloher Forst bei Erlangen. // Foto: News5/Ferdinand Merzbach
LKR Erlangen-Höchstadt – Das Feuer im Tennenloher Forst bedroht 40.000 Quadratmeter Waldfläche. Zahlreiche Einsatzkräfte kämpfen weiterhin unermüdlich gegen die Flammen, doch die Lage scheint sich langsam zu entspannen.

Noch immer kämpfen zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort gegen den Waldbrand, der inzwischen 40.000 Quadratmeter des Tennenloher Forsts betrifft. Dennoch scheint die Lage sich am Samstagmorgen langsam zu beruhigen. 

Momentan sei die Feuerwehr dabei, das Feuer mit Kreisregnern zu „umzingeln“. Diese könne man sich vorstellen, wie Rasensprenger für große landwirtschaftliche Flächen, wie Sebastian Weber, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Erlangen-Höchstadt erklärt. „Alles, was nicht betretbar ist und sich weiter in der Mitte des Kreises befindet, wird sich selbst überlassen. Denn wenn außen rum nichts Brennbares mehr da ist, geht das Feuer irgendwann von selbst aus.“ 

Waldbrand im Tennenloher Forst: Lage entspannt sich

Derweil werde mit Drohnen- und Wärmebildern permanent kontrolliert, wie das Feuer sich entwickelt. Hubschrauber seien dagegen seit dem späten Freitagnachmittag nicht mehr im Einsatz, da die Fliegerstaffel personell erschöpft sei. „Zur Not gäbe es noch Hubschrauber des Militärs, aber aktuell ist nicht in Aussicht, dass das nötig wird“, so Weber. 

Im Moment rechne man auf jeden Fall noch damit, dass der Einsatz sich über das Wochenende weiterziehen werde. Wie weit er sich in die Woche hinein erstrecken werde, sei ungewiss. „Die Feuerwehr kann natürlich erst abziehen, wenn keine Glutnester mehr zu finden sind“, erklärt Weber. „Denn durch solche kleinen Stellen ist das Feuer ja auch erst entstanden.“ 

Neun Einsatzkräfte in Erlangen-Höchstadt verletzt

In den Regen, der für das Wochenende prognostiziert ist, setzt Weber hingegen wenig Hoffnung. „Es müsste über Stunden richtig schütten, so dass auch Pfützen entstehen. Aber aktuell sieht es eher nach einem Tropfen auf den heißen Stein aus, das ist nicht vielversprechend“, so der Pressesprecher. „Aber zumindest wird dadurch die starke Trockenheit erstmal etwas gedämpft, so dass der Boden nicht mehr ganz so entzündlich ist.“

Aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt vom Samstagvormittag geht hervor, dass während des Einsatzes mehrere Kräfte der Feuerwehr leicht verletzt wurden. Laut Weber handle es sich dabei um Kräfte, die am späten Freitagabend oder während der Nacht im Einsatz waren. „Durch die Luftdruckverhältnisse konnte der Rauch nicht mehr wie bei warmen Temperaturen einfach nach oben abziehen“, erklärt Weber. Stattdessen hätte er sich wie morgendlicher Nebel am Boden gehalten und die Einsatzkräfte seien im über Stunden hinweg ausgeliefert gewesen. „Man bekommt Symptome wie Übelkeit oder Kopfschmerzen. Sieben von den neun Kräften wurden ins Krankenhaus gebracht, aber es wurden alle schon wieder entlassen“, gibt Weber Entwarnung. 

Landratsamt warnt Anwohner 

Die Arbeit der kommenden Stunden sei es nun, den bewässerten Kreis um das Feuer zu schließen und die weitere Entwicklung genau zu beobachten. „Wenn die Glutnester stetig abnehmen, ist eigentlich alles getan. Unter Kontrolle hatten wir das Ganze ja schon am zweiten Tag“, so Weber. 

Das Landratsamt weist in seiner Pressemitteilung darauf hin, dass zwar weiterhin keine Gefahr für Anwohner bestehe. Dennoch seien diese angehalten, bei Brandgeruch Fenster und Türen geschlossen zu halten. Außerdem sei die Bevölkerung „weiterhin dringend aufgefordert, das Einsatzgebiet im Sebalder Reichswald weiträumig zu meiden und sich von der Einsatzstelle fernzuhalten“. 

 

 

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