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Prozess
Männer wegen Drogendeals in Höchstadt angeklagt
Das Handeln mit Marihuana und Haschisch (Bild) im Stadtgebiet von Höchstadt wird zwei Männern vorgeworfen, die sich derzeit vor Gericht dafür verantworten müssen.
Das Handeln mit Marihuana und Haschisch (Bild) im Stadtgebiet von Höchstadt wird zwei Männern vorgeworfen, die sich derzeit vor Gericht dafür verantworten müssen. // Daniel Karmann/dpa
Signet des Fränkischen Tags von Filiane Rieker
Höchstadt a. d. Aisch – Ein Informatiker und ein Schüler tun sich zusammen, um mit Drogen zu handeln. Sie fahren hunderte Kilometer weit, um Marihuana zu besorgen. Nun wurden sie erwischt.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth verhandelt derzeit gegen zwei Männer aus Höchstadt. Der Prozess findet vor der Jugendkammer statt, weil einer der Angeklagten zum Tatzeitpunkt minderjährig, beziehungsweise Heranwachsender war.

Der 36-jährige Informatiker (L.) und der 23-jährige Schüler (K.) werden beschuldigt, von Dezember 2018 bis Februar 2023, unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in zehn Fällen gemeinschaftlich betrieben zu haben. Die Angeklagten L. und K. sollen insgesamt 35 Kilogramm Marihuana zum Weiterverkaufen erworben haben.

Drogen: 300 Euro Gewinn pro Kilogramm

Das Cannabis verkauften die Angeschuldigten mit einem Gewinn von 300 Euro pro Kilogramm weiter. Ein weiterer 27 Jahre alter Angeklagter (R.) aus Zirndorf soll die Angeklagten L. und K. bei einer Beschaffungsfahrt wissentlich unterstützt haben.

Die beiden Beschuldigten L. und K. begannen zu einem nicht genau feststellbaren Zeitpunkt im Dezember 2018 mit dem gemeinsamen und arbeitsteiligen Handel mit Marihuana und Haschisch im Stadtgebiet von Höchstadt. Hintergrund des Handels war insbesondere die Finanzierung und strategische Abwicklung der Betäubungsmittel, die K. allein nicht möglich war und L. die Kontakte zu lokaler Betäubungsmittelszene und potenziellen Abnehmern fehlten.

Die Angeschuldigten L. und K. bezogen die Betäubungsmittel über einen Kontakt in Herne. Für die Übernahme der Drogen fuhren die Angeschuldigten jeweils gemeinsam in einem Mietauto dorthin.

Drogen von Herne nach Höchstadt gebracht

In Herne fanden die Übergabe der Drogen sowie das Bezahlen des Kaufpreises statt. Der Angeschuldigte L. fungierte als Fahrer und war zudem der maßgebliche Finanzierer der Betäubungsmittel. K. hingegen war für den Verkauf des Cannabis’ zuständig.

An der Beschaffungsfahrt am 2. März 2019 konnte L. nicht teilnehmen. Stattdessen unterstütze R. das eingespielte Duo, indem er wissentlich und willentlich mit voller Kenntnis über die Beschaffungsfahrt an dieser teilnahm.

Hierfür erhielt R. 150 Euro Entlohnung. Die Verhandlung wird am 7. November 2023 fortgesetzt.

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