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Umbau in Herzogenaurach
Für Schlaganfallpatienten: Praxis investiert in neue Technik
Agnes Makowski hat 100.000 Euro in ein Laufband investiert. Ihre Patienten trainieren in Herzogenaurach bis zu fünf Mal pro Woche.
Agnes Makowski hat 100.000 Euro in ein Laufband investiert. Ihre Patienten trainieren in Herzogenaurach bis zu fünf Mal pro Woche. // Gerd Ankermann
Herzogenaurach – Physiotherapeutin Agnes Makowski möchte mehr Patienten helfen. Dafür investiert sie in neue Geräte. Wie sie Menschen nach einem Schlaganfall behandelt.

Wer nach einem Schlaganfall die bestmögliche Therapie erhält, hat die besten Chancen, seinen Alltag wieder gut zu meistern. Agnes Makowski hat im Oktober 2022 ihre Praxis in Herzogenaurach Am Kreisel eröffnet. Dort kann sie Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen umfassend und intensiv behandeln. Das 18-köpfige Team ist gut vorbereitet auf Patienten mit Schlaganfall, Demenz, Parkinson, MS, ALS und Bandscheibenvorfall. „Die spezielle Weiterbildung der Therapeutinnen und Therapeuten ist für uns eine gute Investition gewesen“, meint die Inhaberin. „Bobath und PNF sind krankengymnastische Therapiekonzepte, die von den Therapeuten angewendet werden. Dazu werden auch spezielle Therapiegeräte eingesetzt, die auf Reha-Niveau sind.“

Physiotherapie in Herzogenaurach: Gehfähigkeit erlangen

Seit November 2024 wurde im Erdgeschoss umgebaut. Jetzt stehen alle Geräte an ihrem Platz. Die Praxis hat nun 400 Quadratmeter Fläche für ihre Patienten geschaffen. Die neueste Errungenschaft: ein komplett gewichtsentlastendes Laufband mit einer komplexen Software zur Wiedererlangung der Gehfähigkeit. Eigentlich findet man derart teuere Geräte nur in Rehakliniken, der Einsatz in einer Physiopraxis sei die absolute Ausnahme, betont Agnes Makowski. Sie bekommt sogar aus Bad Staffelstein Interessenten, die sich für die Funktionsweise des Gerätes interessieren.

Das Laufband kann mit einem Rollstuhl oder sogar einem Fahrrad befahren werden. Mittels eines Beamers werden dem Patienten die Schritte, die er zu gehen hat, auf das Laufband projiziert. Der Patient hängt dabei in einem Haltegurt. Bei unserem Besuch in der Praxis hat sich der kaufmännische Leiter der Praxis, Peter Simon, in den Gurt begeben und die sogenannte „Lokomotionstherapie“ vorgeführt. Auf dem Laufband wird man zum Beispiel nach einer Knie-OP „wieder auf die Beine gestellt“. Dazu gibt es spezielle Ganganalysen, die den Therapeuten helfen, die richtige Behandlung durchzuführen.

Fünf Mal pro Woche Physiotherapie in Herzogenaurach

Die intensive Betreuung der Patienten ist der Schlüssel zum Erfolg. Als weiteres Alleinstellungsmerkmal sind die Patienten unmittelbar nach ihrer Reha fünf Mal in der Woche für je eine Stunde in der Therapie. Das hat zur Folge, dass beispielsweise nach einem Schlaganfall die Rezeptoren und neuronalen Verknüpfungen im ersten Jahr die größten Erfolge aufweisen. Parkinsonpatienten bekommen hingegen eine sogenannte Big-Therapie. In vier Wochen wird vier Mal pro Woche trainiert. Der Bewegungsumfang durch das ganzkörperliche Training verbessert sich dabei deutlich. Die großzügigen Räumlichkeiten im Therapiezentrum Am Kreissel können auch für Gruppentherapien genutzt werden. Agnes Makowski empfiehlt dies sogar vor bestimmten Operationen.

Ob Knie, Hüfte oder Schulter: wenn das Aufbautraining nicht bei Null beginnt, sondern bereits durch Prähabilitation die Kraft und Funktionalität gestärkt wurde, wird der Heilungsprozess beschleunigt. Neben der klassischen physio- und ergotherapeutischen Behandlung wird auch ein weiteres Spezialgebiet abgedeckt. Bei der Handtherapie geht es um Feinmotorik, Greiffunktion, Beweglichkeit, Kraft und vor allem auch um Schmerzfreiheit.

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