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Hobbyläufer & Spitzensportler
„Road to Records“: Weltrekorde bei Adidas Herzogenaurach
Agnes Ngetich Adidas Lauf
Beim Elite-Rennen Adizero: Road to Records wurde ein neuer Weltrekord über die 10-Kilometer-Distanz im reinen Frauenrennen aufgestellt: Die Kenianerin Agnes Ngetich überquerte nach 29:27 Minuten die Ziellinie und unterbot damit die bisherige Bestmarke von Agnes Tirop aus dem Jahr 2021 um mehr als eine halbe Minute (30:01 Minuten). // Foto: Adidas
Herzogenaurach – Bei der Sportveranstaltung „Road to Records“ mischte sich ein Weltrekordläufer unter Hobbyathleten. Erstmals durften sich auch Kinder miteinander messen. Außerdem entstanden neue Weltrekorde in Herzogenaurach.

Zum fünften Mal wurden die besten Adidas-Athleten der Welt auf den Adidas-Campus nach Herzogenaurach eingeladen. Die Rahmenbedingungen für die 140 Starterinnen und Starter waren dabei optimal. Neben den sechs Elite-Rennen gab es auch in diesem Jahr wieder einen Volkslauf, auf Neudeutsch: Public-Race.

In drei Startergruppen ging es auf den Rundkurs über je fünf Kilometer. 1444 Läuferinnen und Läufer haben sich der Herausforderung gestellt. Am Vormittag wurden bei den Profirennen neue Weltrekorde erzielt. Im reinen Frauenrennen über die zehn Kilometer-Distanz gewann die Kenianerin Agnes Ngetich mit einer fabelhaften Bestzeit von 29:27 Minuten.

Auf der Eine-Meile-Distanz stellten die Äthiopierin Hawi Abera Kumsa mit 4:27 Minuten und der Kenianer Phanuel Kipkosgei mit 3:56 Minuten außerdem einen neuen U-20-Weltrekord auf.

„Road to Records“ in Herzogenaurach: Im Laufen vereint

Beim Public-Race gewann bei den Männern Jonathan Dalke auf den fünf Kilometern mit einer Zeit von 14:31 Minuten. Bei den Frauen war Maya Schuler mit 18:36 Minuten die Schnellste. Die wahren Sieger sind jedoch die Sportlerinnen und Sportler, die fast dreimal so lange unterwegs sind. Sie kämpfen und geben alles. Das zeichnet diese öffentlichen Laufveranstaltungen auch aus. Alle vereint ihr sportliches Hobby.

Haile Gebrselassie mischte sich dieses Jahr auch unter die Hobbyläufer. An der Seite von Adidas-Geschäftsführer Bjørn Gulden feuerte er zunächst die mitlaufenden Athletinnen und Athleten an, um dann gemeinsam mit einigen bayerischen Starterinnen und Startern der Special-Olympics die Fünf-Kilometer-Distanz zu absolvieren. Bjørn Gulden schaffte die Fünf-Kilometer in 25:10 Minuten.

Adidas Herzogenaurach: Weltrekord-Läufer mischt sich unter Hobby-Sportler

In der Altersklasse M60 gilt man damit gemeinhin als „sehr fit“. Haile Gebrselassie, der zeitgleich mit Gulden ins Ziel gelaufen ist, ist ein ehemaliger äthiopischer Langstreckenläufer. Insgesamt stellte er 26 Weltrekorde auf, ist mehrfacher Olympiasieger und dominierte ein Jahrzehnt die Distanzen von 3000 bis 10.000 Metern. Vier Jahre lang war er Inhaber des Weltrekords im Marathon. Die Freude unter den Athleten und Zuschauern war groß, dass Gebrselassie mitten unter ihnen den Wettkampf feierte.

Bambini-Lauf: Erstmals starten Kinder beim Adidas-Lauf „Road to Records“ in Herzogenaurach.
Bambini-Lauf: Erstmals starten Kinder beim Adidas-Lauf „Road to Records“ in Herzogenaurach. // Gerd Ankermann

Erstmals wurde ein Kinderlauf angeboten. Die Kinder starteten in zwei Altersgruppen und wurden von Eltern und den Zuschauern begeistert empfangen. Die Bambini hatten 500 Meter zu laufen, die Schüler, sechs bis zwölf Jahre, rannten 1000 Meter. Im Ziel gab es Medaillen, nachhaltig aus Holz gefertigt. Auch neu in diesem Jahr: Power-Walker waren mit dabei auf der Fünf-Kilometer-Runde.

Lauf „Road to Records“ um World of Sports in Herzogenaurach

Eine Optimierung der Laufstrecke und ein neu entwickelter Laufschuh, das sind laut Adidas die wichtigen Erfolgsfaktoren in diesem Jahr, die der Ausrichter für die Athleten zu verantworten hat. Für die Weltelite muss eben alles passen. Die schnellste Strecke in der Geschichte der „Road to Records“ führt wie immer rund um das Adidas-World-of-Sports-Firmengelände in Herzogenaurach.

Vermessen wurde die Strecke vom Laufwart des Bayerischen Leichtathletik Verbands Hans-Peter Schneider. Die Turnerschaft Herzogenaurach meldet die Veranstaltung beim Verband an und pflegt damit die Weltbestenliste. Ohne lokale Unterstützung geht so eine Mammutveranstaltung nicht regelkonform über die Bühne.

 

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