Der Regionalverband des Arbeitersamariterbund (ASB) hat am Samstag sein Jubiläum zum 112-jährige Bestehen gefeiert. Neben Mitgliedern des ASB waren Vertreter der Johanniter, des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr nach Erlangen gekommen.
Der Verband Erlangen-Höchstadt sitzt in Herzogenaurach. Bei der Zahl 112 handelt es sich keineswegs um einen Zufall − als Notrufnummer prangt auf allen Rettungsfahrzeugen des Verbandes.
Dass während der Coronapandemie keine Feier möglich war, ist jedoch auch ein wesentlicher Grund für die Auswahl des Datums. Die Verantwortlichen des Samariterbunds können auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Seine Anfänge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Weil es zu dieser Zeit besonders in Fabriken häufig zu schweren Unfällen kam, beschlossen sechs Berliner Zimmerleute, Erste-Hilfe-Kurse in Betrieben anzubieten.
ASB: Ehrenamtliche Mittelpunkt des Verbands
Mittlerweile reichen die Hilfsangebote des Verbandes weit über solche Kurse hinaus und stellen besonders mit dem Rettungsdienst deutschlandweit einen Teil der Gesundheitsversorgung dar. Der Fokus des Abends lag auf der Würdigung der tatkräftigen Mitglieder und Unterstützer des ASB.
Die Vorstandsvorsitzende des Regionalverbands Erlangen-Höchstadt verwandelte das ASB-Motto „Wir helfen hier und jetzt“ kurzerhand zu „Wir feiern hier und jetzt“ um. Landesvorstand Norbert Tessmer betonte in seiner Rede die Rolle der Ehrenamtlichen, die als Mittelpunkt des Verbandes besondere Anerkennung verdienen.
Denn: „Anerkennung braucht der Mensch wie die Blume die Sonne.“ In diesem Zusammenhang lobte Tessmer auch die Jugendarbeit des ASB, die mit Angeboten wie dem Freiwilligen sozialen Jahr jungen Menschen den Einstieg in den Samariterbund ermöglicht.
Jörg Volleth würdigte in seiner Rede die erfolgreiche Zusammenarbeit der Rettungsdienste in Erlangen. „Es ist äußerst vorbildlich, wie schnell in Erlangen reagiert wird, wenn Hilfe benötigt wird“, so Volleth.
Auch er verwies anerkennend auf das Ehrenamt. Im Gegensatz zu anderen Hobbys „engagieren sie sich zum Wohl der Menschen dieser Stadt“.
Engagement des ASB in der Flüchtlingshilfe
Mit Blick auf die Stadt Erlangen dankte er dem ASB auch für das Corona-Testzentrum und die engagierte Flüchtlingshilfe. Im Anschluss würdigte der ASB seine haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder mit Ehrungen.
Helfer, die seit über zehn Jahren im Verband sind, wurden mit einem Abzeichen in der Farbe Bronze geehrt. Wegen eines spontanen Rettungseinsatzes konnten allerdings nicht alle Personen das Abzeichen persönlich entgegennehmen.
Ein goldenes Abzeichen wurde an Mitglieder vergeben, die seit über 30 Jahren dabei sind.
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