Update vom 14.11.2023: Bahnstrecke aktuell gesperrt
Seit geraumer Zeit fahren auf der fraglichen Bahnstrecke offenbar gar keine Züge mehr, wie der Abfallzweckverband ZVA aus Erlangen auf Nachfrage bestätigt. Der Grund: Anstehende Bauarbeiten am Gleisbett. Dafür zuständig ist das Tiefbauamt der Stadt Erlangen, da es sich um ein Streckenstück in kommunaler Zuständigkeit handelt. „Nach dem derzeitigen Zeitplan werden die Arbeiten voraussichtlich in der KW 49 und KW 50 durchgeführt", teilt die Stadt Erlangen auf Nachfrage mit.
Die Bahnstrecke habe man dennoch bereits jetzt gesperrt. Bis die Arbeiten Mitte Dezember abgeschlossen sind, fahren auf der Strecke keine Züge; der Müll aus Erlangen wird mit Lkw nach Bamberg in die dortige Müllverbrennungsanlage transportiert. Somit kommt es an den Bahnübergängen in der Tennenloher Straße und im Birkenweg derzeit zu keinen Verzögerungen wegen durchfahrender Züge.
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Die beiden Bahnübergänge sind seit über zwei Jahren defekt. Es geht um das Reststück der Aurachtalbahn, die in Erlangen die Tennenloher Straße und den Birkenweg kreuzt. Auf dieser Strecke fahren täglich nur noch zwei Müllzüge in den Erlanger Hafen und zurück. Für den Straßenverkehr „wird dann ein rot-weißes Warnband gezogen. Zwei Mitarbeiter einer Sicherungsfirma sind damit beschäftigt. Bis dann der Zug kommt, dauert es eine Ewigkeit“, beklagt Leser Günther Klebes in einer E-Mail an die Redaktion.
Stadt bekommt keine Auskunft
Die Stadt Erlangen sieht sich auf Anfrage außer Stande, etwas an der Situation zu verbessern. „Diese Angelegenheit betrifft ausschließlich die Deutsche Bahn“, teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. Man habe bei der Deutschen Bahn zwar immer wieder angefragt, wann die defekten Übergänge repariert werden, aber keine Auskünfte von dem Unternehmen bekommen.
Die FT-Redaktion hatte mehr Glück: Die händische Absperrung der Bahnübergänge durch Sicherheitspersonal sei „bis zur geplanten Erneuerung bedauerlicherweise die einzige Möglichkeit, hier einen sicheren und regelkonformen Bahnbetrieb aufrecht zu erhalten“, schreibt eine Bahn-Sprecherin. Das Unternehmen räumt ein, dass die Sperrung der zwei Straßen fünf bis zehn Minuten dauern könne.
Abhilfe bis 2024 versprochen
Eine Verkürzung der Wartezeiten für die Verkehrsteilnehmer auf der Straße sei nicht möglich: „Die einzelnen Schritte, die hierfür notwendig sind, sind genau geregelt und können daher nicht beliebig angepasst oder abgekürzt werden.“ Es müssten sich mehrere Stellen eng abstimmen, die Züge seien auf der Strecke relativ langsam unterwegs und es müssten mitunter Zugfahrten auf dem Hauptgleis abgewartet werden.
Die Bahnsprecherin räumt ein, dass es bereits seit rund zwei Jahren eine Genehmigung für einen Neubau der beiden Bahnübergänge gibt. Man habe nur noch nicht bauen können, weil die Finanzierung nicht geklärt gewesen sei. Inzwischen gebe es da jedoch Klarheit und „bis Ende 2024 erfolgt der Neubau der Bahnübergänge“. Dann dürfte das Warten ein Ende haben.
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