Die Kerwasburschen haben nach der zweijährigen Corona-Pause das Aufstellen des Baumes nicht verlernt. Los ging es am Samstagnachmittag am städtischen Bauhof, dort wird der Baum aus dem Birkenbühl immer zwischengelagert.
Auf dem Gelände des Bauhofes sammeln sich vor dem Zug durch die Innenstadt auch die Begleitfahrzeuge und nach der Sicherheitsbelehrung durch Stan Krämer, unter Beobachtung des Ordnungsamtsleiters Gerd Lorenz, setzte sich die Kolonne in Bewegung.
Der Baum wurde in diesem Jahr von zwei süddeutschen Kaltblütern des Gemüse- und Kutscherhofes Drechsler aus dem Knoblauchsland gezogen. Mit dabei ist auch der Großenseebacher Herbert Müller, dessen Pferde diesmal im Stall bleiben mussten, weil Nachwuchs erwartet wird.
Dem Baum folgte der Wagen mit den Musikanten, eine zum Schankwagen umfunktionierte Kutsche und die alten Bulldogs, den Abschluss bildete das historische Feuerwehrauto. Über die Ringstraße, die Nutzung, die Hans-Sachs-Straße und die Flughafenstraße ging es in die Hauptstraße.
Vor dem Gasthaus Heller wurde ein kurzer Stopp eingelegt, den Touristen und Passanten zum Fotografieren nutzten. Gegen eine Spende wurden sie mit Getränken versorgt.
In den Vorjahren waren immer gekühlte Fässer mit Kirchweihbier der Brauerei Heller zugeladen worden. Da bekanntlich die Brauerei ihren Betrieb eingestellt hat, wurde das mitgeführte Bier der Oberreichenbacher Landbrauerei Geyer ausgeschenkt, die auch mit Transparent und Plakat für ihre Produkte warb.
Das Kommando zum Aufrichten des Baumes, der in den Stadtfarben und mit dem Frankenrechen geschmückt war, gab Jürgen Gumbrecht mit seiner Trillerpfeife. Bürgermeister German Hacker sowie zahlreiche Zuschauern beobachteten das Spektakel.
Die „Ehemaligen“ unter der Leitung von Rainer Wanjelik sorgten Kerwaslieder und Stimmungsmusik für Unterhaltung.
Zum letzten Mal gab es aus den Händen von Andrea Pöltl vom Amt für Stadtmarketing und Kultur die Freibiermarken für die Ortsburschen und Madle. Sie wechselt ins Studio Franken des Bayerischen Fernsehens, erfuhren die Ortsburschen zu ihrem Bedauern.
Nach dem obligatorischen Foto am senkrecht stehenden Kirchweihbaum zogen die Ehemaligen mit den Ortsburschen durch das Kirchweihgelände und feierten, wie auf ihrem Wagen zu lesen war: „Kerwasburschen Herzogenaurach zum Erhalt der Tradition.“
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