Ob es am nasskalten Wetter mit Nieselregen lag? Oder daran, dass die meisten Leser die Lunte gerochen haben? Jedenfalls blieb die Besucherzahl zur Auflösung unseres Aprilscherzes überschaubar. Alle, die am Samstag nicht um 11 Uhr zur Löwenbrauerei nach Neuhaus gekommen sind, haben dennoch etwas verpasst. Nämlich Freibier.
Es war eine Fotomontage
Glaubhaft sah das schon alles aus, was wir da am Samstag vermeldet hatten. Auf dem Bild, bei dem es sich in Wirklichkeit um eine Fotomontage handelte, sah alles so aus, als wäre in der Baugrube am Karpfenkreisel in Höchstadt ein altes Bierfass zum Vorschein gekommen. Die Geschichte, dass es sich um ein verloren gegangenes Fässchen Dunkelbier der Neuhauser Löwenbrauerei aus dem Jahre 1905 gehandelt hat, war aber erstunken und erlogen.
Zur Auflösung am Samstag um 11 Uhr an der Lkw-Laderampe im Innenhof der Neuhauser Brauerei kam nur eine kleine Zahl Besucher zusammen. Neben der Inhaberfamilie, Mitarbeiterinnen des Braugasthofs und Freunden der Familie erschien lediglich Karsten Fischkal, der Adelsdorfer Bürgermeister. Der war am Samstagvormittag vom Neuhauser Braumeister Hans-Günter Wirth kurzfristig eingeweiht worden.
Frisch gebrautes Dunkelbier
Fischkal fand es etwas schade, dass die Geschichte vom historischen Fundbier nicht gestimmt hat. Denn sonst wäre die Gemeinde Adelsdorf, zu der Neuhaus gehört, womöglich weithin bekannt geworden. In gemütlicher Runde im Brauereihof fanden sich dann schnell Abnehmer für die von Hans-Günter Wirth vorbereiteten Gläser mit frisch gebrautem Dunkelbier, das man sich trotz Wind und Nieselregen schmecken ließ.
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