Geflügelzucht-Schau
Ein Gackern und Gurren überall
Dieses Prachtexemplar will wohl den Weibchen gefallen.
Dieses Prachtexemplar will wohl den Weibchen gefallen.
Foto: Johanna Blum
F-Signet von Johanna Blum Fränkischer Tag
Adelsdorf – Die Aischtalschau der Geflügelzüchter in Adelsdorf lockt viele Besucher ant. Es geht auch um artgerechte Haltung. Strenge Kriterien sind einzuhalten.

Kein Kinderlärm, sondern ein Krähen, Gurren, Gackern und Trommeln von 180 verschiedenen Rassegeflügeltieren empfing die Besucher der 51. Aischtalschau, einer Geflügelschau der Hobbygeflügelzüchter des GZV Adelsdorf und Umgebung, in der Turnhalle der Grundschule Adelsdorf. 17 Züchter und Züchterinnen der umliegenden Vereine beteiligten sich.

Neben verschiedenen Hühner-, Zwerghühner- und Taubenrassen konnten die vielen Besucher an zwei Tagen auch Enten, Gänse und Puten bewundern. Auch zwei Jugendliche waren mit zwölf Tieren unter den Ausstellern. Seit 19 Jahren findet die Ausstellung in der Adelsdorfer Schulturnhalle statt. Die erste Aischtalschau wurde am 12. und 13. Dezember 1970 im „Drei-Kronen“-Saal in Adelsdorf abgehalten.

Ein interessantes Hobby

Die alljährlich durchgeführte Geflügelausstellung ist ein gutes Beispiel für ein interessantes Hobby, das auch die Möglichkeit zur Muße und Entspannung bietet. „Die Schau ist auch der sicherste Beweis, dass die Tiere artgerecht gehalten werden“, sagte Günter Weidner, der Ausstellungsleiter und Zuchtwart des Vereins. Vorsitzender Johannes Weiß und Schirmherr Bürgermeister Karsten Fischkal schafften es, die vielen tierischen Geräusche mit ihren Grußworten zu übertönen.

Wie man Preisrichter wird

Bereits am Freitag waren die Preisrichter des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter – Wolfgang Bergs (Schwarzenbruck), Willibald Roauer (Neumarkt), Otto Endler (Mehlmeisel) – von 7 bis 13 Uhr mit der Bewertung der Tiere beschäftigt. „Das ist schon lange mein Hobby“, erklärte Bergs. Um dieses Amt ausüben zu können, muss man zuerst selbst einige Jahre Aussteller gewesen sein und mit seinen Tieren bestens abgeschnitten haben, bevor man eine dreijährige Ausbildung absolviert. Ein Preisrichter prüft etwa bei 15 bis 20 Geflügelausstellungen im Jahr das vorgestellte Federvieh. Er muss sich an die vom Bund vorgegebene Musterbeschreibung halten.

Pro Tier wird eine Bewertungskarte ausgestellt, auf der Vorzüge oder auch Mängel schriftlich festgehalten werden. Die Höchstpunktzahl, die ein Tier erreichen kann, liegt bei 97 Punkten und bedeutet v = vorzüglich. Es folgen hv = hervorragend (96 Punkte), „sehr gut“ (95 bis 93), „gut“ (92 und 91) und „befriedigend“ (90 Punkte und darunter).

Johannes Weiß (l.) und Günter Weidner (r.) beobachten die Arbeit der Prüfer Wolfgang Berg, Otto Endler und Willibald Roauer.
Johannes Weiß (l.) und Günter Weidner (r.) beobachten die Arbeit der Prüfer Wolfgang Berg, Otto Endler und Willibald Roauer.
Foto: Johanna Blum

Am Samstag wurden die Leistungssieger prämiert. Ausstellungssieger 2022: Christian Weidner; Groß- und Wassergeflügel: Sebastian Brehm; Hühner: Jochen Sperber; Tauben: Christian Weidner; Tippsieger: Christian Weidner; Jugendmeister: Tim Seehof.

Der Bürgermeister zeigte sich froh darüber, dass die Ausstellung in der Turnhalle stattfinden konnte, „denn vor drei Wochen war es noch unklar, ob diese wegen des Brandes in der Schwimmhalle nebenan überhaupt nutzbar ist“. Fischkal hatte ein Kuvert als Anerkennungsgeschenk dabei und betonte: „So ein wichtiges Hobby muss weiter gepflegt werden.“

Ewald Münch_ Anna Feiler_ Karsten Fischkal_ Vincent Försterling_ Johannes Weiß und Edmund Brehm freuen sich über die Geflügelschau.
Ewald Münch_ Anna Feiler_ Karsten Fischkal_ Vincent Försterling_ Johannes Weiß und Edmund Brehm freuen sich über die Geflügelschau.
Foto: Johanna Blum

Johannes Weiß dankte allen Ausstellern und Helfern, aber auch den Besuchern für ihr Interesse. „Mit unserer Ausstellung präsentieren wir Geflügelrassen, die wir das ganze Jahr hindurch hegen und pflegen und für deren Erhalt wir uns besonders einsetzen.“ Dann stieß er mit Edmund Brehm, Altbürgermeister und Ehrenmitglied Ewald Münch und den Jungzüchtern Anna Feilner (14) und Vincent Försterling (13) auf ein gutes Gelingen der Schau an.

 

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