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Angebot in Höchstadt
Jugendpflege: Der Kochtreff ist ein Renner
Beim Kochtreff herrscht in der Küche des Jugendzentrums Hochbetrieb. In Eigenverantwortung bereiten die Kinder hier ihr Essen zu – und sie haben sichtlich viel Freude.
Beim Kochtreff herrscht in der Küche des Jugendzentrums Hochbetrieb. In Eigenverantwortung bereiten die Kinder hier ihr Essen zu – und sie haben sichtlich viel Freude. // Andreas Dorsch
Höchstadt a. d. Aisch – Nach der Corona-Pause ist das Programm der Jugendpflege wieder angelaufen. Es gibt eine Lounge, Kicker und Billard sowie Partys und Disco.

Jugendpflege in Höchstadt ist weit mehr als im Jugendzentrum in der Fortuna-Kulturfabrik zu sitzen. Das machte in der Kulturausschusssitzung des Stadtrats Jugendpfleger Stephan Baierl den Kommunalpolitikern in seinem Jahresbericht deutlich. Schwerpunkt im vergangenen Jahr sei es gewesen, die Jugendarbeit nach der Corona-Pause wieder aufleben zu lassen und Normalität herzustellen.

Die Räume im Jugendzentrum seien umgestaltet und gemütlicher geworden. Eine neu eingerichtete Lounge und ein Freizeitbereich mit Kicker und Billardtisch warten jetzt auf die Jugendlichen. Baierl spricht von einem Mix aus Rückzugsort und Möglichkeiten für sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Für unterschiedliche Altersgruppen

Das Angebot der Jugendpflege ist auf die unterschiedlichen Altersgruppen zugeschnitten. Da gibt es beispielsweise Event- und Partyabende für die ab 16-Jährigen, für Kinder ab sechs Veranstaltungen zum Thema Film und Buch. Hier steigt die nächste Veranstaltung am 1. April. Ein Vorleser liest aus dem Buch „Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner, hinterher schauen sich alle gemeinsam den Film an.

Köche sind neun bis elf Jahre jung

Besonders groß ist laut Baierl die Resonanz auf den monatlichen Kochtreff. Dazu kommen meist Neun- bis Elfjährige, planen, was sie essen möchten, und gehen dann erst mal einkaufen. Anschließend wird gemeinsam gekocht und zum Abschluss natürlich gegessen. In der vergangenen Woche hatten sie sich für Spaghetti mit Tomaten- und Käsesahnesoße entschieden. Weil der Platz in der relativ kleinen Küche begrenzt ist, werden immer nur etwa zehn Kinder zugelassen. Der nächste Kochtreff ist bereits wieder ausgebucht, Interessenten bleibt nur die Warteliste.

Hochprozentiges ist verboten

Intensivieren möchte der Jugendpfleger die Zusammenarbeit mit Vereinen und Schulen. So könnten die Räume auch für Jahrgangsstufenfeiern mit Musik genutzt werden, bei denen die Schüler alles selbst organisieren. Baierl macht aber auch deutlich, dass das Höchstadter Jugendzentrum keine Disco ist. Hochprozentige Getränke sind verboten, nur Bier, Wein und Sekt dürfen konsumiert werden.

Personalsituation ist problematisch

Problematisch ist augenblicklich die Personalsituation in der Jugendpflege. Von den zwei Vollzeitstellen in Höchstadt ist nur eine besetzt. Die Stelle der ausgeschiedenen schwangeren Jugendpflegerin ist zwar schon wieder ausgeschrieben, aber auch hier sei es nicht einfach, geeignetes Fachpersonal zu finden. Da können Ehrenamtliche helfen.

Für Baierl hängt der Erfolg der Jugendarbeit ohnehin nicht nur vom Fachpersonal ab: „Auch junge Erwachsene, die sich engagieren und mitmachen wollen, sind jederzeit willkommen.“

Flaute im Jugendparlament

Eine Flaute herrscht derzeit im Höchstadter Jugendparlament. Hier habe sich die Führung zurückgezogen, berichtet Baierl. Stadträtin Jeanette Exner (JL) wunderte sich darüber nicht, sehe sie das Jugendparlament doch eher als „aufgezwungene Sache“.

Dass es bei den jungen Leuten an Lust und Engagement fehle, in einem solchen Gremium mitzuarbeiten, könne sie verstehen.

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