Im vergangenen Juli hat der Eltern-Kind-Verein eine feste Bleibe gefunden. Nach einer fast 30-jährigen Herbergssuche – da der jeweilige Treffpunkt wieder anderweitig gebraucht wurde – ist der Verein nun in der Höchstadter Straße sesshaft geworden. Jetzt konnte auch das 30-jährige Bestehen gebührend gefeiert werden. Einige Gemeinderäte der Freien Wähler (FW) und der SPD waren der Einladung zusammen mit Bürgermeister Karsten Fischkal gefolgt und man stieß auf erfolgreiche Jahre an. Die Gründerin des Vereins, Babette Hohendorf, wurde von Ulla Worrich, Gründungsmitglied und spätere Vorsitzende, vertreten. „Endlich sind wir in neuen Räumen angekommen“, so Vorsitzende Theresa Lunz zufrieden.
Zusammen blickte man auf die bewegte Geschichte des Vereins zurück. Am 3. Februar 1993 wurde der Verein gegründet. Aus 32 Gründungsmitgliedern wurden schnell 49 Mitglieder; heute gehören rund 130 Familien dem Verein an. Natürlich änderten sich Vorstand und Mitgliederzahlen je nach Familienzuwachs. Von 2000 bis 2017 stand Ulla Worrich an der Spitze. Auf Worrich folgte Nina Vester, und seit 2021 ist Theresa Lunz Vorsitzende.
Ehrenamtliche Arbeit in Mutter-Kind-Verein beginnt 1989
1989 hatten engagierte Mütter einen „Minitreff“ gegründet. Bald waren es zwei Gruppen mit je zehn Kindern, und daraus entstand dann der Verein. Eine Stillgruppe bildete sich, betreut von einer ausgebildeten Stillberaterin. Damals gab es ja für Kleinstkinder noch keine Krippe“, so Worrich rückblickend. „Ohne unsere Gründerin Babette Hohendorf ständen wir heute nicht da“, erklärte Lunz.
„Es ist einfach toll, dass unser Verein so angenommen wurde“, fuhr sie fort. Sie durchlebte mit Bangen auch die letzte große Herbergssuche, nachdem klar war, dass die ehemalige Aischer Schule, bis dato das Domizil des Vereins, abgerissen würde. „Wir hatten schon Pläne geschmiedet, und dann fiel wieder alles wie ein Kartenhaus zusammen“, erinnerte sich die Vorsitzende. „Ihr seid wichtig für die Gemeinde“, so der Bürgermeister, bevor man mit einem Glas Sekt auf das Jubiläum anstieß.
Mutter-Kind-Verein ergänzt Kitas
„Unsere Kitas sind immer noch nicht ausreichend, und so konntet ihr schon oft verzweifelte Eltern auffangen. Es ist wichtig, dass ihr da seid und dass es weitergeht!“ Familien könnten sich hier kennenlernen und Kontakt knüpfen. Es gehe nichts über ein gutes Mütternetzwerk. Trotz allem hat auch dieser Verein damit zu kämpfen, immer ausreichend ehrenamtliche Mütter oder auch Väter zu finden, die bereit sind, zwei- bis dreimal pro Woche die Kleinen zu betreuen.
„Die Kinder einer Gemeinde sind das Wichtigste, was es gibt!“, betonte der Bürgermeister und überreichte Theresa Lunz einen Briefumschlag. Marion Bierlein hatte im Namen von Fraktionssprecher Tim Scheppe (FW) ebenfalls einen Umschlag dabei und übergab ihn mit den Worten: „Danke für 30 Jahre wertvolles Engagement, zufriedene Familien, unvergessliche Momente und strahlende Kinderaugen!“ Im Namen der SPD hatte auch Gemeinderat Jörg Bubel eine Spende dabei. Nun wird ein großes Jubiläums-Sommerfest geplant.
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