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Sambach
Kündigungen lösen Kita-Krise in Sambach aus
Die Kinderkrippe in Sambach sucht dringend Personal.
Die Kinderkrippe in Sambach sucht dringend Personal. // Matthias Hoch
Signet des Fränkischen Tags von Evi Seeger
Sambach – Die Kündigung aller drei Erzieherinnen in der Kinderkrippe Sambach hat eine Betriebskrise ausgelöst, die nun die Gemeinde und Eltern vor Herausforderungen stellt. Bürgermeister Dallner bemüht sich um Lösungen.

Die Politik trage Schuld an der ganzen Misere, fand eine junge Mutter. Zu hohe Arbeitsbelastung, zu wenig Gehalt und – ganz besonders – zu viel Bürokratie und zu wenig Flexibilität.

Die ständig hohe Belastungssituation haben auch die drei Erzieherinnen in der Kinderkrippe Sambach als Grund für ihre Kündigungen genannt. Wie berichtet, sah sich der Träger, die katholische Kirchenstiftung, deshalb gezwungen, der Gemeinde die Betriebsträgerschaft zum Jahresende aufzukündigen.

Als sie zur Elternversammlung ins Rathaus kamen, waren die Eltern durch Bürgermeister Dallner über die Situation bereits unterrichtet. Dass Gemeinde und Kirche die Nachricht sogleich öffentlich gemacht haben, fand eine betroffene Mutter sehr lobenswert.

Betreuungskrise in Sambach: „schlimm“ 

Von Glück reden können die Eltern, deren Krippenkinder im Herbst bereits zweieinhalb Jahre alt sind. „Wir hoffen, dass sie noch in den Kindergarten reinrutscht“, sagte eine Mutter.

Eine andere antwortete nur noch mit „schlimm“ auf die Frage, wie sie sich jetzt fühle. Ihre Familie sei erst vor kurzem zugezogen.

Die Krippe sei zwar nicht direkt der ausschlaggebende Grund bei der Entscheidung für Pommersfelden gewesen. „Aber wir haben natürlich geschaut, wie die Betreuungssituation hier ist.“

Junge Eltern vor dem Rathaus Pommersfelden – Bürgermeister Gerd Dallner hatte zur Elternversammlung eingeladen.
Junge Eltern vor dem Rathaus Pommersfelden – Bürgermeister Gerd Dallner hatte zur Elternversammlung eingeladen. // Evi Seeger

Gute Gründe dafür, dass sie die Krippe wirklich brauchen, haben alle Eltern. Sei es, dass beide im Beruf stehen, so wie die Eltern aus Limbach, alteingesessene „Ureinwohner“, wie sie selbst sagen.

Aber auch, dass die Ausbildung abgeschlossen werden soll, wie im Fall einer jungen Sambacherin, die Kauffrau für Büromanagement werden will. Eine andere Mutter ist gerade dabei, ihren Abschluss an einer Sprachschule zu machen.

„Wir arbeiten mit Nachdruck an einer Lösung“, teilte Bürgermeister Gerd Dallner nach der Elternversammlung mit. Er muss einen neuen Träger und Personal für die Krippe finden und das möglichst bald.

Denn bereits im November könnte in Sambach Schluss sein. Dabei sind noch nicht einmal zwei Wochen vergangen, seit er mit dem Problem konfrontiert wurde.

Personal für Kinderkrippe Sambach gesucht

Viel zu kurz, so Dallner, um bereits eine Lösung vorweisen zu können. Vor allem, da im Kita-Bereich akuter Personalmangel herrsche.

Erste Gespräche habe es aber bereits gegeben, so Dallner. „Interessiertes Personal darf sich jederzeit an uns wenden.“

Zwischenzeitlich sei man dabei, „Notmaßnahmen“ zu organisieren. Hilfe verspricht sich der Bürgermeister von den Kindergärten in Steppach und Pommersfelden.

Wenn diese Einrichtungen Kinder bereits ab zweieinhalb Jahren aufnehmen könnten, wäre schon einigen Eltern geholfen. „Wir haben auch die Fühler zu Einrichtungen in umliegenden Kommunen ausgestreckt.“

Information über Krippenkrise bei Elternversammlung

Dort gebe es vereinzelt noch Restplätze. Die Elternversammlung – eine weitere soll es in zwei bis drei Wochen geben – diene der Information über den aktuellen Stand.

Dallner sieht darin aber auch eine Möglichkeit, um „alle Beteiligten zu einer positiven Herangehensweise für einen Neustart der wirklich sehr schönen Krippe zu motivieren“.

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