Das kleine Reich von Ralf Rehder aus Herzogenaurach auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt ist der Stand mit der Nummer 26. Hier können Besucher vieles erwerben, was auf dem weihnachtlichen Gabentisch zu finden ist. Den Christkindlesmarkt in Nürnberg macht eine bunte Mischung von Buden aus, von Zwetschgermännla, Christbaumschmuck und Lebkuchen, bis hin zu Spielzeug aber auch Bratwürsten kann alles erworben werden.
Die Verkäufer der Zwetschgermännla, die ihre Präsente überwiegend in Heimarbeit herstellen, sind nur auf dem Christkindlesmarkt vertreten. Auch für Rehder war es in diesem Jahr wieder selbstverständlich, mit der Bude am Markt dabei zu sein. Der Aufbau verlief in diesem Jahr wieder routiniert und es hat alles geklappt. Vor dem Stand mit der Nummer 26 stehen Schulkinder und bewundern die Dekoration aus Holz für den Weihnachtsbaum, die Utensilien für die Puppenküche und den Christbaumschmuck.
Familientradition seit 1950: Bude auf Nürnberger Christkindlesmarkt
Dazwischen haben es sich leuchtende Schneemänner bequem gemacht, es gibt kleine Glocken und Laternen für Kerzen, aber auch Nussknacker, Strohsterne und Rauschgoldengel. „Der große Rauschgoldengel in der Mitte stammt aus dem Jahr 1950, er gehört zur Bude wie der Name und wird nicht verkauft“, meint der Besitzer Ralf Rehder nur. Denn sein Stand hat eine lange Familientradition, bereits in der vierten Generation ist die Familie auf dem Markt vertreten. Schon die aus Nürnberg stammende Urgroßmutter versorgte als Marktfrau dort die Bevölkerung.
Inzwischen steht Ralf Rehder mit seinem Stand Nummer 26 immer am gleichen Platz in Nürnberg auf dem Christkindlesmarkt. Beim Herstellen der kleinen Rauschgoldengel hilft die ganze Familie zusammen. Was Rehder besonders auffällt ist, dass vor allem die Farbe Rot die Käuferinnen und Käufern anzieht. So sind die Rauschgoldengel mit einem roten Gewand beliebter und gehen auch häufiger über den Tresen in die Hände der Kunden. Weitere Kunstgegenstände werden noch zugekauft, um ein breiteres Sortiment anbieten zu können. Dabei ist ihm wichtig, da ihm selber auch gefällt, was er für die Bude im Vorfeld zusätzlich einkauft.
Stadt Nürnberg stellt Buden für Nürnberger Christkindlesmarkt auf
Da die Buden von der Stadt Nürnberg nur aufgestellt werden, ist viel Arbeit nötig, um sie ansprechend herauszuputzen und zu bestücken. Etwa eine Woche ist dazu nötig. Dabei ist es üblich, dass die ganze Familie mithilft, es handelt sich um ein richtiges Familienunternehmen, anders ist der Arbeitsaufwand nicht zu bewältigen. Beim Verkauf in der Bude wird er von Familienmitgliedern unterstützt, sein Sohn Felix ist häufig dort anzutreffen. Denn Menschen aus aller Herren Länder laufen durch die Budenstadt. Vor allem Besucher aus Asien kaufen bedingt durch den weiten Transport eher kleine Holzminiaturen, die sie heil nach Hause bringen können.
Das Wetter war in diesem Jahr eher durchwachsen, es hat sogar einmal geschneit. „Am besten sind trockenes Wetter und Temperaturen über fünf Grad, dann gehen die Besucher gerne auf den Christkindlesmarkt zum Einkaufen“, meint Rehder nur. Gegen die Kälte kann man sich ja passend anziehen. Bei Regen ist die Kundschaft eher nicht so unternehmungslustig und auch nicht so kauffreudig. Auch unter der Woche flanieren Interessenten durch die Budengassen. Auch am 24. Dezember, der in diesem Jahr auf einen Mittwoch fällt, ist der Markt von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Familie aus Herzogenaurach fährt zurück in die Heimat
Danach machen sich alle auf den Weg, um daheim Weihnachten mit der Familie feiern zu können. Aber zwischen Weihnachten und Neujahr werden die Buden weiterhin bewacht, bis die Standbetreiber ihren Stand geräumt haben. Bei der Familie Rehder geht das natürlich schneller als der Aufbau. Innerhalb eines Tages ist alles abgebaut, in Kisten und Schachteln verstaut und in Richtung Heimat gefahren.












